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Triegel-Austellung in Leipzig zeigt ab 3. Oktober auch die Entwürfe zu den Fensterbildern in St. Maria in Köthen

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    Erst der Papst, nun auch Maria. Warum nicht. Die an klassischer Malerei geschulte Art des Leipzigers Michael Triegel findet auch im Bistum Magdeburg Zuspruch. Vor einem Jahr erhielt der Leipziger Maler den Auftrag zur Gestaltung der dreiteiligen Fenster und fertigte erste Entwürfe für die katholische Schloss- und Pfarrkirche St. Maria in Köthen (Sachsen-Anhalt) an.

    Anfang September 2015 wurden die fertigen Fenster schließlich installiert. Am 6. Oktober werden um 14:30 Uhr die beiden von Michael Triegel gestalteten Themenfenster in der katholischen Schloss- und Pfarrkirche St. Maria in Köthen (Sachsen-Anhalt) eingeweiht.

    Der 1968 geborene Michael Triegel fertigte bisher bereits drei Altäre für Kircheninnenräume an sowie zahlreiche Porträtarbeiten kirchlicher Persönlichkeiten. International bekannt wurde er durch den offiziellen Porträtauftrag Papst Benedikts XVI. im Jahre 2010.

    Für die Köthener Pfarrkirche entstand seine erste glaskünstlerische Arbeit.

    Inhaltlich geht Triegel in seinen Entwürfen auf den spätklassizistischen Kirchenbau ein, der 1827 bis 1832 errichtet wurde und als architektonisch bedeutendster katholischer Sakralbau im protestantisch geprägten mitteldeutschen Raum gilt.

    Vor blauem Hintergrund, zugleich Farbe der Gottesmutter Maria als auch Symbol des Himmels, gestaltet Triegel in frührenaissancehafter Grisaille-Technik die Figuren des Alten und Neuen Testaments.

    Nun als Glasfenster in der Pfarrkirche St. Maria: Triegels Marienkrönung. Foto: punctum/Stefan Hoyer
    Nun als Glasfenster in der Pfarrkirche St. Maria: Triegels Marienkrönung. Foto: punctum/Stefan Hoyer

    Auf dem Ostfenster über dem Altar wird die Geschichte Marias zwischen der Verkündigung ihrer Empfängnis und angesichts des vom Kreuz genommenen Leichnams ihres Sohnes Jesus Christus gezeigt (Pietà). Auf dem rechten Zwickel des dreigeteilten Fensters findet sich Maria in demütiger Haltung. Ein Engel naht Maria grüßend mit dem Reinheitssymbol der Lilie auf dem linken Zwickel. Während hier der Beginn des Lebens Jesu thematisiert wird, nimmt das Mittelfeld Bezug auf den Kreuzestod Jesu Christi. So wie Maria den Sohn empfangen hat, so hält sie dort den toten Sohn am Fuße des Kreuzes wieder im Schoß.

    Auf dem Westfenster gestaltet Triegel Marias Aufnahme in den Himmel – die Marienkrönung.

    Als Vertreter der erlösungsbedürftigen Menschheit zeigt Triegels Entwurf Adam und Eva in den Zwickeln. Durch deren Sündenfall wurde nach biblischer Überlieferung der göttliche Heilsplan notwendig. Triegel lässt Adam sich in einer schlangenartigen Bewegung von der Erde emporschrauben und sich hoffend zum Licht wenden. Eva betet die Dreifaltigkeit an. Das Symbol menschlicher Schuld – der Apfel – liegt auf dem Boden, die Schuld soll damit abgetan sein. Im Sinne der Bedeutungsperspektive gestaltet Triegel die Figuren des Mittelteils deutlich größer. Über den Wolken wird Maria zur Himmelskönigin. Nach Vorbildern der Spätgotik und der Renaissance stellt Michael Triegel Gottvater und -sohn, mit Ausnahme der Wundmale Christi, einander vollkommen spiegelbildlich dar. Darüber lässt er den Heiligen Geist in Gestalt einer Taube schweben.

    Mit der technischen Umsetzung wurde die Glasmalerei Peters aus Paderborn beauftragt, eine der auch international renommiertesten Werkstätten für Glasgestaltung sowohl in traditionellen als auch in modernen Techniken.

    Gefördert wurde das Projekt durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld.

    Ausstellungstipp

    Die Entwürfe zu den Köthener Fenstern werden am Samstag, 3. Oktober, um 15 Uhr im Rahmen der Personalausstellung „Michael Triegel“ in der Galerie Schwind Leipzig erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Begleitend und das gesamte Projekt dokumentierend ist eine Publikation im Sandstein Verlag erschienen.

    Ausstellungsdauer: 3. Oktober – 21. November. Öffnungszeiten: Di – Fr 10 – 18 Uhr | Sa 10 – 14 Uhr.

     

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