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Sonntag, der 24. Januar 2021: Jeder achte Leipziger überschuldet

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    Jeder achte Leipziger über 18 Jahre ist überschuldet. Dies behauptet das Inkassounternehmen Creditreform in seinem jüngst erschienenen Schuldneratlas. Außerdem: Am Donnerstag sollen die verschärften Corona-Regeln in Kraft treten. Die L-IZ fasst zusammen, was am Sonntag, den 24. Januar 2021, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

    Neue Corona-Regeln ab 28. Januar

    Die neuen Corona-Regeln sollen in Sachsen am 28. Januar in Kraft treten. Dies teilte Ministerpräsident Michael Kretschmer auf dem sozialen Netzwerk „Instagram“ mit. Das Kabinett werde am Dienstag, 26. Januar 2021, über die neue Corona-Schutzverordnung beraten. Neben den bisherigen Beschränkungen sind einige Verschärfungen geplant. So werden beispielsweise beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln nur noch medizinische Schutzmasken und FFP2-Masken zu tragen sein. Die Maßnahmen werden bis zum 14. Februar befristet sein.

    Schuldner-Hotspot Leipzig

    Jeder achte Leipziger ist überschuldet. Dies geht aus dem Schuldneratlas des Inkassodienstleisters Creditreform hervor. Die Schuldnerquote liegt demnach bei 12,45 Prozent (2019: 12,81 Prozent) und ist damit die Höchste in der Region und in Sachsen. Auch im Vergleich aller Städte mit über 400.000 Einwohnern über 18 Jahre zählt demnach Leipzig zu den Großstädten mit dem höchsten Verschuldungsgrad in Deutschland und bleibt, wie in den letzten Jahren, auf dem vierten Rang.

    Im Landkreis Nordsachsen ist die Schuldnerquote auf 11,03 Prozent (2019: 11,23 Prozent) gesunken. Die Schuldnerquote im Landkreis Leipzig geht leicht zurück auf 9,66 Prozent (2019: 9,83 Prozent). Der Schuldneratlas definiert Überschuldung als einen Zustand, bei dem die Ausgaben einer Person über 18 Jahre dauerhaft höher sind als die Einnahmen.

    In der Region Leipzig sind die Überschuldungsfälle und die Überschuldungsquoten zum zweiten Mal in Folge rückläufig, konstatieren die Autoren. Die Verbraucher seien in der momentanen Situation deutlich vorsichtiger bei ihren Ausgaben geworden. Staatliche Hilfsmaßnahmen hätten bislang soziale Auswirkungen abgefedert. Doch bereits jetzt würden sich finanzielle Überlastungen andeuten, die zeitlich versetzt zu einem Anstieg der Überschuldungsfälle führen werden.

    Dabei seien einkommensschwächere Personengruppen von den Auswirkungen der Coronakrise stärker betroffen als „Gutverdiener“. Insbesondere der Gruppe der Kleinstunternehmer, Soloselbstständigen und Freiberufler, die aktuell deutliche Einschränkungen hinnehmen müssen, drohe die Überschuldung durch eine gescheiterte Selbstständigkeit.

    Worüber die LZ heute berichtete: Ralf Julke berichtete über den Versuch, im städtischen Quartalsbericht die Arbeit der unterbesetzten Polizei zu entschlüsseln. Außerdem wertete der LZ-Chefredakteur die amtliche Statistik auf Aussagen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie hin aus.

    Apropos Zahlen: Die Stadt hat das Statistische Jahrbuch 2020 veröffentlicht.

    Was morgen passieren wird: Der Landtag hat eine öffentliche Anhörung zum Doppelhaushalt 2021/2022 anberaumt. Ab 10 Uhr werden sich Experten zu dem Regierungsentwurf äußern.

    Geladen sind unter anderem Vertreter des Sächsischen Landkreistags und des Sächsischen Städte- und Gemeindetags.

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