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Die Sanierung des Alten Rathauses geht weiter und der Festsaal wird umgestaltet

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    Im Sommer erst musste der Leipziger Stadtrat zur Kenntnis nehmen, dass die Sanierung des Alten Rathauses (Sanierung Fassade und Ertüchtigung Brandschutz und Elektro) auch wieder ein Stück teurer wird als ursprünglich geplant. Aber das Haus ist nun einmal, wie die Vorlage dazu feststellte, so etwas wie die Schmuckschatulle der Stadt. Und nachdem die Sanierung sowieso schon ewig in der Warteschleife hing, gibt es jetzt nur noch eins: 2021 muss fleißig saniert werden.

    In der Vorlage mit der neuen Kostennote hieß es zu Beispiel: „Der Eingangsbereich des Festsaals im 1. Obergeschoss des Alten Rathauses gehört zu den bekanntesten Repräsentationsräumen der Stadt. Hier finden Eintragungen in das Goldene Buch ebenso statt wie Empfänge der Stadt Leipzig und Eröffnungen. Zudem muss der Raum im täglichen Museums- und Veranstaltungsbetrieb vielfältige Funktionen erfüllen.“

    Die Kosten erhöhten sich von rund 2 auf rund 2,5 Millionen Euro.

    Aber 2021 wird gearbeitet, betont das Stadtgeschichtliche Museum. Ein Teil der Ständigen Ausstellung des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig und der historische Festsaal des Alten Rathauses Leipzig erhalten eine Verjüngungskur. Für die umfänglichen Bauarbeiten werden der Festsaal ebenso wie die gesamte Beletage des Rathauses im Jahr 2021 geschlossen werden.

    Die Wiedereröffnung ist für das 1. Quartal 2022 geplant. Während etwa 1.200 Museumsgegenstände der Ausstellung „Leipzig Original – Vom Mittelalter bis zur Völkerschlacht“ im ersten Obergeschoss verpackt, gesichert und eingelagert werden, entdecken die Museumsgäste im zweiten Obergeschoss in der geöffneten Ausstellung Leipzigs Moderne und sehen die Gegenwart der Stadt Leipzig im Spiegel der Zeitgeschichte.

    Dr. Ansgar Scholz (Kulturamt der Stadt Leipzig), Dr. Maike Günther (Kuratorin für Stadtgeschichte bis 1800) und Dr. Anselm Hartinger (Direktor Stadtgeschichtliches Museum) sichern das wertvolle Silber-Objekt der Ratsstube. Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Katja Etzold
    Dr. Ansgar Scholz (Kulturamt der Stadt Leipzig), Dr. Maike Günther (Kuratorin für Stadtgeschichte bis 1800) und Dr. Anselm Hartinger (Direktor Stadtgeschichtliches Museum) sichern das wertvolle Silber-Objekt der Ratsstube. Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Katja Etzold

    „Zunächst erfolgt der vollständige Rückbau der Ausstellung im ersten Obergeschoss. Dafür werden Urkunden, Bücher, Kunstwerke, Installationen und Ausstellungsarchitektur aus 13 voll ausgestatteten Ausstellungsräumen sowie Festsaal und Ratsstube beräumt. Das beinhaltet auch die Abnahme großformatiger Gemälde des 15. bis 19. Jahrhunderts wie beispielsweise der Fürstenbilder sowie weitere Kunstentnahmen nach einem zuvor erarbeiteten und vorgegebenen Raumbuch. Ungefähr 1.200 Museumsgegenstände werden innerhalb von sechs Wochen verpackt, gesichert und eingelagert. Vitrinen und Einrichtungsmöbel müssen vor Ort gesichert werden. Weiteres Kunstgut muss in die Depots des Stadtgeschichtlichen Museums transportiert werden“, erklärt dazu Kuratorin Dr. Maike Günther.

    Seit Monaten arbeiten Architekten und verschiedene Fachplaner an Detaillösungen, bereiten die Ausschreibung der Gewerke vor und stellen den Bauablaufplan zusammen, der das Ineinandergreifen aller Baumaßnahmen berücksichtigen muss.

    „Neben der Aufwertung des Eingangsbereiches und der Verbesserung der Beleuchtung geht es nicht zuletzt um die elektro- und brandschutztechnische Ertüchtigung des Gebäudes, wofür einige hunderte Meter neue Kabel verlegt werden müssen. Dabei gilt es, so behutsam wie möglich in unserer besten Stube der Stadt vorzugehen.

    Der Festsaal wird nach der Sanierung im wahrsten Sinne des Wortes in einem neuen Licht erscheinen. In jedem Fall ist dies für alle Seiten eine ganz besondere Herausforderung. Kuratoren und Museologen denken sich in die Welt des Baus ein, wie umgekehrt Baufachleute in die eines Museumsbetriebes“, betont Dr. Ansgar Scholz vom Kulturamt der Stadt Leipzig.

    Der Festsaal im Alten Rathaus. Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Katja Etzold

    Dafür wird vor allem der Eingangsbereich besucherfreundlich umgestaltet und die Beleuchtung modernisiert, Kassentresen und Garderobe erscheinen in neuem Gewand. Die neue Garderobe wird moderner, eleganter und platzsparender und mit Schließfächern und Sammelaufbewahrungsmöglichkeiten versehen werden.

    Sitzmöglichkeiten und eine digitale Vermittlungsstation, insbesondere für Kinder und Familien, laden zum Verweilen ein und führen den Besucher in die Welt des Renaissancebauwerks und seiner Geschichte. Das geplante neue Beleuchtungskonzept mit Lichtschienen und Einzelspots soll den Festsaal optisch aufwerten und Pretiosen der Architektur ins rechte Licht setzen.

    Zugleich ist der Festsaal für die vielen verschiedenen Nutzungen wie Konzerte, Lesungen, Empfänge oder Vorträge bestens ausgestattet. Diese Maßnahmen sind zusätzlich zu den bereits vorgesehenen Bauarbeiten im zweiten Bauabschnitt bei der Sanierung des Alten Rathauses geplant. Dieser sieht vor, den Brandschutz und die Hauselektrik auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen und die Fenster zu sanieren.

    „Die weitere Sanierung des Alten Rathauses ist eine großartige Nachricht für Leipzig und ein starkes Signal der Unterstützung unserer Museumsarbeit durch Stadtrat und Verwaltung“, freut sich Dr. Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig.

    „Neben der unaufschiebbaren Brandschutzertüchtigung in der historischen Festsaaletage verbessern wir die Aufenthaltsqualität für unsere Besucherinnen und Besucher und die Nutzbarkeit des Saales für städtische Veranstaltungen deutlich. Der Raum und seine kostbare Einrichtung werden ab 2022 tatsächlich in neuem Licht erstrahlen, was zusätzliche Perspektiven für die Vermittlung eröffnet. Im Umbaujahr 2021 werden wir dafür den Akzent auf die weiter geöffnete Ausstellung im 2. Obergeschoss legen und diese Präsentation sukzessive auch aufwerten – es ist eine Gelegenheit, Leipzigs Moderne zu entdecken und die Gegenwart unserer Stadt im Spiegel der Zeitgeschichte zu sehen.“

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