Hausratversicherungen 2026 – Kosten im Vergleich

Zuletzt aktualisiert:  03.10.2026

Hausratversicherungen Kosten 2026: Wie viel kostet guter Schutz wirklich?

Die Kosten einer Hausratversicherung gehören zu den wichtigsten Fragen vor dem Vertragsabschluss. Eine pauschale Antwort wie „eine Hausratversicherung kostet 50 Euro im Jahr“ wäre allerdings fachlich zu kurz gegriffen. Wohnfläche, Wohnort, Versicherungssumme, Tarifumfang, Selbstbeteiligung und Zusatzleistungen können den Beitrag erheblich verändern.

Aktuelle Preisbeispiele der Versicherer verdeutlichen die Spannbreite: AXA nennt für eine konkrete Beispielkonstellation einen Einstiegspreis von 1,56 Euro pro Monat, HUK-COBURG bewirbt ein Beispiel mit 26 Euro Jahresbeitrag, während die Allianz ihren Basis-Tarif anhand einer anderen Musterberechnung ab 3,21 Euro monatlich ausweist. Diese Werte sind ausdrücklich keine Markt-Durchschnittspreise, sondern Beispielbeiträge mit unterschiedlichen Voraussetzungen.

Aus finanzieller Sicht sollte deshalb nicht ausschließlich der niedrigste Beitrag entscheiden. Entscheidend ist vielmehr die Frage, welcher Versicherungsschutz im Verhältnis zum tatsächlichen Wert des Hausrats benötigt wird und welche Risiken der Vertrag abdeckt.

Stand der Preis- und Tarifangaben: September 2026.

Hausratsverischerung Kosten und Fakten im Test.

Was kostet eine Hausratversicherung 2026?

Schon wenige öffentlich ausgewiesene Tarifbeispiele zeigen, wie stark sich die Hausratversicherungen Kosten unterscheiden können. Dabei lässt sich aus einzelnen Einstiegspreisen kein seriöser allgemeiner Durchschnitt ableiten.

Anbieter Offizielles Preisbeispiel Wesentliche Voraussetzungen des Beispiels
AXA ab 1,56 €/Monat 30 m² Mietwohnung, 19.500 € Versicherungssumme, 300 € Selbstbeteiligung, Tarif S, jährliche Zahlweise
HUK-COBURG 26 €/Jahr 50 m² Wohnfläche, 35.000 € Versicherungssumme, Classic ohne Zusatzbausteine, keine Selbstbeteiligung, jährliche Zahlweise
Allianz ab 3,21 €/Monat 40 m² Wohnfläche, 26.000 € Versicherungssumme, Basis-Tarif, 150 € Selbstbehalt, dreijährige Vertragslaufzeit

Die Beispiele stammen jeweils von den offiziellen Produktseiten der Versicherer.

Die unterschiedlichen Zahlen zeigen gleichzeitig ein zentrales Problem vieler Preisvergleiche: Ein Beitrag ist ohne die zugehörigen Vertragsparameter kaum aussagekräftig.

Ein Tarif mit 300 Euro Selbstbeteiligung lässt sich beispielsweise nicht unmittelbar mit einem Tarif ohne Selbstbeteiligung vergleichen. Ebenso wenig ist ein Vertrag für eine 30-m²-Wohnung mit einer Versicherungssumme von 19.500 Euro sinnvoll mit dem Beitrag für ein 100-m²-Einfamilienhaus vergleichbar.

Bei der Allianz zeigt sich dieser Effekt innerhalb desselben Produktangebots besonders deutlich. Für ein Beispiel mit einer 40-m²-Wohnung nennt das Unternehmen mindestens 3,21 Euro monatlich. Für ein weiteres Beispiel mit einem 100-m²-Einfamilienhaus, 65.000 Euro Versicherungssumme und Komfort-Tarif werden dagegen mindestens 13,35 Euro monatlich ausgewiesen.

Finanziell sinnvoll ist daher eine andere Herangehensweise:

Nicht zuerst nach dem günstigsten Beitrag suchen, sondern zunächst den benötigten Versicherungsschutz bestimmen.

Erst wenn Versicherungssumme, versicherte Gefahren, Selbstbeteiligung und relevante Zusatzbausteine feststehen, werden Tarifpreise tatsächlich miteinander vergleichbar.

Außerdem sollte berücksichtigt werden, dass eine Hausratversicherung grundsätzlich freiwillig ist. AXA weist auf seiner Produktseite ausdrücklich darauf hin, dass keine Versicherungspflicht besteht. Wirtschaftlich kann die Absicherung dennoch relevant sein, wenn der komplette Hausrat nach einem größeren Schaden nicht ohne erhebliche finanzielle Belastung ersetzt werden könnte.

 

Welche Faktoren bestimmen die Kosten einer Hausratversicherung?

Der Beitrag wird nicht zufällig festgelegt. Versicherer kalkulieren das versicherte Risiko anhand verschiedener Merkmale. Die konkrete Gewichtung unterscheidet sich zwar je nach Unternehmen und Tarif, mehrere Faktoren finden sich jedoch regelmäßig in den veröffentlichten Tarifinformationen.

1. Wohnfläche und Versicherungssumme

Eine größere Wohnung enthält typischerweise mehr Hausrat und führt häufig zu einer höheren Versicherungssumme. Dadurch kann auch der Versicherungsbeitrag steigen.

Die Versicherungssumme bezeichnet den maximal vereinbarten Betrag, bis zu dem der Versicherer im Schadenfall leistet. AXA beschreibt sie entsprechend als Höchstbetrag der möglichen Entschädigung und empfiehlt, dass die Gesamtsumme dem Neuwert des kompletten Hausrats entsprechen sollte.

Bei der Allianz wird in mehreren Tarifen beispielsweise mit 650 Euro Versicherungssumme je Quadratmeter Wohnfläche gerechnet. Bei 60 m² ergeben sich damit 39.000 Euro. Wichtig ist jedoch: Dieser Wert ist eine konkrete Kalkulations- beziehungsweise Tarifempfehlung dieses Versicherers und kein automatisch für sämtliche Hausratversicherungen geltender Marktstandard.

2. Wohnort

Auch die Adresse beeinflusst die Kosten der Hausratversicherung.

Die Allianz nennt den Wohnort ausdrücklich als einen ihrer Preisfaktoren und verweist unter anderem darauf, dass Risiken wie Einbruch oder Unwetterschäden regional unterschiedlich ausfallen können. HUK-COBURG nennt ebenfalls Wohnort und Versicherungssumme als beitragsrelevante Faktoren.

Deshalb kann dieselbe Wohnungsgröße bei unterschiedlichen Adressen zu unterschiedlichen Beiträgen führen.

3. Gewählter Tarif

Versicherer bieten häufig mehrere Leistungsstufen an. Je umfangreicher der Schutz, desto höher kann der Beitrag ausfallen.

Ein gutes Beispiel liefert die Allianz mit verschiedenen Tarifstufen von Basis bis Premium. Bereits innerhalb desselben Versicherers unterscheiden sich sowohl Leistungsumfang als auch Beispielbeiträge erheblich.

Der reine Preisvergleich zwischen zwei Tarifen ist daher nur sinnvoll, wenn auch die jeweiligen Versicherungsbedingungen gegenübergestellt werden.

4. Selbstbeteiligung

Mit einer Selbstbeteiligung beziehungsweise einem Selbstbehalt trägt der Versicherte einen vereinbarten Teil eines Schadens selbst.

Das kann die laufende Versicherungsprämie reduzieren. Allianz nennt die Selbstbeteiligung ausdrücklich als Faktor für die Beitragshöhe und weist darauf hin, dass ein Selbstbehalt den Monatsbeitrag reduzieren kann.

Finanziell entsteht hier ein klassischer Zielkonflikt: Ein niedrigerer laufender Beitrag bedeutet im Schadenfall eine höhere Eigenleistung.

5. Zusatzbausteine

Auch zusätzliche Leistungen können die Prämie erhöhen.

Je nach Versicherer können beispielsweise Fahrradschutz, Elementarschutz oder Glasversicherung ergänzend angeboten werden. AXA nennt unter anderem Fahrrad-, Glas- und Elementarschutz als mögliche Zusatzbausteine.

Solche Erweiterungen sollten nicht automatisch hinzugebucht werden. Entscheidend ist, ob das entsprechende Risiko für den eigenen Haushalt wirtschaftlich relevant ist.

 

Versicherungssumme richtig wählen: Warum der billigste Tarif teuer werden kann

Die Höhe der Versicherungssumme gehört zu den finanziell wichtigsten Punkten einer Hausratversicherung. Wer den Betrag ausschließlich reduziert, um einige Euro Prämie zu sparen, riskiert im ungünstigsten Fall eine unzureichende Absicherung.

Zum Hausrat können deutlich mehr Werte gehören, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Dazu zählen beispielsweise:

  • Möbel und Einrichtungsgegenstände,
  • Fernseher, Computer und Unterhaltungselektronik,
  • Kleidung und Schuhe,
  • Küchengeräte,
  • Haushaltsgeräte,
  • Bücher,
  • Fahrräder,
  • Teppiche,
  • persönliche Gegenstände sowie
  • je nach Vertragsbedingungen bestimmte Wertsachen.

Relevant ist grundsätzlich nicht nur der aktuelle Gebrauchtwert. Hausratversicherungen sind typischerweise darauf ausgelegt, versicherte Sachen im Schadenfall entsprechend den jeweiligen Vertragsbedingungen zum Neuwert zu ersetzen. Allianz beschreibt den Schutz ebenfalls in diesem Zusammenhang mit einer Entschädigung zum Neuwert innerhalb der vereinbarten Grenzen.

Damit wird schnell deutlich, weshalb selbst ein scheinbar durchschnittlicher Haushalt auf einen beachtlichen Gesamtwert kommen kann.

Beispiel einer Quadratmeterberechnung

Die Allianz empfiehlt in ihren Standardtarifen beispielsweise mindestens 650 Euro Versicherungssumme je Quadratmeter.

Für eine Wohnung mit 80 m² würde sich nach dieser konkreten Anbieterlogik folgende Rechnung ergeben:

80 m² × 650 € = 52.000 € Versicherungssumme

Bei 100 m² wären es:

100 m² × 650 € = 65.000 € Versicherungssumme

Die Allianz verbindet die entsprechende Quadratmeterberechnung in ihren genannten Tarifen mit einem Unterversicherungsverzicht. Für den Premium-Tarif verwendet der Versicherer allerdings eine andere Summe von 1.300 Euro pro Quadratmeter.

Damit zeigt sich gleichzeitig, weshalb Verbraucher nicht einfach irgendeinen pauschalen Quadratmeterwert aus dem Internet übernehmen sollten. Entscheidend sind immer die konkreten Versicherungsbedingungen des gewählten Tarifs.

Besonders aufmerksam sollte der Hausrat bewertet werden, wenn sich hochwertige Gegenstände in der Wohnung befinden. Schmuck, teure Unterhaltungselektronik, Designermöbel, Musikinstrumente oder umfangreiche Sammlungen können den Gesamtwert erheblich erhöhen.

Unsere finanzielle Einschätzung lautet deshalb: Die Versicherungssumme sollte nicht von der gewünschten Prämie rückwärts berechnet werden. Zuerst sollte der realistische Wert des Hausrats ermittelt werden. Erst danach lässt sich beurteilen, welcher Tarif diesen Wert zu angemessenen Kosten absichert.

 

Welche Leistungen sollten bei einem Preisvergleich berücksichtigt werden?

Eine günstige Hausratversicherung ist nur dann wirtschaftlich attraktiv, wenn sie die Risiken abdeckt, die tatsächlich abgesichert werden sollen.

Bei klassischen Hausratversicherungen gehören je nach Tarif unter anderem Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus nach einem Einbruch zum versicherten Spektrum. Allianz führt diese Gefahren beispielsweise für ihre Hausrattarife auf. AXA nennt unter anderem Feuer, Sturm, Einbruchdiebstahl und Leitungswasser.

Darüber hinaus können sich Tarife jedoch deutlich unterscheiden.

Elementarschäden

Starkregen, Überschwemmungen und weitere Naturgefahren sind ein besonders wichtiger Prüfpunkt. Verbraucher sollten nicht automatisch davon ausgehen, dass jeder Basistarif alle denkbaren Naturereignisse umfasst.

AXA führt Elementarschutz beispielsweise als wählbaren Zusatzbaustein auf.

Ob eine solche Erweiterung benötigt wird und welche Ereignisse konkret eingeschlossen sind, muss anhand der Versicherungsbedingungen geprüft werden.

Fahrraddiebstahl

Auch Fahrräder können einen erheblichen Teil des Hausratwertes darstellen. Entscheidend ist jedoch, wann und wo ein Diebstahl versichert ist und welche Entschädigungsgrenzen gelten.

Die Allianz zeigt in ihren offiziellen Preisbeispielen, dass zusätzlicher Fahrradschutz den Beitrag verändern kann. Ein dort dargestelltes Beispiel mit Smart-Tarif, größerer Wohnfläche und Fahrradbaustein liegt bei mindestens 9,51 Euro monatlich. Wegen der gleichzeitig unterschiedlichen Wohnfläche, Versicherungssumme und Personendaten lässt sich der Aufpreis für den Fahrradschutz daraus allerdings nicht isoliert berechnen.

Genau diese Differenzierung ist bei Versicherungsvergleichen entscheidend.

Grobe Fahrlässigkeit

Auch der Umgang mit grob fahrlässig verursachten Schäden sollte geprüft werden. AXA weist beispielsweise darauf hin, dass entsprechende Schäden in bestimmten Tarifvarianten mitversichert sein können.

Hier sollte nicht nur darauf geachtet werden, ob der Begriff in der Leistungsübersicht erscheint. Entscheidend sind mögliche Entschädigungsgrenzen und die konkreten Versicherungsbedingungen.

 

Hausratversicherung günstiger machen: 5 sinnvolle Stellschrauben

Wer die Kosten der Hausratversicherung senken möchte, sollte nicht einfach wichtige Leistungen streichen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Beitrag systematischer zu optimieren.

1. Selbstbeteiligung bewusst wählen

Eine Selbstbeteiligung kann den Versicherungsbeitrag reduzieren.

Sie sollte jedoch so gewählt werden, dass der Betrag jederzeit aus den eigenen finanziellen Reserven getragen werden kann.

Wer beispielsweise einen relativ hohen Selbstbehalt vereinbart, sollte kleinere Schäden nicht als primären wirtschaftlichen Nutzen der Versicherung betrachten. Die Police schützt dann stärker vor größeren finanziellen Belastungen.

2. Versicherungssumme realistisch festlegen

Eine unnötig hohe Versicherungssumme kann den Beitrag verteuern. Eine zu niedrige Summe kann dagegen problematisch werden.

Die Allianz weist ausdrücklich auf diesen Zusammenhang hin: Eine zu niedrig angesetzte Versicherungssumme kann zu Unterversicherung führen, während eine unnötig hohe Summe den Beitrag erhöhen kann.

Ziel ist daher nicht die niedrigste, sondern eine realistische Versicherungssumme.

3. Zusatzbausteine nach Bedarf auswählen

Nicht jeder Haushalt benötigt dieselben Erweiterungen.

Wer beispielsweise kein wertvolles Fahrrad besitzt, muss einen umfangreichen Fahrradschutz anders bewerten als jemand mit mehreren hochwertigen Fahrrädern. Gleiches gilt für Glas- oder Elementarbausteine.

4. Zahlungsweise vergleichen

Preisbeispiele sind nur vergleichbar, wenn die Zahlungsweise identisch ist.

Das AXA-Beispiel von 1,56 Euro monatlicher Belastung basiert laut Anbieter auf jährlicher Zahlweise. Auch das HUK-Beispiel von 26 Euro verwendet jährliche Zahlung. Die Allianz nennt in ihrem Basis-Beispiel hingegen monatliche Zahlweise.

Schon deshalb sollten Verbraucher nicht lediglich Monatsbeträge aus Werbeaussagen nebeneinanderstellen.

5. Preis und Leistung gemeinsam vergleichen

Ein Tarif für 25 Euro jährlich ist nicht automatisch wirtschaftlicher als einer für 50 Euro.

Wenn der teurere Vertrag beispielsweise relevante Risiken besser abdeckt oder höhere Entschädigungsgrenzen bietet, kann das Preis-Leistungs-Verhältnis trotzdem attraktiver sein.

Für die persönliche Entscheidung sollten deshalb mindestens Versicherungssumme, Selbstbeteiligung, versicherte Gefahren, Leistungsausschlüsse, Entschädigungsgrenzen und Zusatzbausteine miteinander verglichen werden.

 

Wann ist eine günstige Hausratversicherung zu günstig?

Aus Finanzsicht sollte eine Hausratversicherung vor allem ein Risiko absichern, dessen Eintritt den eigenen Haushalt finanziell spürbar belasten würde.

Nehmen wir einen Haushalt mit Möbeln, Kleidung, Unterhaltungselektronik, Computern, Haushaltsgeräten und persönlichen Gegenständen. Müssen große Teile dieses Besitzes nach einem versicherten Totalschaden gleichzeitig neu angeschafft werden, können erhebliche Kosten entstehen.

Die relevante Frage lautet deshalb weniger:

„Wie bekomme ich die billigste Hausratversicherung?“

Sondern vielmehr:

„Welches finanzielle Risiko möchte ich zu welchem Preis übertragen?“

Genau darin liegt die wirtschaftliche Funktion einer Versicherung.

Eine sehr niedrige Prämie kann hervorragend sein, wenn der Tarif trotzdem den benötigten Schutz bietet. Problematisch wird der niedrige Preis dagegen, wenn er nur durch eine unpassende Versicherungssumme, eine hohe Selbstbeteiligung oder das Weglassen wichtiger Leistungen zustande kommt.

Umgekehrt bedeutet ein höherer Preis nicht automatisch besseren Schutz. Verbraucher sollten auch keine Zusatzleistungen bezahlen, die für ihre persönliche Situation kaum relevant sind.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis entsteht daher dort, wo Beitrag, Versicherungssumme und Risikoprofil zusammenpassen.

Die öffentlich sichtbaren Preisbeispiele von AXA, HUK-COBURG und Allianz machen deutlich, wie verschieden solche Konstellationen aussehen können. Einstiegsbeiträge reichen bei den ausgewählten Beispielen von weniger als zwei Euro monatlich bis zu deutlich höheren Beiträgen für größere Wohnungen, umfangreichere Tarife und zusätzliche Leistungen.

Eine pauschale Aussage über den „richtigen Preis“ wäre deshalb unseriös. Ein belastbarer Vergleich funktioniert erst mit konkreten Angaben zur Wohnung und zum gewünschten Versicherungsumfang.

Hier finden Sie eine Liste mit einigen Versicherungsunternehmen, die Hausratversicherungen anbieten:

  • Allianz: www.allianz.de
  • AXA: www.axa.de
  • CosmosDirekt: www.cosmosdirekt.de
  • HUK-Coburg: www.huk.de
  • R+V Versicherung: www.ruv.de

 

Hausratversicherungen Kosten richtig bewerten: Beitrag ist nur die halbe Rechnung

Die Kosten einer Hausratversicherung können bei einfachen Beispielkonstellationen vergleichsweise niedrig ausfallen. Aktuelle offizielle Anbieterbeispiele zeigen Beiträge von 26 Euro pro Jahr bei HUK-COBURG, 1,56 Euro monatlicher Belastung in einem konkreten AXA-Beispiel und 3,21 Euro monatlich im dargestellten Allianz-Basisbeispiel. Die Berechnungsgrundlagen unterscheiden sich jedoch erheblich.

Deshalb sollten diese Zahlen nicht als allgemeiner Preismaßstab interpretiert werden.

Für eine finanziell sinnvolle Entscheidung empfehlen wir eine Reihenfolge aus vier Schritten:

  1. Wert des Hausrats realistisch ermitteln.
  2. Existenzielle beziehungsweise finanziell relevante Risiken bestimmen.
  3. Passenden Leistungsumfang und Selbstbehalt festlegen.
  4. Erst anschließend vergleichbare Tarife preislich gegenüberstellen.

Damit verschiebt sich der Fokus vom niedrigsten Beitrag auf das tatsächliche Preis-Leistungs-Verhältnis.

Eine Hausratversicherung ist zwar keine Pflichtversicherung, sie kann aber besonders dann sinnvoll sein, wenn ein vollständiger oder größerer Verlust des eigenen Hausrats nicht problemlos aus vorhandenen Rücklagen finanziert werden könnte.

Wer dagegen ausschließlich nach dem niedrigsten Werbepreis sucht, vergleicht möglicherweise Tarife, die überhaupt nicht dieselbe Absicherung bieten.

 

FAQ: Häufige Fragen zu den Kosten einer Hausratversicherung

Wie viel kostet eine Hausratversicherung im Monat?

Es gibt keinen allgemeingültigen Monatsbeitrag. Aktuelle Anbieterbeispiele reichen beispielsweise von 1,56 Euro monatlicher Belastung bei AXA unter konkreten Voraussetzungen bis zu 3,21 Euro monatlich für das genannte Allianz-Basisbeispiel. Andere Wohnsituationen und leistungsstärkere Tarife können deutlich teurer sein.

Wie viel kostet eine Hausratversicherung im Jahr?

Auch der Jahresbeitrag hängt von Tarif, Wohnort, Wohnfläche, Versicherungssumme und weiteren Faktoren ab. HUK-COBURG nennt derzeit beispielsweise einen Jahresbeitrag von 26 Euro für eine konkrete Musterkonstellation mit 50 m² Wohnfläche und 35.000 Euro Versicherungssumme. Das ist ein Anbieterbeispiel und kein allgemeiner Durchschnittswert.

Wird eine Hausratversicherung mit größerer Wohnung teurer?

Die Wohnfläche beziehungsweise die daraus abgeleitete Versicherungssumme kann den Beitrag beeinflussen. Allianz und AXA nennen die Wohnungsgröße beziehungsweise Versicherungssumme ausdrücklich als Faktoren für die Beitragsberechnung.

Kann eine Selbstbeteiligung die Hausratversicherung günstiger machen?

Ja. Eine vereinbarte Selbstbeteiligung kann den laufenden Beitrag reduzieren. Dafür muss der Versicherungsnehmer im Schadenfall den vereinbarten Eigenanteil selbst tragen. Allianz nennt die Selbstbeteiligung ausdrücklich als preisbeeinflussenden Faktor.

Welche Versicherungssumme ist bei einer Hausratversicherung sinnvoll?

Die Versicherungssumme sollte sich am tatsächlichen Neuwert des versicherten Hausrats orientieren. Manche Versicherer verwenden dafür Quadratmeterpauschalen. Allianz rechnet in mehreren Tarifen beispielsweise mit 650 Euro je Quadratmeter und verbindet dies unter bestimmten Tarifvoraussetzungen mit einem Unterversicherungsverzicht. Dieser Wert sollte allerdings nicht ungeprüft auf andere Versicherer übertragen werden.

Ist eine Hausratversicherung gesetzlich vorgeschrieben?

Nein. Eine Hausratversicherung ist grundsätzlich freiwillig. AXA weist dies ebenfalls ausdrücklich in seinen Produktinformationen aus. Ob sie individuell sinnvoll ist, hängt insbesondere davon ab, wie schwer ein größerer Verlust des Hausrats den eigenen Haushalt finanziell treffen würde.

Warum unterscheiden sich die Preise von Hausratversicherungen so stark?

Zu den möglichen Einflussgrößen zählen Wohnort, Wohnfläche, Versicherungssumme, Tarifumfang, Selbstbeteiligung und Zusatzbausteine. Deshalb können zwei Personen selbst bei ähnlich großen Wohnungen unterschiedliche Beiträge erhalten.

Sollte man einfach die günstigste Hausratversicherung wählen?

Der niedrigste Beitrag allein sagt wenig über die Qualität des Versicherungsschutzes aus. Vor einer Entscheidung sollten insbesondere Versicherungssumme, versicherte Gefahren, Selbstbeteiligung, Leistungsgrenzen und relevante Zusatzbausteine miteinander verglichen werden. Ein günstiger Tarif ist finanziell dann attraktiv, wenn er genau die Risiken abdeckt, die für den jeweiligen Haushalt relevant sind.

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