Forscher*innen mehrerer Hochschulen, darunter die Universität Leipzig, kommen zu dem Ergebnis, dass Ostdeutsche in Spitzenpositionen immer noch deutlich unterrepräsentiert sind – auch wenn es eine positive Tendenz gibt. Außerdem: Im Leipziger Osten startet Anfang September das Stadtteilfestival „Ostlichter“ und mehrere hundert Ukrainer*innen waren anlässlich des Unabhängigkeitsfeiertages auf der Straße. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, 24. August 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Ostdeutsche sind in Führungspositionen weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Das geht aus einem neuen Buch hervor, an dem unter anderem Forscher*innen der Universität Leipzig beteiligt waren. So ist der Anteil Ostdeutscher an Spitzenpositionen in Politik, Wirtschaft, Kultur, Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und weiteren Bereichen von 2018 zu 2024 von 10,9 Prozent lediglich auf 12,1 Prozent gestiegen.

Laut den Forschenden gibt es vor allem in Wissenschaft und Verwaltung einen spürbaren Anstieg. In den meisten Bereichen gebe es aber nur geringe Fort- oder sogar Rückschritte. Grundlage ist das Projekt „Elitenmonitor“, in dem seit 2022 systematisch Daten zur Elitenstruktur in Deutschland erfasst werden.

Die Forscher*innen sehen verschiedene Möglichkeiten, die Repräsentanz Ostdeutscher zu erhöhen, beispielsweise durch bessere Werbung für Stipendien in unterrepräsentierten Regionen oder mehr Behörden in Ostdeutschland. Eine Ost-Quote hingegen habe wenig Unterstützung bei Eliten und in der Bevölkerung.

Stadtteilfestival „Ostlichter“ startet bald

Auch in diesem Jahr findet in Leipzig wieder das Stadtteilfestival „Ostlichter“ statt. Vom 3. September bis 4. Oktober sind an mehr als 60 Orten über 100 Veranstaltungen geplant. Wie der Name es schon verrät, finden diese im Leipziger Osten statt, also in Schönefeld, Mockau, Paunsdorf, Anger-Crottendorf und weiteren Gebieten.

Das Programm bietet dabei ein breites Spektrum aus Konzerten, Open-Air-Kino, Hörspaziergängen, Theater, Ausstellungen, Stadtteil- und Familienfesten, Livehörspielen, historischen und tänzerischen Stadtteilrundgängen, Lesungen und Workshops.

Brand in Magdeburger Krankenhaus

In einem Patientenzimmer im Klinikum Cracau in Magdeburg hat es am Vormittag einen Brand gegeben. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. Eine Person direkt im Zimmer wurde durch das Einatmen der Gase schwer verletzt und musste intensivmedizinisch behandelt werden. Wie der MDR berichtet, geht das Krankenhaus wegen der starken Rauchentwicklung von einem Millionenschaden aus.

Zwischenzeitlich mussten ungefähr 70 Patient*innen das Krankenhaus aus Sicherheitsgründen verlassen. Mittlerweile konnten sie wieder zurückkehren, befinden sich aber teilweise auf anderen Stationen. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen noch.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

über die neue Spielzeit der Oper,

über fehlende Komensationsflächen in Leipzig und

über das Wanderprojekt „Unfuck Germany“.

Was heute außerdem wichtig war:

Anlässlich des heutigen Unabhängigkeitstages der Ukraine versammelten sich auf dem Augustusplatz am Montagnachmittag circa 600 Personen. Organsiert wurde die Veranstaltung von dem Freundeskreis der Ukrainer. Die Organisatoren dankten der Stadt Leipzig und den Leipziger*innen für die zahlreiche Unterstützung. Es wurde eine Gedenkminute abgehalten für die Opfer des russischen Angriffkrieges.

Mark Aretz, Honorarkonsul von Estland in Leipzig, wies in seiner Rede die Kritik zurück, dass Russland provoziert werden würde, wenn die Ukraine umfangreicher unterstützt werden würde. Nur aus der Position der Stärke könne Russland zum Frieden gezwungen werden, widersprach er den Kritikern.

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