Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig setzt sich für das Vermitteln vielfältiger Perspektiven und Lebensrealitäten im Museum ein. Es ist ein nahbarer Ort der Begegnung für möglichst alle Menschen, so sieht es sich selbst, ein Ort des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Das Museum freut sich daher über die Zusage der Teilnahme am Förderprogramm PRISMA der Kulturstiftung der Länder.

„Für das Stadtgeschichtliche Museum ist die Aufnahme in das deutschlandweite Prisma-Programm eine großartige Chance, unsere Ausstellungen und Begleitformate noch vielfältiger zu gestalten und unseren bereits bewährten Weg, einen lebendigen Austausch mit der Stadtgesellschaft fortzusetzen“, erklärt Dr. Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig.

Neue Schritte in der Ausstellung geplant

„Gerade in konfliktgeladenen Zeiten ist es umso wichtiger, zum Zusammenhalt beizutragen und möglichst vielen in unserer Region lebenden Menschen ein Angebot zur Identifikation und Mitgestaltung zu unterbreiten. Die Geschichte einer Stadt wird nur dann relevant bleiben, wenn wir sie gemeinsam schreiben und daraus Impulse und Ermutigungen für die Gestaltung der Gegenwart und Zukunft beziehen.“

In individuellen Beratungen, Werkstätten und Peer-to-Peer-Vernetzungsangeboten sollen noch in den Jahren 2026 und 2027 erste Schritte zur partizipativen Erweiterung der Dauerausstellung im Bereich der jüngeren Leipziger Stadtgeschichte im Alten Rathaus gegangen werden. Im Dialog mit der Stadtgesellschaft sollen hier bisher nicht vorhandene Perspektiven und Lücken ermittelt und in der Ausstellung sichtbar gemacht werden.

Stadtmuseum für viele

Weiterhin ist die Förderung Anlass, die Akronyme hinter PRISMA – Partizipativ, resilient, inklusiv, solidarisch, multiperspektivisch und agil – auch für die Organisationsentwicklung des Museumsbetriebes selbst in den Blick zu nehmen.

„Für mich als Kurator für Outreach ist die PRISMA-Förderung eine wichtige Unterstützung dabei, Teilhabe und Inklusion in unterschiedlichen Bereichen in die Realität umzusetzen. Ich freue mich sehr, dass wir nach bereits gegangenen Schritten nicht stehenbleiben, sondern energisch Fahrt aufnehmen, Räume und Sichtfelder öffnen und die Möglichkeit bekommen, ein ganzes Stück mehr Stadtmuseum für viele zu werden!“, ergänzt Tim Rood, Outreach und Museumsentwicklung am Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig.

Das Programm unterstützt und begleitet 13 Museen aus ganz Deutschland auf ihrem Weg der teilhabe- und diversitätsorientierten Organisationsentwicklung.

Das Stadtgeschichtliche Museum als feste Leipziger Institution

Das Stadtgeschichtliche Museum zählt seit seiner Gründung 1909 zu den führenden Stadtmuseen in Deutschland. Der Anspruch und die Arbeitsweise des Museums zeichnen sich in der Selbstbeschreibung des Museums durch eine lebendige Vermittlung, kritische Multiperspektivität sowie partizipative Einbettung in die Stadtgesellschaft aus.

Zum Museum gehören die Häuser Altes Rathaus, Schillerhaus, Kindermuseum, Haus Böttchergäßchen, Capa-Haus, Haus Zum Arabischen Coffe Baum und Forum 1813/Völkerschlachtdenkmal. Jährlich empfangen diese Häuser in Ausstellungen, Veranstaltungen und Vermittlungsangeboten über 600.000 Gäste.

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