Diesmal hat Leo die „Bild“-Gratis-Lektüre nicht bewältigt

Leo sitzt neben dem Papiercontainer, hat seine dicken Gartenhandschuhe an und liest was. So: Wusch -brummelbrumml - wusch - brumml - wuschwuschwusch. Leo wurde mal wieder von uns beauftragt, denn im Haus sind alle Briefkästen mit einer Sonderausgabe vollgestopft. "Bild" steht da drauf. Bilder sind drin. Hat sich die große Rummelzeitung wieder selbst beschenkt: Wusch-wusch-brumml-wusch.

Und vom Balkon schaut seine geliebte Bäckerin zu, wie er verzweifelt. „So schlimm ist es doch gar nicht.“ – Doch“, sagt er und stopft das Blatt mit hängenden Schultern in die blaue Tonne. Doch es scheint sich zu wehren, will nicht rein. Also nimmt er wieder den Handfeger: „Wirst du wohl! Aber kusch, Ruhe jetzt.“

Dann schlurft er genauso bedrippelt in den Keller. Man hört es gluckern. Da hat er seine Notration Flüssigkräuter stehen. Und dann kommt er heraus mit glasigen Augen, lässt sich in seinen Sessel fallen. Und ist platt. „Die wissen ja gaaaar nichts“, haucht er.

„Aber das wusstest du doch, Leo.“

„Ja“, sagt er. Und: „Ischkannswirklschnschmrr.“

Und nu? Wer schreibt was über die Gratis-Bild-in-alle-Briefkästen-zum-Tag-der-Deutschen-Einheit?

Bildblog vielleicht?

Bildblog hat schon geschrieben. Auch über die wundersame Bücherliste von Hellmuth Karasek, bei der die 25 Buchtipps möglicherweise von Karasek stammen, die Texte aber wohl eher vom Volontär geschrieben wurden. Oder irgendwo abgeschrieben. Warum „Bild“ die Liste freilich betitelte mit „25 Bücher auf Deutsch, die jeder gelesen haben sollte“, ist ein Rätsel. Hätte da nicht besser eine Empfehlungsliste mit Büchern deutscher Autoren entstehen sollen?

Aber „Bild“ will immer noch was anderes. Unter der bunten Schaumsoße schwappt eine ziemlich trübe Brühe, in der immer noch ein paar seltsame Brocken mittreiben, bei denen man sich fragt: Was beabsichtigen sie damit? (Mal abgesehen von dem Verdacht, dass die Liste so nicht vom gerade in der letzten Woche verstorbenen Karasek stammt, sondern ein bisschen aufgepeppt wurde.) Denn Franz Kafka war Tscheche (auch wenn er auf deutsch schrieb), geboren im kaiserlichen Österreich, Robert Musil war eindeutig Österreicher, Elfriede Jelinek ist noch immer Österreicherin, auch Joseph Roth war österreichischer Staatsbürger, bis ihn die Nazis ins Exil zwangen, und auch Handke ist Österreicher.

Deswegen steht wohl „Bücher auf Deutsch“ drüber. Aber was hat das mit 25 Jahren deutscher Einheit zu tun? Außer dass man bei „Bild“ nicht wirklich Bücher liest und eher im Nebel stochert, wenn es um Zuordnungen geht. Und einige Bücher natürlich weiträumig umschifft, weil sie nicht ganz ins biedere Weltbild passen. Es ist schon erstaunlich, dass Kurt Tucholsky überhaupt mit „Schloss Gripsholm“ in die Liste geraten ist. Wahrscheinlich hat Karasek den Titel wirklich genannt.

Aber die Löcher sind unübersehbar. Von Heinrich Mann taucht der „Professor Unrat“ auf, zwar ein sehr anzüglich schönes Buch, aber die Nennung schreit geradezu nach dem viel wichtigeren Heinrich-Mann-Titel: „Der Untertan“. Wenn es ein Buch aus Deutschland gibt, das Pflichtlektüre sein muss, dann dieses.

Aber man kennt ja inzwischen die Wahrnehmungsprobleme im Hause Springer. Heinrich Böll vermisst man in der Liste – das fällt richtig auf. Aber seinen Roman „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ hat man ihm bei Springer bis heute nicht verziehen. Genauso, wie Namen wie Brecht („Dreigroschenroman“) und Seghers („Das Siebte Kreuz“) hier fehlen. Dass es Remarque mit „Im Westen nichts Neues“ geschafft hat, verblüfft schon. Dafür fehlt Alfred Andersch, der allemal wichtiger ist als etwa Uwe Tellkamps weitschweifiger Dresden-Roman „Im Turm“.

Und wer schon Kafka aufführt, der kann eigentlich an Wolfram Koeppen nicht vorbei, dessen Roman „Das Treibhaus“ bislang so dicht wie kein anderer Roman die Politik der (alten Bonner) Bundesrepublik beschrieben hat. Mancher Name in der Liste wirkt wie eine Verlegenheitslösung, hineingestopft, um zu kaschieren, dass man einige Autoren aus Deutschland lieber nicht nennen wollte, Bobrowski zum Beispiel, dessen „Lewins Mühle“ dringend hätte genannt werden müssen.

Aber nicht nur diese „Karaseksche“-Leseliste ist löcherig bis fatal und erzählt viel mehr über die Blindstellen im Hause Springer als über das, was man wirklich gelesen haben sollte. Daneben stehen ja auch noch Veronica Ferres und Maria Furtwängler im Wald mit zahmer Wölfin und spielen irgendwie deutsche Weiblichkeit. Dass sie beide groß und blond sind – geschenkt. Den Wolf aber gibt’s nicht geschenkt, auch wenn sich Alexander von Schönburg (der nicht nur bei „Bild“ flotte bis übereifrige Kolumnen schreibt) darüber auslässt, wie deutsch der Wolf, der Wald und das Rotkäppchen sind.

Da hat er aber so ungefähr 200 Jahre Literaturwissenschaft gründlich verschlafen, denn so wie er es aufzählt, steht das „starke“ französische Rotkäppchen, das sich selbst befreit, neben dem deutschen Rotkäppchen, das vom Jäger befreit werden muss. Worauf Veronica Ferres sagen darf: „Bei uns haben Frauen eben artig zu sein, bei den Franzosen sind sie rebellisch und stark, wie Johanna von Orléans.“

Das ist das Frauenbild von Bild. Und von Veronica Ferres. So sehen die beiden die „Superweiber“ in Deutschland.

Dumm nur, dass das französische Rotkäppchen vorher da war und dann als deutsche Adaption in die Grimmsche Märchensammlung fand. Bei dieser Adaption ist aus dem starken ein schwaches Rotkäppchen geworden. Es wurde gezähmt. Als wären schon vor 200 Jahren die tapferen Schneiderlein der „Bild“ am Werk gewesen, um das rebellische Mädchen passend zu machen. Immerhin steht über dem Artikel: „Was ist deutsch?“

Das sei vorweggenommen: Das steht in der ganzen Gratiszeitung nirgendwo. Es ist nur wieder derselbe Aufguss dessen, was man sich im Hause Springer als passend zusammengesucht hat. Selbstbewusste Frauen gehören eher nicht dazu.

Und auch Alexander von Schönburg ist kein Belesener. Sonst wüsste er, dass der viel zitierte Tacitus ganz und gar nicht „Germanien erforschte“. Seine berühmten Historien hat er wohl eher aus den Büchern anderer Leute zusammengeschrieben, zum Leidwesen der Historiker, die auf diese Bücher nicht mehr zugreifen können, weil sie die Zeiten nicht überdauert haben. Tacitus – das ist Geschichte aus dritter Hand. Die „Germania“ ist alles andere als ein Forschungsbericht, eher eine Art „Gulliver“ des 1. Jahrhunderts, denn Tacitus beschrieb darin eine idealisierte Gesellschaft, bis zur Nasenspitze vollgestopft mit römischen Idealen von Helden- und Opfermut, stolzen Kriegern und straffen Hierarchien. Die ganzen „deutschen Ideale“ sind aufgestülpte römische Kriegerideale.

War das die Stelle, an der Leo verzweifelt ist?

Kann sein. Er hat seine Sprache noch nicht wiedergefunden. Er hat sich Thomas Brussigs „Helden wie wir“ geschnappt, denn eins hat er gelernt in seinem kugelrunden Leben: Gegen den ernst gemeinten Blödsinn hilft nur der klassische deutsche Schelmenroman, vom „Simplicissimus“ bis zum „Felix Krull“. Aber von Thomas Mann hat die oberflächliche Zeitung ja lieber den dicken „Zauberberg“ aufgenommen, nicht den viel typischeren deutschen Hochstapler-Roman. Und Klaus Mann vermisst man ganz und gar. Diese Nicht-Erwähnung schreit noch viel lauter als alle die anderen Nicht-Erwähnungen.

Der „Mephisto“ gehört hier zwangsläufig hin, quasi der Gegen-Eulenspiegel, der in seiner Dämonie genauso gründlich deutsch ist wie der „Taugenichts“ von Eichendorff.

Eigentlich gibt es nur zwei Erklärungen für diese schräge Lektüre-Empfehlung: Entweder hat sie Hellmuth Karasek gar nicht in dieser Form und zu diesem Zweck zusammengestellt. Oder sie war mal irgendwas anderes und wurde dann einfach passend gemacht, wie das Meiste in diesem Massenpostversand aus dem Hause Springer, wo man sich das deutsche Land schon immer irgendwie zurechtgebogen hat, bis es passte. Man lese nur die grauenvolle Schlager-Empfehlungsliste. Dann schon lieber mit Heino „Hoch auf dem gelben Wagen“ und nichts wie weg.

„Geht es Leo wieder gut?“

„Er ist eingeschlafen. Ich will ihn jetzt nicht aufwecken.“

„Und warum schnieft er so laut?“

„Hört sich so an. Stimmt. Aber irgendwie kichert er im Traum.“

Wir haben ihn lieber schlafen lassen.

Und dafür noch ein bisschen mit der blauen Tonne gekämpft, die irgendwie unter Verdauungsschwierigkeiten zu leiden schien.

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