In Hanau selbst, aber auch andernorts wurde heute an die Opfer des rechtsterroristischen Anschlags vor sechs Jahren erinnert. Viele Menschen kamen zum Gedenken im Leipziger Rabet zusammen. Und: In Großbritannien wurde der Bruder des britischen Königs und ehemalige Prinz wegen mutmaßlicher Verwicklungen in den Epstein-Skandal festgenommen. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 19. Februar 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Hanau-Gedenken in Leipzig
Nach erster Schätzung von vor Ort etwa 500 Personen kamen am Donnerstagabend ab 18:00 Uhr im Leipziger Rabet zusammen, um gemeinsam an den rassistisch und rechtsterroristisch motivierten Anschlag im hessischen Hanau vor genau sechs Jahren zu erinnern. Die Initiative „hanau.gedenken.leipzig“ hatte auf Instagram einen Aufruf zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung geteilt.

Am 19. Februar 2020 hatte ein deutscher Staatsbürger in Hanau neun Menschen aus rassistischer Motivation heraus ermordet, ehe der 43-Jährige in der elterlichen Wohnung seine Mutter und sich selbst tötete. Vor wenigen Wochen erlag zudem ein Überlebender, Ibrahim Akkuş, mit 70 Jahren den Spätfolgen der Schüsse in einer Bar.
Sowohl der Polizeieinsatz an jenem Abend als auch zahlreiche Pannen und Missstände, wie etwa ein verschlossener Notausgang in dem betroffenen Lokal, sind bis heute Gegenstand vieler offener Fragen. Einen Gerichtsprozess und juristische Konsequenzen gab es in den sechs Jahren seit dem grauenvollen Abend bislang nicht. Auch in Hanau selbst und weiteren Orten im Land wurde heute mit Versammlungen und Demos der Opfer gedacht.
An seinem Geburtstag: Bruder des britischen Königs im Zusammenhang mit Epstein-Skandal festgenommen
Seinen 66. Geburtstag dürfte er sich anders vorgestellt haben: Der ehemalige britische Prinz Andrew Mountbatten-Windsor wurde am Donnerstagmorgen durch die Polizei festgenommen. Dies berichtet die Tagesschau.
Der Bruder von König Charles III. (77) wird des Fehlverhaltens in einem öffentlichen Amt verdächtigt. Demnach soll er in seiner ehemaligen Funktion als Handelsbeauftragter vertrauliche Unterlagen an den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953–2019) weitergeleitet haben. Dies wäre ein Verstoß gegen Richtlinien, die Handelsgesandte zur strikten Verschwiegenheit im Zusammenhang mit bei ihren Reisen erlangten Informationen verpflichten.
Eine Stellungnahme des Verdächtigen lag zunächst nicht vor. Das Königshaus äußerte im Namen von Charles III., dass man besorgt sei, umfassend mit den Behörden kooperieren werde und das Gesetz seinen Lauf nehmen müsse. Für die Royals gilt Andrew Mountbatten-Windsor wegen seiner Verbindungen zu Epstein mittlerweile als Belastung, seinen Prinzentitel und diverse Privilegien hat der 66-Jährige bereits verloren.
Hintergrund des Geschehens ist der Skandal um den US-Finanzmanager Jeffrey Epstein, der durch den Aufbau eines Rings zur sexuellen Ausbeutung traurige Bekanntheit erlangte. 2008 war der bestens vernetzte Multimillionär verurteilt worden. Im August 2019 fand man ihn nach seiner erneuten Verhaftung tot in der New Yorker Gefängniszelle auf, ehe es wieder zu einem Prozess kommen konnte. Doch Epsteins Verbindungen in höchste Kreise und das Auftauchen neuer, möglicher Opfer sorgen weiterhin für Schlagzeilen.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Konjunkturumfrage im IHK-Bezirk Leipzig zum Jahresbeginn: Miese Stimmung, fehlende Aufbruchsignale
Attacke auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien, Teil 1: Das sogenannte Netzpaket
Hallo Leipzig: So startet Donnerstag, der 19. Februar 2026
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Was sonst noch wichtig war:
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