Artikel zum Schlagwort Schulden

Creditreform SchuldnerAtlas 2017

Gerade in den ärmsten Leipziger Ortsteilen ist die Überschuldung am höchsten

Grafik: Creditreform

Für alle LeserEs ist kein Zufall, dass die Creditreform Leipzig Niedenzu KG am selben Tag, als in Leipzig das „Bündnis gegen Wucher“ gegründet wurde, auch die Überschuldungszahlen für Leipzig und Region veröffentlicht hat. Denn viele Menschen mit Dauerschulden stecken nun einmal in saftigen Knebelverträgen. Gleichzeitig gehören sie meist auch zum Klientel der ewigen Niedrigverdiener. Wer eh nichts hat, zahlt doppelt und dreifach. Und kommt meist aus eigener Kraft nicht mehr aus der Misere. Weiterlesen

Überschuldung als Folge auseinanderdriftender Löhne

Schuldenprobleme wachsen gerade in der Mittelschicht und auch in Leipzig ändert der Wirtschaftsaufschwung gar nichts

Grafik: Creditreform

Für alle LeserDie regionalen Ergebnisse wird es zwar erst im Januar geben, teilte Creditreform im November mit, als man den neuen Schuldneratlas für die Bundesrepublik veröffentlichte. Aber aus den auf Bundes- und Länderebene ermittelten Schuldenquoten wird sichtbar, wie groß die Probleme der Bürger sind, ihr Leben zu finanzieren. Mit einer Überschuldung durch zu viel Konsum hat das meistens wenig zu tun. Und auch wenn die Regionalergebnisse noch ausstehen, wird sichtbar: Wirklich entspannt hat sich die Lage 2017 auch in Leipzig nicht. Weiterlesen

„Raus aus der Schuldenfalle - P-Konto, InsO & Co“

Informationsveranstaltung der Verbraucherzentrale Sachsen im Haus der Jugend Leipzig

Foto: Ralf Julke

Am 27.03.2017 startet das Beratungszentrum Leipzig mit einer neuen Reihe von Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen des Verbraucheralltags im Haus der Jugend in der Axis-Passage in Leipzig. Die Experten der Verbraucherzentrale Sachsen werden künftig einmal im Quartal Rede und Antwort zu Problemstellungen in den Bereichen Schuldenprävention, Finanzdienstleistungen, Ernährung und Fragen des Verbraucherrechts stehen. Weiterlesen

Sächsischer Rechnungshof hat mal wieder den Kommunalbereich begutachtet

Verschieben sächsische Kommunen tatsächlich ihre Schulden in lauter Schattenhaushalte?

Foto: Ralf Julke

Welchen Sinn haben eigentlich Rechnungshöfe, wenn sie doch nur die Politik des Finanzministers nachplappern und Rügen verteilen, die eher an die Schönheitswettbewerbe des Bundes der Steuerzahler erinnern, als an eine echte Finanz- und Lastenprüfung? So ein Glanzstück hat am Donnerstag, 8. Dezember, Karl-Heinz Binus, Präsident des Sächsischen Rechnungshofes, abgeliefert. Weiterlesen

Niedrige Einkommen werden zur Schuldenfalle

Immer mehr Leipziger rutschen in die dauerhafte Überschuldung ab

Karte: Creditreform SchuldnerAtlas

Es liegt nicht nur am ausufernden Konsum, wie gern behauptet wird. Und auch nicht daran, dass sich Haushalte mit Konsumentenkrediten übernehmen. Es liegt auch am Wesen einer Gesellschaft, die ganze Einkommensschichten in Einkommensarmut stürzt – und trotzdem die Abgaben und Beiträge immer weiter erhöht. Selbst an der steigenden Schuldnerquote zeigt sich, wie Deutschland auseinanderdriftet. Und wie Leipzig regelrecht auseinanderfällt. Weiterlesen

Sachsens nicht existierende Nachhaltigkeits-Politik, Teil 4

Von soliden Finanzen, klammen Kommunen und ein paar Feigenblättchen in Sachen Selbstverantwortung und Bürgerengagement

Grafik: Freistaat Sachsen, Nachhaltigkeitsbericht

Hat Sachsen eigentlich eine nachhaltige Finanzpolitik? Das erfährt der Leser des Ersten sächsischen Nachhaltigkeitsberichtes nicht – obwohl sich ein ganzes Kapitel der „Nachhaltigen Finanzpolitik“ widmet. Und verglichen mit den Schuldenbergen anderer Länder sieht Sachsens Bilanz scheinbar ganz ordentlich aus. Nachhaltig, nennt das auch gern der Finanzminister. Aber das ist es nicht mal ansatzweise. Weiterlesen

Schulden machen krank

Aktionstag zum Thema „Schulden und Insolvenz“ der Verbraucherzentrale Sachsen

Es ist für viele ein Tabuthema und doch Realität: Die Rechnungen stapeln sich, dennoch versucht man, jeden Zahlungstermin einzuhalten. Dafür nimmt man fast jeden Job an, doch irgendwann streikt der Körper und mit ihm das Bankkonto, das immer mehr ins Minus rutscht. Am 07. Juni 2016 stehen die Schuldner- und Insolvenzberater der Verbraucherzentrale Sachsen deshalb als wirksame Medizin mit Rat und Tat zur Seite. Von 8 bis 18 Uhr beantworten sie an einem Informationsstand vor dem Jobcenter Leipzig alle Fragen zu den Themen Schulden und Insolvenz. Weiterlesen

CDU und SPD würden es jetzt doch gern wissen

Warum rutschen immer noch so viele Sachsen in die Schuldenfalle?

Foto: Ralf Julke

Ganz unbeachtet blieb das Thema nicht, das wir an dieser Stelle nun seit Jahren beackern: Warum rutschen immer mehr Sachsen in Schulden? Warum können sie ihren Strom, ihre Wohnung, ihre Krankenkasse nicht mehr bezahlen, obwohl doch die Arbeitslosigkeit sinkt und die Durchschnittsgehälter steigen? Das beunruhigt sogar SPD und CDU, die jetzt einen gemeinsamen Berichtsantrag im Landtag gestellt haben. Weiterlesen

Prekäre Einkommen, überteuerte Krankenkassen

Immer mehr Menschen in Sachsen und Thüringen rutschen in die Schuldenfalle Krankenversicherung

Foto: Ralf Julke

Wenn ein System für große Teile der Bevölkerung nicht funktioniert, muss man es reparieren. Das gilt auch für das Krankversicherungssystem. Immer mehr Sachsen rutschen in die Falle, zum Beitragsschuldner der Krankenkasse zu werden, weil es für prekäre Zeiten und Ausnahmesituationen keine Übergangsregeln gibt. Eine Pflichtsatzbemessung nach oft utopischen Beitragssätzen macht die Betroffenen zu Schuldnern. Und es werden immer mehr. Weiterlesen

Schluss mit dem Wahnsinn: Teil 1 einer Buchbesprechung

Die Welt auf der Kippe oder warum man die Macht nicht den Lügnern und Betrügern überlassen darf

Foto: Ralf Julke

Wenn ein bekannter Journalist wie Peter Seewald offiziell zum Katholiken wird, dann sorgt das für Aufregung im Medienwald. Immerhin hat er für "Spiegel", "Stern" und "Süddeutsche" geschrieben. Das Rauschen war entsprechend laut. Aber der Mann hat Gründe. Gute Gründe, die eigentlich lauter schlechte Gründe sind. Und mit Jakob Seewald zusammen hat er sie einfach mal gesammelt. Weiterlesen

Folgen langjähriger Niedriglohnpolitik

Leipzig bleibt die Schuldnerhauptstadt in Sachsen

Karte: SchuldnerAtlas, Creditreform

Was macht man eigentlich, wenn die paar Kröten, die man als Minijobber, Jobcenter-Kunde oder Minirentner bekommt, nicht dazu ausreichen, um auch mal Notfälle abzupuffern? Man landet dort, wo man eigentlich nicht landen will: in Schulden. Und zwar ohne echte Aussicht, sie jemals abtragen zu können. Auch in Leipzig ein wachsendes Problem, aber es betrifft das ganze kleine Königreich Sachsen. Weiterlesen

Altersarmut wird immer öfter zur Schuldenfalle

Leipziger Schuldnerquote ist im zurückliegenden Jahr weiter gestiegen

Grafik: Creditreform

LeserclubMit Schulden ist das so eine Sache: Die Einen lassen sich jeden Euro verbriefen und treiben ihn mit Zins und Zinseszins wieder ein. Und die Anderen werden gleich so miserabel bezahlt, dass sie schon beim kleinsten Malheur in die Schuldenfalle geraten. Das sind dann meist die, die von Creditreform regelmäßig im SchuldnerAtlas Deutschland erfasst werden. Und die Nachricht dürfte durchaus alarmieren: Die Schuldnerquote ist 2015 wieder gestiegen. Weiterlesen

Workshops für junge Leute, die kurz vorm Ausflug ins eigene Leben stehen

Bevor junge Leipziger eine Zwangsräumung erleben, können sie mit der LWB das Ding mit dem Wohnen und Mieten lernen

Foto: Ralf Julke

Kann man Wohnen lernen? Muss man Wohnen lernen? Irgendwie schon. Dieser Gedanke reifte so langsam bei der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB). Zahlen gab es. Auch bei den LWB beobachtete man seit Jahren den Trend steigender Zwangsräumungen. Aber man schaute noch etwas genauer hin und erschrak ein wenig, denn die meisten Zwangsgeräumten waren ausgerechnet junge Leute zwischen 18 und 34 Jahren. Weiterlesen

Ein Finanzreport aus dem Hause Bertelsmann

Sind die Kassenkredite der Kommunen das Problem oder sind es die falsch verteilten Steuereinnahmen?

Foto: Ralf Julke

Am Freitag, 14. August, veröffentlichte die Bertelsmann-Stiftung ihren neuesten "Kommunalen Finanzreport", ein 164-Seiten-Werk, das die Finanzlage der deutschen Kommunen unter die Lupe nimmt - ihre Ausgaben, ihre Einnahmen, ihre Zuweisungen und die Entwicklung ihrer Schulden. Die Bertelsmann-Stiftung zieht das Fazit "Wenig Hoffnung für notleidende Städte und Kreise". Für Susanna Karawanskij heißt das Fazit: "Probleme der Kommunalfinanzen verschärfen sich". Weiterlesen

Profitieren von der Schwäche der anderen

Griechenland-Krise hat dem deutschen Staatshaushalt schon jetzt 100 Milliarden Euro erspart

Foto: Ralf Julke

Das Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle ist in den vergangen Jahren nicht unbedingt mit griechenlandfreundlichen Kommentaren aufgefallen. Aber wenn es um Geld geht, dann sind die dortigen Forscher in ihrem Metier. Dann rechnen sie auch dem verbiesterten deutschen Finanzminister vor, dass Deutschland an der Griechenlandkrise seit fünf Jahren richtig viel Geld verdient hat. Weiterlesen

Mehr Geld für Schulen, Kitas, Straßen

SPD- und Linkfraktion beantragen gemeinsam eine Drosselung des Leipziger Schuldenabbaus

Foto: Ralf Julke

Woher das Geld nehmen, wenn man's dringend braucht? Zum Beispiel zum Schulenbauen. Oder für Kitas, Straßen, Brücken. Eigentlich hat Leipzig das Geld, finden Linksfraktion und SPD-Fraktion. Sie haben jetzt einen gemeinsamen Antrag vorgelegt, die Entschuldung der Stadt in den nächsten Jahren um 60 Millionen Euro zu drosseln. Steffen Wehmann, Sprecher für Haushaltspolitik der Linksfraktion, rechnet mal vor. Weiterlesen

Unter Bankern. Eine Buchbesprechung in zwei Teilen (2)

Wenn Amoralität die Demokratie zerfrisst

Foto: Ralf Julke

Aber wurde die Entwicklung zu immer riskanteren Finanzprodukten bewusst so eingeleitet? War kriminelle Energie am Werk, fragt sich Joris Luyendijk in seinem Buch "Unter Bankern" immer wieder. Denn damit, die Banker einfach alle zu Bestien zu erklären, wollte er sich nicht zufrieden geben. Ein Thema beunruhigte ihn schon frühzeitig: Das war das alles umfassende Schweigen rund um die Banken. Weiterlesen

Unter Bankern. Eine Buchbesprechung in zwei Teilen (1)

Regiert die Gier die Londoner City oder ist es viel schlimmer und niemand sitzt im Cockpit?

Foto: Ralf Julke

Warum kam es 2008 zum Beinahe-Crash des internationalen Finanzsystems, zu dem, was wir heute so lax "die Finanzkrise" nennen? Was ist da passiert? Waren Zocker, Spinner, Ganoven dran schuld? Übermütige Banker, die sich an keine Regeln mehr halten? Joris Luyendijk, studierter Ethnologie und Journalist aus den Niederlanden wollte es gern wissen. Der "Guardian" machte es möglich. Weiterlesen