In Connewitz brannten in der Nacht vier Pkw. Außerdem wurden 25 Afghanen, darunter drei zuletzt in Sachsen lebende, vom Flughafen Leipzig/Halle aus abgeschoben. Und: Aus Neustadt in Sachsen werden Schüsse in einem Wohngebiet mit mindestens zwei Toten gemeldet. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 28. April 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Vier Wagen in Connewitz abgebrannt, Polizei ermittelt

Es ist ein leidiges Thema in Leipzig: Autobrände. Am frühen Dienstagmorgen standen im Stadtteil Connewitz vier Pkw in Flammen. Auf Anfrage bestätigte die Polizeidirektion, dass es sich um Wagen vom Typ VW ID.3 handelte. Es waren von den Leipziger Stadtwerken genutzte Autos.

Der Ort des Geschehens befindet sich am rückseitig gelegenen Parkplatz eines Gebäudes an der Kreuzung Karl-Liebknecht-Straße, Ecke Eichendorffstraße, welches heute ein Fitnessstudio und Büroräume beherbergt.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung eingeleitet. Im Netz kursiert ein mutmaßliches Bekennerschreiben, das die Tat mit Plänen rechtfertigt, in Leipzig ein Forschungszentrum für die Rüstungsindustrie aufzubauen.

Start in Leipzig/Halle: Deutschland schiebt 25 Afghanen ab

Der Flughafen Leipzig/Halle wurde erneut zum Ausgangsort einer brisanten Abschiebemaßnahme: In der vergangenen Nacht brachte ein von der Bundesregierung organisierter Charterflug von hier aus 25 Afghanen zwangsweise nach Kabul.

Nach Angaben des sächsischen Innenministeriums befanden sich auch drei ausreisepflichtige Männer in der Maschine, die zuletzt im Freistaat gelebt hatten und Straftaten begangen haben sollen: „Die Täter wurden wegen unterschiedlicher Delikte verurteilt, unter anderem wegen Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit“, so die offizielle Mitteilung. Laut Bundesinnenministerium sollen alle Abgeschobenen straffällig gewesen sein.

Rückführungen nach Afghanistan sind wegen der Menschenrechtslage in dem Land, das seit Sommer 2021 wieder von den islamistischen Taliban beherrscht wird, öffentlich umstritten. Doch eine Vereinbarung Deutschlands mit dem Regime ermöglicht offenbar inzwischen auch Abschiebemaßnahmen ohne Einschaltung vermittelnder Drittstaaten. Zuletzt waren Ende Februar 20 Personen von Leipzig/Halle aus nach Afghanistan gebracht worden.

Neustadt in Sachsen: Großeinsatz nach Schüssen mit zwei Toten

Schocknachricht aus Neustadt in Sachsen: In einem Wohngebiet wurden zwei Tote sowie eine schwerverletzte Person aufgefunden. Darüber berichtet unter anderem der MDR.

Bei den Toten handelt es sich laut Polizeidirektion Dresden um eine Frau (48) und einen Mann (54), die schwerverletzte Person sei eine 49 Jahre alte Frau. Sie wurde in eine Klinik gebracht. Nach aktueller Kenntnis habe es eine Auseinandersetzung gegeben, bei der auch Schüsse fielen, heißt es. Hinweise darauf hätten die Polizei am Nachmittag via Notruf erreicht, woraufhin auch Spezialkräfte in Gang gesetzt wurden. Die Mordkommission in Dresden übernahm die Ermittlungen.

Aktuell ist die Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz und die Ermittlungen zum Hintergrund des Geschehens laufen. Gefahr für die Bevölkerung soll keine bestehen.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

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Was sonst noch so los war:

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Die Bundesregierung plant eine Abgabe auf zuckergesüßte Getränke.

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