Schlaglichter aus der 25. Ausgabe der LZ

Neu in der Leipziger Zeitung: Was alles weg ist…

Was die Welt untergehen lässt und wie sie wieder aufstehen kann, war der Themenschwerpunkt der 24. Ausgabe. In der 25. Ausgabe, die am Freitag, 13 November, erscheint, dreht sich alles ums Kopieren, Schummeln, Übernehmen, Zitieren. Die Leipziger Zeitung ging neben aktuellen Berichten aus dem Stadtrat, über legalen und illegalen Wegen des Zitierens auf den Grund, und hat noch weitere Themen auf dem Tableau.

Leipzig ist ein Zitat. Gern zitiert Stadt die Stadt auch. So ist es auch mit dem Fasching. Der 11. November gilt im Rheinland als Auftaktsdatum für die Karnevalszeit. Auch in Leipzig bürgerte sich diese Tradition inzwischen ein. Doch die Messestadt war nie eine Karnevalshochburg wie Köln, Mainz oder Düsseldorf.

Dass die Leipziger gern zitieren, um ihre Stadt zur Traufhöhe von Weltstädten wie Paris und Berlin zu erheben, macht der seit Jahren anhaltende „Hype“ um die Szenekultur deutlich – nur dass hier alles ein bisschen kleiner sein darf. Selbst der allmontägliche Umlauf von „besorgten Bürgern“ kupfert Titel und Anliegen aus Dresden ab – ein Name wie LEGIDA prägt sich ins geschichtliche Gedächtnis der Messestadt ein, als wäre sie ihr eigen.

Das geschah auch in der Vergangenheit in eine andere Richtung. Der in Leipzig weilende Johann Wolfgang Goethe zitierte die alte Geschichte des Dr. Faust und stanzte sie in zwei Bücher umfassende Verse. Ein anderer Fall aus Leipzig wird von Georg Büchner wiedergegeben: das Dramenfragment „Woyzeck“ bezieht sich auf einen Leipziger gleichen Namens, der 1821 eine Frau erstach und wegen dieser Tat 1824 öffentlich hingerichtet wurde.

Auch die Braukunst wird als vorgeblich urtypisch „Leipzig“ gemarkert. Wer aber die Leipziger Gose genießt, nimmt eigentlich ein flüssiges Zitat aus Goslar zu sich. Auch der viel gepriesene Kümmellikör „Echter Leipziger Allasch“ ist ein Mitbringsel aus Lettland, wo der Schnaps 1823 erfunden und erst 1830 während der Messe den Leipzigern vorgestellt wurde. Selbst die aktuell im Grassi Museum ausgestellten Musikmaschinen aus dem späten 19. Jahrhundert zitieren eigentlich andere Produkte, die bereits vorher schon woanders erfunden wurden. Selbst wenn es vielen Leipzigern nicht ganz bewusst ist, wenn sie den Ring umlaufen: für diese Stadtanlage stand indirekt Wien Pate.

Für den Leipziger Uni-Riesen war ein aufgeklapptes Buch Vorbild, das Gewandhaus selbst steht wie ein riesiger Dirigentenpult am Augustusplatz, der Bowlingtreff am Leuschnerplatz erinnert an eine Laterne. Selbst wenn die Leipziger Pop-Gruppe „Die Prinzen“ selbst nicht abkupferten, haben sie dennoch einen ihrer größten Erfolge mit dem Nachwende – Hit „Das ist alles nur geklaut“ fabriziert. Und wir haben uns für unser Schwerpunktthema „Klauen“ von Sebastian Krumbiegel & Co. „inspirieren“ lassen. Auch ganz schön, oder?

Die LZ - Ausgabe 25. Ab Freitag im Handel. Screen LEIPZIGER ZEITUNG

Die LZ – Ausgabe 25. Ab Freitag im Handel. Screen LEIPZIGER ZEITUNG

Eine Laterne auf dem Ruinenfeld

Neben dem Uni-Riesen und dem Gewandhaus ist wohl der Bowlingtreff am Leuschnerplatz Leipzigs bekanntestes Bauzitat. Woher es entlehnt wurde? Architekt Winfried Sziegoleit ließ sich von der Form der Laterne inspirieren. Wohingegen der Uni-Riese an ein aufgeklapptes Buch erinnert und das Gewandhaus an ein Dirigentenpult. Was aber mit dem Bowlingtreff geschehen soll, beschreibt ein großer Artikel auf Seite 7 der neuen LZ-Ausgabe.

Die Copy-Paste-Metropole

Wer schon einmal in Las Vegas war, stellt fest: von jedem Originalgebäude kann es auch einen Zwilling geben. Die Glücksspielmetropole zitiert unverhohlen die Highlights aus der internationalen Baugeschichte – angefangen von den ägyptischen Pyramiden bis hin um Eifelturm. Nur das bayrische Bier konnten die Amerikaner nicht nachäffen, und muss daher importiert werden. Dass aller Glanz nur Schein ist, hat auf Seite 11 Druckerschwärze in Form von Buchstaben, die nicht in alphabetischer Reihenfolge angeordnet sind, bekommen.

Der Fall „Duckload“ und Kinox.to

Streamingportale wie Duckload und Kinox.to kupfern Blockbuster ab und stellen sie kostenlos ins Internet. Das unerlaubte öffentliche Verbreiten von Filmen, wie im Übrigen auch von Texten und Musik, steht unter Strafe und ist kein Kavaliersdelikt. Spätestens seit der Festnahme vom Megaupload-Betreiber Kim Dotcom ist klar, dass Raubkopien jede Menge Probleme mit sich ziehen können – für die, die sie zugänglich machen und für die, die sie konsumieren. Auf Seite 12 werden zwei Fälle beschrieben, die sich um die Strafverfolgung von Streamingportal-Konsumenten und um die Macher des Streaming-Portals „Kinox.to“ drehen. Was Nutzer wie auch Macher erwartet, wurde ebenfalls zu Papier gebracht.

Ein dunkles Kapitel – NS-Raubgut an der Uni-Bibliothek

NS-Raubgut betrifft nicht nur Gemälde, Skulpturen und Grafiken, die ihren Besitzern zu NS-Zeiten entrissen oder billig abgekauft wurden. Unter Raubgut gelten auch Büchersammlungen, Handschriften, Akten und Archivalien. Wie in der Vergangenheit ein Forschungsprojekt an der Universitätsbibliothek für Aufklärung in dieser Frage sorgte und wie mit enteigneten Kulturgegenständen in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR umgegangen werden soll, erklären Cordula Reuß sowie Bibliotheksdirektor Ulrich Johannes Schneider auf Seite 13.

Auch die Ägyptologen hatten mit Rückforderungsansprüchen zu kämpfen

Das Ägyptische Museum feiert den 154. Geburtstag von Georg Steindorff. Er hinterließ dem Museum seine Sammlung von ägyptischen Alltagsgegenständen aus der Pharaonenzeit. Diese Sammlung hat aber eine turbulente Vergangenheit, denn die Erben der Steindorff-Sammlung und die Universität Leipzig stritten sich um den Verbleib der Sammlung. Denn diese wurde in der NS-Zeit günstig von dem Ägyptologen erworben. Die ganze Geschichte wird auf Seite 14 der neuen LZ-Ausgabe erzählt.

Auf Zitate-Jagd

Doktortitel bereichern den Namen. Dass sie in der Vergangenheit mit weniger rühmlichen Methoden erworben wurden, kam frühestens mit der Affäre Guttenberg ans Licht. Auch ein Leipziger Amtsleiter musste die Erfahrung machen, dass seine Doktorarbeit ein riesiges Zitat ist. Was das anrichten kann, erklärt SPD-Stadträtin Katharina Schenk auf Seite 15.

Ein großes Zitat

Autoren verfügen über die höhere Kunst des Abschreibens. Ganze Bücher entstanden aus Recherchen. Schriftsteller saugen sich nicht alles aus den Fingern. Oftmals stoßen sie auf ältere Werke und Geschichten, die zitiert werden. Nicht immer sind sie als Zitate klar ersichtlich. Warum das so ist, wird auf Seite 16 beschrieben.

Original und Fälschung – Wenn Inspiration zur Straftat wird

In der Kunstwelt wurde und wird gerne kopiert. Was noch zu Zeiten von Rembrandt und Canaletto als Kavaliersdelikt galt, das beide Meister geschickt für ihre eigenen Marketingstrategien nutzten, gilt heute als strafbar. Der Fall Beltracchi zeigt, wie jüngst mit Fälschern umgegangen wird und dass die Aufklärungsquote recht marginal ausfällt. Was unter Fälschungen verstanden und wie damit umgegangen wird, ist im Kulturteil auf Seite 17 Thema.

Ein Fahnenstreit um die Roma-Flagge

Am 9. November wurde Leipzigs OB Jung ein Brief zugestellt in dem die Initiative „Leipzig Korrektiv“ um Richard Gauch zum alljährlichen Hissen der Fahne der Roma und Sinti am 8. April aufruft. Was Richard Gauch mit seinem Vorstoß bezweckt, was die Roma-Fahne bedeutet und wie die Stadt Leipzig auf den Brief reagiert, steht auf Seite 10 der neuen LZ beschrieben.

Elegante ZickZack-Muster

Art déco ist weg, ist aber immer noch da – oder gab es die Stilrichtung überhaupt? Was hinter „Art déco“ steckt und bei näherer Betrachtung zum Vorschein kommt, zeigt die aktuelle Ausstellung im Grassi Museum. Auf Seite 19 steht das Warum.

Grenzgänger für die Karriere

Zahlreiche Nationalspieler der DDR-Fußballclubs verschlug es nach dem Mauerfall in den westlichen Teil der wiedervereinten Bundesrepublik. Nicht wenige von ihnen machten sogar Karriere. Wie erfolgreich eigentlich der Bundesliga-Fußball dank der Grenzgänger wurde, wird in vielen Porträts auf Seite 21 im Sportteil angeschnitten.

Weitere Themen sind u.a.: Schuldenfalle Altersarmut – Leipziger Rentner haben eine geringere Lebensqualität – Seiten 1 und 3 +++ Gesetzlos und arm: Das soziale Umfeld prägt Kriminalität entscheidend mit Seiten 1 und 10 +++ Helmut Schmidt verpaffte – Eine Karikaturkondolenz von Schwarwel – Seite 2 +++ Rätselhafter Anstieg: Immer mehr Kinder haben Diabetes Typ 1 +++ Für legale Graffiti: Eine Leipziger Koordinierungsstelle wird aufgebaut – Seite 2 +++ Kaufkraft in Leipzig steigt leicht: Neuer Handelsatlas der IHK Leipzig belegt auch Zunahme der Großverkaufsflächen – Seite 2 +++ Der Stadtrat tagte: Was Stadtpolitiker verstimmte, bestimmten und abstimmten – Seite 4 +++ Damit es nicht nass werde: Freistaat investiert in Hochwasserschutz – Seite 5 +++ Innovation als Motor: Sachsens Wirtschaft boomt – Seite 5 +++ Faire Vergütung gewünscht: Das Urhebervertragsrecht hat Anpassungsprobleme – Seite 5 +++ Steuerbetrug und Selbstanzeigen: Wenn das Finanzamt zweimal klingelt – Seite 6 +++ Der Bau kann beginnen: Gohlis bekommt eine Moschee – Seite 6 +++ Mitarbeiterin der Woche: Im Interview Ganna Renkachyshska vom EMP-Laden – Seite 8 +++ Nichts geht über Kontrolle: Kulturgutschutzgesetz wird vom Kunsthändlerverband kritisiert – Seite 8 +++ Hamburg, Mon Amour – Ein Reisebericht aus Hamburg – Seite 9 +++ Ein Fahnenstreit – Warum die Roma-Flagge nicht vorm Rathaus gehisst wird +++ Seite 10 +++ Vom Fischteich zur Hafenstadt: Die Entwicklung des Leipziger Gewässernetzes – Seite 14 +++ Culture-topia: Politik der Verdächtigung – Seite 16 +++ Zum Zeichnen angestachelt: Künstlerin Elisabeth Wolf entdeckt die Malerei – Seite 18 +++ Clash der Generationen: Mozart-Oper polarisiert noch heute – Seite 18 +++ Eine Herkulesaufgabe: Wie das Thomaskantorat ausgefüllt werden muss – Teil 2 des Interviews mit Thomaskantorat-Geschäftsführer Stefan Altner – Seite 19 +++ Kulturtipps der Woche – Seite 20 +++ Bewegungsmelder: Sieben Siege und eine Niederlage: L.E. Volleys haben Interessantes vor – Seite 22 +++ Wochenende: Dagobert Dachs und Willibald Wiesel sowie Schwarwel zur Asylpolitik – Seite 23 +++ Wochenende: Bilderrätsel und Verkaufsstellen – Seite 24 +++

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Am heutigen Abend endete die euro-scene Leipzig unter dem Motto „Parallelwelten“ mit drei Tanzstücken von Angelin Preljocaj, einem der bekanntesten Choreografen Frankreichs. Das Ballet Preljocaj aus Aix-en-Provence lässt in einer Soirée Preljocaj die vielseitigen Parallelwelten des Choreografen mit Anklängen an das klassische Ballett bis hin zu einer äußerst modernen Tanzsprache lebendig werden.
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Foto: Jan Kaefer

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Künstlergespräch am 12. November: Tim Eitel im Gespräch mit Jeannette Stoschek
Tim Eitel, Reflector. Quelle: MdbK

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Der heute in Paris lebende Maler Tim Eitel (*1971), der an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert und 2001 seinen Meisterschülerabschluss bei Arno Rink gemacht hat, präsentiert im MdbK seine erste Einzelausstellung in Leipzig. Tim Eitel schafft in seiner Malerei Analogien zur Realität und konstituiert aus gesehenen und erlebten Situationen fiktive Parallelwelten. Alles in seinen Bildern beruht auf Begegnungen, fotografisch festgehaltenen Objekten oder real existierenden Räumen.
Am Dienstag werden an der Diakonie am Thonberg zwei barrierefreie Sitzgelegenheiten eingeweiht
So sieht eine integrative Sitzbank aus. Foto: Norbert Mihailuk

Foto: Norbert Mihailuk

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Archivfoto: Ralf Julke

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