Lehrer-Leben (3): Und täglich grüßt der Widerling

Klar, über Schule lässt sich immer gut reden. Ein Jeder musste hier in seinem Leben ein paar Jahre verbringen. Die Erinnerungen daran sind ambivalent, so wie die Reaktionen von Eltern, deren Kinder zurzeit noch zur Schule gehen. Die meisten meinen es gut mit den Lehrern ihrer Kinder, einige wollen aber nur zu gut wissen, wie Schule funktioniert und mischen sich auf fragwürdige Art und Weise ein. Die wenigsten wollen allerdings den Job mit den „widerlichen Teenagern“ übernehmen. Doch was heißt schon widerlich?
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Es ist eben eine Typ-Sache. „Ich habe kein Problem damit, jeden Tag mit Menschen über ihre Computerprobleme zu reden und mir wutschnaubende Gesprächspartner anzutun. Mit widerlichen Teenagern will ich aber nichts zu tun haben. Das könnte ich nicht, mir reicht meine Tochter.“

Hab ich das eben richtig gehört? Widerliche Teenager? Dabei ist die Tochter meiner Gesprächspartnerin keineswegs widerlich, zumindest nach meiner Definition von widerlich. Wie äußert sich denn die Widerlichkeit in einem Teenager? Ich komme nicht dazu, noch mal genauer nachzufragen. Sie ist schon im nächsten Gespräch – und lässt mich mit diesem Rätsel allein. Sind meine Schüler widerlich? Nun, man kann manchen viel vorwerfen, aber als widerlich würde ich sie nicht bezeichnen.

90 Prozent meiner Schüler sind angenehme Zeitgenossen. Wenn auch nicht alle von ihnen über die Maßen interessiert sind, so haben sie doch zumindest von zu Hause ein paar Werte mitbekommen und wissen, wie man sich im Unterricht benimmt. Bei mir muss niemand gerade sitzen und immer nur nach vorn schauen, meine Schüler müssen nur wissen, wann ich es ernst meine. Und wer sich an die Regel hält, wird profitieren. „Wenn ihr freundlich zu mir seid, bin ich fünfmal freundlicher zu euch. Seid ihr es nicht, bin ich fünfmal unfreundlicher“, bekommen alle neuen Klassen von mir gesagt. Es klappt gut – bei 90 Prozent.

Geburtsgrüße für den Lehrer. Es sind nicht alle schlecht. Foto: Marko Hofmann

Geburtsgrüße für den Lehrer. Es sind nicht alle schlecht. Foto: Marko Hofmann

Die anderen zehn Prozent sind schwieriger. Die Hälfte ist zumindest teilweise kontrollierbar und liebenswert, die andere Hälfte dagegen permanent nervraubend und selbstzweifel-fördernd. Oft genug habe ich ihretwegen nachgedacht, was ich wohl in meiner Ausbildung verpasst habe, dass es mir nicht gelingt, dieses Klientel für den Unterricht zu gewinnen.

Die Verhaltensauffälligkeiten, mit denen Lehrer im Klassenzimmer umgehen müssen, sind vielfältig. Einer meiner Schüler malt die gesamte Unterrichtsstunde. Nehme ich ihm die Stifte weg, nimmt er kurze Zeit später welche vom Nachbarn, hat der Nachbar keine mehr, quatscht er mit dem Nachbarn. Egal welches Thema, egal welche Tageszeit: Es besteht kein Interesse am Unterricht. Schlechte Leistungen sind kein Weckruf gewesen, doch das war in der 5. Klasse zu erwarten. Was also tun?

Ein anderer Junge kann seine Ideen nicht kontrollieren. Fällt ihm die Lösung zu einer Frage ein, hat er gar selbst eine: Er posaunt es raus. Hat er keine Lust auf Unterricht, weil er sich von Mitschülern oder vom Lehrer in der Stunde zuvor schlecht behandelt fühlt, legt er den Kopf auf die Bank und zieht die Jacke drüber. Dann ist er nicht ansprechbar und sitzt mir direkt im Blickfeld. Erste Reihe. Manchmal legt er sogar freiwillig sein Hausaufgabenheft hin und nötigt mich regelrecht, ihm dafür einen Eintrag zu geben. Wie soll man damit umgehen? In derselben Mittelschulklasse gibt es noch einen Hinterbänkler, der meiner Meinung nach gern malen könnte. Dann würde er nämlich nicht den Unterricht durch seine Unkonzentriertheiten stören. Seine maximale Aufmerksamkeitsspanne beträgt keine 20 Minuten. Einmal pro Woche haben wir auch eine Doppelstunde gemeinsam Unterricht … In den Pausen sind gelegentlich auch andere nicht vor ihm sicher. Beschwerden von und über ihn gehören zur täglichen Arbeit dazu.

Aber was tun mit diesen Fällen? Es sind nur drei Schüler, aber diese Menge reicht bei einer Mittelschulklasse von 25, um den Lernfortschritt auf ein Minimum zu reduzieren, denn jede Unterbrechung, jede notwendige Disziplinierung bedeutet, dass hier Konzentration verloren geht. Das Denken muss neu angesetzt werden und das nervt. Unterrichtsstunden bestehen bis zu 80 Prozent aus Disziplinierung.

Ich weiß, was Sie jetzt denken: Rausschmeißen, Eltern verständigen. Danke für den Tipp, hat alles nicht geholfen. Die Schüler werden in anderen Fächern ohne langes Federlesen aus der Stunde geschmissen. Das sorgt allenfalls für Ruhe in der Klasse, aber nicht für Einsicht beim Schüler. Wer denkt denn ernsthaft, dass Rausschmeißen und der dadurch verpasste Stoff im 21. Jahrhundert noch eine Wirkung erzielt? Das hat die Generation „Castingshow“ versaut. Selbst Nachsitzen und über das eigene Verhalten reflektieren hat nichts gebracht. Ich selbst bin kein Fan des Rausschmeißens, weil es das Problem nicht löst. Es verlagert das Problem nur. Und zwei oder gar alle drei „Experten“ kann ich sowieso nicht gleichzeitig vor die Tür stellen. Die machen dann „La Paloma“. Verwirrend, aber doch nachvollziehbar: Wenn kein Unterricht ist und ich mich mit den Schülern unterhalte, sind sie ganz normal. Ganz gewöhnliche Kinder. Ihr Problem finde ich trotzdem nicht raus, weil sie es in der 5. Klasse selbst nicht wissen. Ich bin mir sicher: Es besteht aus mehreren Komponenten, aus häuslichen Erwartungshaltungen und Prägungen zuallererst.

Alles nur eine Phase oder ist der Zug der Vernunft schon abgefahren? Foto: Marko Hofmann

Alles nur eine Phase oder ist der Zug der Vernunft schon abgefahren? Foto: Marko Hofmann

Die Eltern zu verständigen, erzielt auch keinen Effekt. Die zeichnen die Tadel ab, reden mit den Kindern und das war es dann. Oder wie es mir eine Mutter sagte: „Zu Hause ist er immer einsichtig und verspricht, dass er in der Schule aufpasst. Aber ich habe ja keinen Einfluss darauf, was dort passiert.“ Dann sind eben die Elternhäuser das Problem, sagen Sie?

Kann gut sein. Unsere Kinder stammen für gewöhnlich nicht aus sozialschwachen Elternhäusern. Daran ist auch das Schulgeld  ein wenig „schuld“. Aber was heißt schon sozialschwach? Das hat ja nicht zwangsläufig einen Raufbold als Sohn oder eine Raufboldin als Tochter zur Folge. In Zeiten von Tausend und einem Erziehungsratgeber kann es auch sein, dass man sich hier vertan hat. Möglicherweise, weil es den Eltern abstruser vorkam, den Kopf einzuschalten als zu googeln. Oder manche Werte als nachrangig betrachtet wurden. Stichwort: „Das Kind muss sich noch früh genug unterordnen, da kann es jetzt so sein, wie es ist.“ Es gibt auch Eltern, die beide spätabends erst nach Hause kommen oder die ihrem Kind keinen Rhythmus geben. Wie oft habe ich von einem meiner drei Problemfälle schon gehört, dass er zu wenig geschlafen hat, weil er mit seiner Mutter noch bis 23 Uhr bei einer ihrer besten Freundinnen war. Wie heißt es doch gleich: „Da braucht man sich ja nicht zu wundern.“

Braucht man nicht, als Lehrer bleibt die Machtlosigkeit. Meine drei „Experten“ können wenig bis nichts dafür, dass sie so sind. In ihren ersten zehn oder elf Lebensjahren hatten sie wenig Einflussmöglichkeiten auf ihr Leben. Wenn sie mir Sätze wie „I like Kackwurst“ zurufen, wenn ich sie nach ihren Hobbys und Vorlieben befrage, dann weiß ich mehr über ihre Umwelt als über sie. Und sie wissen nicht, dass das, was sie hier von sich preisgeben, größer ist als der Spaßfaktor, den sie versuchen zu erzeugen. Als es einmal auf dem Schulhof Streit zwischen Gymnasiasten und Mittelschülern gab, kam meine Klasse halb aufgelöst in meinen Unterricht. „Die Gymnasiasten meinen, wir sind dumm, weil wir Mittelschüler sind.“ Als ich sie fragte, ob die Behauptung denn stimmte, nickte die Hälfte mit dem Kopf oder bejahte den Satz. Mein Lieblingssatz eines Schülers in diesem Schuljahr lautet übrigens: „Ich habe ihn nur Arschloch genannt, da hat er mir gleich ein paar geklatscht.“ Alles klar?

Aber auch wenn ich diese zehn Prozent visualisiere, würde ich nie andere verstehen können, die „nie als Lehrer arbeiten könnten“. Kinder sind Kinder und das war auch vor 20, 50 oder 100 Jahren so. Nie war eine komplette Kindergeneration ordentlich erzogen, weil Kinder nun mal zuallererst von Eltern erzogen werden. Ihr eigenes Kind würden sie allerdings nie als widerlich bezeichnen – ganz egal wie es sich benimmt.

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