Bei den einen klapperts, bei den anderen knallts und manche pfeifen auf dem letzten Loch. Zum wiederholten Mal wurde im Leipziger Umland mit Sprengstoff Geld aus dem Fahrkartenautomaten abgehoben. Der große Abstiegsknall droht hingegen den SC DHfK-Handballern, die schon wieder patzten. Ob mit rauschendem Bach oder frischer Brise: bundesweit klappern bald wieder die Mühlen. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 22. Mai 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Schon wieder Fahrkartenautomat gesprengt

Merksatz: Ein Fahrkartenautomat ist keine Geldautomat! Doch offenbar sehen das nicht alle so. Denn schon wieder wurde ein Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn in die Luft gesprengt. Wie die Polizeidirektion Leipzig heute vermeldete, erwischte es diesmal das Gerät am Bahnhof in Taucha. Um die 25.000 Euro Schaden haben der oder die Täter dabei verursacht, wird mitgeteilt. Die Ermittlungen laufen.

Aber das sind nicht die einzigen. Denn erst am letzten Sonntag hatte es an der S-Bahn-Haltestelle Markkleeberg-Nord ebenfalls gekracht. „Gegen 2 Uhr sprengten unbekannte Täter vermutlich mit einem pyrotechnischen Gegenstand einen Fahrkartenautomaten in der Leipziger Straße“, hatte es dazu seitens der Polizei geheißen. Dabei hatten die Ermittler doch erst einen Automatensprenger gefasst und vor Gericht gebracht.

Der Prozess gegen den 30-jährigen Angeklagten läuft aktuell noch am Leipziger Landgericht. Fünf gesprengte Fahrkartenautomaten gehen auf dessen Kosten. Beute: knapp 16.000 Euro. Schaden: knapp 104.000 Euro. Keine gute Geschäftsidee. Die LZ berichtet über diesen Fall.

Wieder nix: SC DHfK-Handballer mit Heimpleite

Am Ende standen die Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig doch wieder mit leeren Händen da. Gegen den Tabellen-Sechsten MT Melsungen gab es eine 27:33-Heimniederlage. Die Chance auf den Klassenerhalt ist bei nur noch zwei verbleibenden Spieltagen zunehmend theoretischer Natur. Dabei hatte der gestrige Handballabend für die Grün-Weißen mit einigen Erfolgserlebnissen begonnen. Vor knapp 4.500 Zuschauenden in der hiesigen Arena legten sie treffsicher vor und hielten nach der ersten Viertelstunde einen Drei-Tore-Vorsprung.

Mit dieser Vorlage waren die Gäste aus Melsungen zunächst eine Weile beschäftigt. Erst in der 25. Minute gelang ihnen beim 10:11 erstmals eine Führung. Auch wenn die Leipziger noch zweimal ausgleichen konnten, gingen sie mit einem 12:13-Rückstand in die Halbzeitpause. Was zu diesem Zeitpunkt noch knapp wirkte, entpuppte sich gleich nach Wiederbeginn bereits als Wendepunkt des Spiels. Nicht einmal vier Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als es bereits viermal im Tor des SC DHfK eingeschlagen hatte. Ein eigener Treffer stand nicht zu Buche, so dass Leipzig nun einem Rückstand von fünf Toren hinterherlaufen musste.

Dieses Wettrennen war nicht mehr zu gewinnen. Der Ansatz eines Hoffnungsschimmers beim 17:19 (41.) erlosch schnell. Denn rasch zog die MT wieder auf und davon, brachte teilweise acht Tore Puffer zwischen sich und die zusehends verzweifelnden Grün-Weißen. Der 27:33-Endstand sorgte einmal mehr für Ernüchterung. Um überhaupt noch eine Chance auf Verbleib in Liga 1 zu haben, muss beim nächsten Spiel in Lemgo (3. Juni) mindestens einer, besser natürlich zwei Punkte her. Zudem dürfen die beiden anderen Abstiegskandidaten Wetzlar und Minden ihrem Punktekonto selbst nichts Zählbares mehr hinzufügen. Es muss also viel Hoffnung investiert werden. Aber diese stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Wenn’s klappert – Mühlentag!

Pfingsten ist nicht nur WGT. Und wer statt schwarz lieber weiß sieht, kann am Pfingstmontag alternativ auf den Pfaden des Mehls wandeln. Oder anders gesagt: Es ist wieder Deutscher Mühlentag! Zu diesem laden die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. sowie ihre Landes- und Regionalverbände bundesweit in insgesamt rund 650 historische Mühlen ein.

„An diesem besonderen Tag lassen die zahlreichen Wind- und Wasser-, Dampf- und Motormühlen des Landes ihre Flügel und Wasserräder drehen. Die Mühlenbetreiber setzen die Mahlgänge in Betrieb und gewähren den Mühleninteressierten einen tieferen Einblick in das Kulturgut Mühle und das alte Müllerhandwerk“, verspricht die DGM.

Leipzig geht mit der Dölitzer Wassermühle ins Rennen – die letzte ihrer Art in der Stadt. Interessierte erwarten hier „wieder viele Kunsthandwerker und Kunsthandwerkerinnen mit einem vielseitigem Angebot. Freuen Sie sich auch auf Eichsfelder Bratwurst, Mühlenbowle, Kuchen, Theater, stündliche Führungen, Mühlenquiz und vieles vieles mehr!“, locken die Veranstalter. Das Spektakel dauert von 11 bis 18 Uhr. Zu finden ist die Wassermühle im alten Vierseithof an der Vollhardtstraße 16. In der näheren Umgebung laden darüber hinaus an diesem 25. Mai insgesamt 18 nordsächsische Mühlen zur Landpartie. Von A wie Audenhain bis Z wie Zwochau ist einiges dabei.

„Unsere historischen Mühlen sind weit mehr als technische Denkmale; sie prägen die sächsische Heimat und sind wichtige Anziehungspunkte für kulturbegeisterte Gäste. Ich freue mich, dass dieses Kulturgut – die ‚älteste Maschine der Menschheit‘ – durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher erhalten und gelebt wird“, zeigt sich auch die sächsische Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) vom Mühlentag begeistert.

Impressionen vom Wave-Gotik-Treffen

Damit aber auch die Menschen mit der „schwarzen Seele“ nicht zu kurz kommen, seien hier noch ein paar WGT-Impressionen geteilt:

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Hallo Leipzig: So startet das Pfingstwochenende 2026

Kommentar: Erkenntnisproblem oder Unverständnis für Probleme: Was meint Friedrich Merz?

Einladung zur kostenfreien Exkursion in die Papitzer Lachen: Die Vielfalt der Amphibien entdecken

Was sonst noch wichtig war:

Ein Auto-Klassiker steht vor einem Comeback. Citroen hat angekündigt, seinen liebevoll „Ente“ genannten 2CV wieder auferstehen zu lassen – als Elektro-Version!

Die Zahl der in Deutschland gebauten Wohnungen ist auf den niedrigsten Stand seit 2012 gefallen. Im vergangenen Jahr waren es 206.600 gebaute Einheiten, das sind 18 Prozent weniger als noch 2024.

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, 5.000 zusätzliche Soldaten in Polen stationieren zu wollen. Begründet habe er das mit seinem guten Verhältnis zum polnischen Präsidenten Karol Nawrocki.

Bei zwei Angriffen in Honduras sind mindestens 25 Menschen erschossen worden. Vermutet werden Banden, die um die Kontrolle von Palmölplantagen konkurrieren. Einer der tödlichen Angriffe fand auf einer solchen Plantage im Norden des Landes statt.

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