In der letzten Nacht hob am Flughafen Leipzig/Halle erneut ein Abschiebeflieger nach Afghanistan ab. 22 Männer wurden zurückgebracht. Und: Die am gleichen Ort gefundene Sprengstoff-Drohne von Anfang August soll nach Ansicht der Bundesregierung mutmaßlich auf einen russischen Geheimdienst zurückgehen. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 1. September 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Flughafen Leipzig/Halle: 22 Männer nach Afghanistan abgeschoben

Erneut hob in der vergangenen Nacht ein Abschiebeflug mit dem Ziel Afghanistan von Leipzig/Halle aus ab. Wie die Leipziger Volkszeitung unter Verweis auf eine Information des Bundesinnenministeriums berichtet, wurden 22 Afghanen, die sich zuletzt in zwölf verschiedenen Bundesländern aufhielten, zwangsweise zurückgeschickt. Die Männer sollen straffällig gewesen sein, unter anderem wegen Mordes, versuchten Totschlags, Raubes und schwerer Brandstiftung.

Erst Ende August hatte es eine Sammelabschiebung von Leipzig aus nach Afghanistan gegeben. Derartige Rückführungen sind wegen des seit fünf Jahren erneut in Afghanistan herrschenden Regimes der Taliban umstritten: Kritiker sehen durch die Kooperation Deutschlands mit den Islamisten deren Aufwertung, obgleich sie für gravierende Menschenrechtsverstöße, unter anderem gegen Frauen und Mädchen, verantwortlich gemacht werden. Offiziell hat die Bundesregierung das Regime zwar bislang nicht anerkannt, trifft aber trotzdem Absprachen.

Drohnen-Vorfall: Bundesregierung sieht Russland verantwortlich

Wir bleiben beim Thema Flughafen Leipzig/Halle: Nach dem Anschlagsversuch vor gut vier Wochen verdichten sich Hinweise, dass von einer russischen Urheberschaft ausgegangen wird. So berichtete heute zunächst die Bild-Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass die Spur der Sprengstoff-Drohne mutmaßlich zu einem russischen Geheimdienst führen soll.

Bislang hatte die Bundesregierung eine klare Zuordnung der Täterschaft vermieden und sprach lediglich von „fremden Mächten“, die möglicherweise hinter dem Vorfall stecken würden. Anfang August war am Airport Leipzig/Halle, der als Drehkreuz für Waffenlieferungen an die Ukraine gilt, eine Drohne mit Sprengstoff entdeckt worden. Deren Ziel könnte ein ukrainisches Antonow-Frachtflugzeug gewesen sein.

Die Medienberichte, wonach die Bundesregierung Russland hinter dem Drohnen-Vorfall sieht, bestätigten sich am späten Nachmittag. Bundesaußenminister Johann Wadephul  (63, CDU) und sein Kabinettskollege, Innenminister Alexander Dobrindt (56, CSU) äußerten sich entsprechend auf einer Pressekonferenz.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

ADFC startet Fahrradklima-Test 2026: Wie fahrradfreundlich ist Leipzig?

Verbraucherpreise August 2026: Wie die fossilen Brennstoffe die Lebenserhaltungskosten der Sachsen in die Höhe treiben

Hallo Leipzig: So startet Dienstag, der 1. September 2026

Zum Antikriegstag 1. September: Der Leipziger Wolfgang Zarnack steckt mittendrin in 53 Folgen gegen den Krieg

Ein weiteres Stück Leipziger musikalischer Stadtgeschichte: Leipziger Notenbogen wird am 6. September eröffnet

Was sonst noch so los war:

Zwei Freibäder in Leipzig öffnen länger als geplant.

In der Richard-Lehmann-Straße wurde heute ein Radfahrer leicht verletzt.

An einem brandenburgischen Umspannwerk wurden Sprengvorrichtungen entdeckt.

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar