Leipziger Schule

Christian Philipsen, Thomas Bauer-Friedrich und Paul Kaiser (Hrsg.): Sittes Welt. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Sittes Welt: Das herrlich stoffreiche Buch zur großen Willi-Sitte-Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg

Im Kunstmuseum Moritzburg in Halle begann am 3. Oktober die große Retrospektive zu Willi Sittes 100. Geburtstag. Was das Kunstmuseum parallel dazu bei E. A. Seemann herausgegeben hat, ist mehr als nur ein Katalog. Denn kein anderer Künstler aus dem Osten stand so sehr für die enge Verquickung von Staat und Kulturpolitik wie der langjährige Vorsitzende des Verbandes bildender Künstler. Wäre da nicht der Künstler Willi Sitte gewesen. Und die Frage: Wohin mit der ganzen Ost-Kunst?

Frank Zöllner (Hrsg.): Antipoden? Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Antipoden? Neueste Leipziger Schule: Das Begleitbuch zu einer Ausstellung, die wegen Corona noch gar nicht eröffnen durfte

Eigentlich hätte diese Ausstellung im Mädler Art Forum in der Grimmaischen Straße am 3. Dezember eröffnet werden soll. Aber der Lockdown warf auch diesen Plan über den Haufen und damit eine Ausstellung, die von Kunstwissenschaftler Prof. Fank Zöllner und seinen Student/-innen ganz bewusst auf Kontroverse angelegt war. Und so ist das Buch zur Ausstellung da und macht jetzt neugierig auf all was, was in „Antipoden?“ zu sehen sein wird. Denn irgendwann wird die Ausstellung öffnen. Das ist sicher.

Schwerkraft - Fliehkraft. Dietrich Klinge & Hartwig Ebersbach. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Deutsch-deutsche Gefühle im Dialog der Bilder Hartwig Ebersbachs und des Bildhauers Dietrich Klinge

Wen es in nächster Zeit mal nach Schweinfurt in Unterfranken verschlägt, der kann auch einen Abstecher in die Kunsthalle Schweinfurt machen. Am 3. Oktober wurde dort die Ausstellung „Schwerkraft – Fliehkraft. Dietrich Klinge und Hartwig Ebersbach“ eröffnet. Sie ist dort bis zum 8. März 2020 zu sehen. Und sie ist ein expressiver deutsch-deutscher Dialog, auch wenn es Kuratorin Andrea Brandl ein bisschen anders sieht. Denn beide Künstler kommen aus dem Osten.

Heinz Zander: John Long Silver. Der Engel über den Meeren, 2018, Öl auf Hartfaser. (Ausschnitt) Foto: Heinz Zander
Leben·Reisen

Ab 13. April in Mühlhausen zu entdecken: Die phantastische Welt des Heinz Zander

Er gehört zu den großen und eindrucksvollsten Leipziger Künstlern. Aber wer die derzeit opulenteste Ausstellung für den 80-jährigen Maler und Grafiker Heinz Zander sehen will, dem kann man nur einen Ausflug nach Mühlhausen in Thüringen empfehlen. Denn dort erwartet Ungewöhnliches die Besucher, die ab Samstag, 13. April, im Kulturhistorischen Museum zu Gast sind.

Jutta Pillat (Hrsg.): Antworten auf einen Handstand. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Warum die einen Engel sehen, die anderen Wolken und kaum jemand die unerhörte Leichtigkeit des Seins

Das Bild hat Symbolkraft: Ein Mädchen geht in den Handstand, ist noch nicht ganz ausbalanciert. Spielerisch sieht es aus, selbstbewusst, herausfordernd. „Handstand“ hat der Hallenser Künstler Uwe Pfeifer die 2011 entstandene Lithografie genannt. Und die Leipziger Dichterin Jutta Pillat war so fasziniert von diesem kleinen Kunstwerk, dass sie unbedingt einen Gedichtband draus machen wollte.

Blick in die Ausstellung „Elisabeth Voigt. Im Strudel der Zeit“. Foto: Sparkasse Leipzig
Kultur·Ausstellungen

Endlich eine Würdigung für die Leipziger Malerin, ohne die es die Leipziger Schule nicht gegeben hätte

Wer die am Donnerstag, 2. Februar, eröffnete Ausstellung in der Kunsthalle der Sparkasse besucht, wird da und dort verblüfft sein: Sieht das nicht aus wie ... ? Erinnert das nicht an ... ? Es ist, als würden die Bilder von Elisabeth Voigt, die hier zu sehen sind, sich in den Arbeiten eines Neo Rauch spiegeln. Aber Neo Rauch stellt hier nicht aus. Und Schüler von Elisabeth Voigt war er auch nicht.

Sighard Gille vor „Die Apokalyptischen“. Foto: Ralf Julke
Kultur·Ausstellungen

Werkschau „Sighard Gille. ruhelos“ im Museum der bildenden Künste

Ein kleiner Schlagabtausch zwischen Sighard Gille und Hans-Werner Schmidt, ein paar Lacher im Publikum, eine ziemlich seltsame Journalistenfrage nach den Malzeiten und Kleiderzuständen des berühmten Leipziger Malers – man merkte schon am Freitagmorgen, dass mal wieder überregionale Kulturjournalisten eingeflogen waren nach Leipzig. Was auch im Museum der bildenden Künste nicht allzu oft vorkommt.

Tübke-Ausstellung 2004 im Zeitgeschichtlichen Forum. Foto: Ralf Julke
Kultur·Ausstellungen

Braucht Leipzig ein eigenes Archiv für die Leipziger Schule?

Mit Schätzen sollte man wuchern. Und vor allem auch dafür sorgen, dass man sie bewahrt und pflegt. Und Leipzig hat einige Schätze, auch wenn man sich eher steifbeinig dazu bekennt. Wie zur Leipziger Schule, die nun einmal nicht nur aus den Herren Tübke, Mattheuer und Heisig besteht. Und platsch, hauen die Grünen der neuen Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke ein neues Fragenpaket auf den Tisch, das eigentlich ein Aufgabenpaket ist.

Sighard Gille: Selbst vor Leipzig Südost (2007). Foto: VG Bild-Kunst Bonn
Kultur·Ausstellungen

2016 wird ein großes Jahr der Fotografie im Leipziger Bildermuseum

Neues Jahr, neue Bilderfluten. Im Jahr 2015 hat das Leipziger Museum der bildenden Künste richtig geprotzt mit Barock (Bernini), Moderne (Klee) und französischer Romantik (Delaroche & Delacroix). Allein die große Bilderschau der beiden Franzosen hat 35.000 Besucher angelockt. Für ein abgelegenes Plätzchen in der internationalen Kunstwelt wie Leipzig nicht schlecht. Aber was passiert 2016? Läuft alles auf Markus Lüpertz hinaus? - Am Ende schon, sagt der Museumsdirektor.

Michael Triegel mit den Fensterbildern für St. Maria in Köthen. Foto: punctum/Stefan Hoyer
Kultur·Ausstellungen

Triegel-Austellung in Leipzig zeigt ab 3. Oktober auch die Entwürfe zu den Fensterbildern in St. Maria in Köthen

Erst der Papst, nun auch Maria. Warum nicht. Die an klassischer Malerei geschulte Art des Leipzigers Michael Triegel findet auch im Bistum Magdeburg Zuspruch. Vor einem Jahr erhielt der Leipziger Maler den Auftrag zur Gestaltung der dreiteiligen Fenster und fertigte erste Entwürfe für die katholische Schloss- und Pfarrkirche St. Maria in Köthen (Sachsen-Anhalt) an.

Blick in die Ausstellung "die bessere hälfte". Foto: Kunsthalle der Sparkasse
Kultur·Ausstellungen

Kunsthalle der Sparkasse Leipzig gibt Gelegenheit, den unsichtbaren Teil der “Leipziger Schule” kennenzulernen

Die Leipziger Schule ist männlich: Heisig, Mattheuer, Tübke, Gille, Rink ... Ist sie das wirklich? - Kaum ein Kunstkanon macht so sichtbar, wie männliche Sortiermuster funktionieren. Und wer es nicht glaubt, der kann noch bis zum 30. August in die Otto-Schill-Straße 4a pilgern. Da wird die andere Hälfte der Leipziger Schule gezeigt, die unsichtbare, die weibliche.

Reinhard Minkewitz vor seinem Gemälde "Aufrecht stehen". Foto: Marion Wenzel, Uni Leipzig
Kultur·Ausstellungen

Gemälde von Minkewitz und Tübke sind jetzt im Hörsaalgebäude der Uni Leipzig dauerhaft zu sehen

Lange hat es gedauert - und einer hätte sich auf jeden Fall gefreut, wenn er es noch erlebt hätte: Erich Loest. Er war es, der jahrelang unermüdlich dafür gekämpft hat, dass Reinhard Minkewitz' Bild "Aufrecht stehen..." in der Uni Leipzig endlich in ganzer Größe zu sehen sein würde. Seit Montag, 30. März, ist es nun so weit. Das Bild in kritischem Dialog mit Werner Tübkes "Arbeiterklasse und Intelligenz" ist im Hörsaalgebäude der Universität Leipzig zu sehen.

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