Starke Leipziger Autorinnen zur Buchmesse 2018

Lesenswertes aus Leipzig einfach mal von der weiblichen Seite

Für alle LeserEs ist nur eine kleine Auswahl. Aber einmal im Jahr können auch die Leipziger ein wenig von dem sehen, was es in ihrer Stadt an spannenden Autoren und Autorinnen gibt. Es gibt sonst tatsächlich keine Plattform, die zeigt, wie stark die Leipziger Szene tatsächlich ist. Nur erscheinen auch die Bücher der spannenden Autorinnen zumeist nicht in Leipziger Verlagen. Eine Einladung, in den nächsten Tagen einfach mal auf Entdeckungstour zu gehen.

Ganz bestimmt eine Entdeckung ist eine Autorin, die erstmals der Kindler Verlag zur Buchmesse vorstellt. Ihr erstes Buch erscheint just am heutigen 13. März: „Das Ende des Schweigens“.

Ein typischer Krimi-Titel, sagt sich der Leser. Es ist auch ein Krimi. Aber er verweist auch auf ein anderes riesiges Schweigen: Die Nachwehen der dunklen Seiten der DDR. In diesem Fall aus dem NVA-Milieu. Ein meist kaum wahrgenommenes Thema. Denn während regelmäßig über die Toten an der Mauer berichtet wird, gibt es kaum jemanden, der sich mit den Toten in dieser Armee beschäftigt hat, in der Millionen junge Ostdeutsche ihren Wehrdienst ableisten mussten.

Claudia Rikl: Das Ende des Schweigens. Cover: Kindler Verlag

Claudia Rikl: Das Ende des Schweigens. Cover: Kindler Verlag

Und es gibt nur vage Schätzungen darüber, wie viele dieser Männer dabei zu Tode kamen – ob nun aus Leichtsinn im Waffenumgang, bei Manöverunglücken oder durch Selbstmord. Denn in dieser Armee herrschte ein rauer Ton, ein gewaltiger Druck und ein in vielen Kasernen ausuferndes Schikane-Wesen, dem viele junge Männer nicht standhielten. In dieses Thema begibt sich die Leipziger Juristin und Literaturwissenschaftlerin Claudia Rikl mit ihrem Kriminalroman „Das Ende des Schweigens“.

Den fasst der Verlag kurz so zusammen:

„Die Rache der Überlebenden: Leichenfund in Neubrandenburg: Ein ehemaliger Major der NVA hat sich in seiner Datsche die Pulsadern aufgeschnitten. In letzter Minute jedoch muss ein grausamer Täter seinen Freitod an sich gerissen haben, denn Hans Konrads Zunge liegt abgeschnitten neben ihm. Susanne Ludwig, Journalistin und frisch geschieden, findet den Leichnam. Der grausige Anblick beschwört bei ihr traumatische Erinnerungen herauf, und sie erleidet einen Zusammenbruch. Trotzdem beginnt sie sofort zu recherchieren, wer den alten Mann umgebracht haben könnte. Was dem ermittelnden Kommissar überhaupt nicht in den Kram passt. Vor fast 30 Jahren hat Kriminalhauptkommissar Michael Herzberg im berüchtigten Stasigefängnis Bautzen II eingesessen. Objektiv kann er deshalb nicht bleiben, als der Fall ihn mit düsteren Kapiteln der DDR-Geschichte und einem noch aktiven Netzwerk ehemaliger Militärs und Stasimitarbeiter konfrontiert. Dennoch ist er überzeugt, dass der Fall mit seiner persönlichen Geschichte nichts zu tun hat. Ein fataler Irrtum.“

Mit Herzberg hat Rikl auch gleich einen markanten Kriminalkommissar eingeführt, der in Neubrandenburg auch künftig alle Hände voll zu tun haben wird. Augenblicklich – so der Verlag – arbeite Rikl am zweiten Band ihrer Herzberg-Reihe.

Aber wer sie hören will, findet sie vor allem in reich besetzten Podien zur Kriminal-Literatur.

Zuhör-Tipp:

Donnerstag, 15. März, 19:10 Uhr im Rahmen von „Krimi und Klassik“ in der Landesmedienanstalt (Ferdinand-Lassalle-Straße 21), mit Horst Eckert, Hans-Werner Honert und Claudia Rikl. Moderator: Joachim Anlauf

Donnerstag, 15. März, 20:20 Uhr im Rahmen von „Leipzig liest“ und dem „KrimiClub“ im Landgericht (Harkortstr. 9) mit Petra Hammesfahr, Beate Maxian, Alexander Oetker, Claudia Rikl und Anita Terpstra.

Franka Blooms zweiter Roman über das Leben Mitte 40

Ihren ersten Roman über das Leben als gestandene Frau in einer überdrehten Welt hat die Leipziger Drehbuchautorin Franka Bloom („Tatort“, „SOKO Leipzig“, „Ein Fall für Zwei“) schon vor einem Jahr veröffentlicht. Jetzt hat sie den zweiten Band über das Leben von Rike fertig. Der erscheint am 27. März bei Rowohlt.

Franka Bloom: Mitte 40, fertig, los. Cover: Rowohlt Verlag

Franka Bloom: Mitte 40, fertig, los. Cover: Rowohlt Verlag

Was darin passiert, schildert der Verlag so:

„Mit Mitte Vierzig wieder bei Muttern wohnen? Ein absoluter Albtraum, der für die Protagonistin aus Franka Blooms neuem Roman ‚Mitte 40, fertig, los‘ zur bitteren Realität wird: Nach fast dreißig Jahren kehrt Rike unfreiwillig zurück in ihr altes Kinderzimmer – am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen: Ehe am Ende, Sohn beim Papa, ihre finanzielle Lage ein Desaster und auch kein Dach mehr über dem Kopf. Mutter Wilma kommt die Tochter gerade recht. Jetzt hat sie endlich wieder eine Aufgabe: Rike! Die wiederum hat das Gefühl einer Zeitreise. Und wünscht sich wie früher weit weg aus dem kleinen Ort. Alle anderen scheinen ihr in punkto Lebensglück einen Schritt voraus. Und Rike muss erkennen, dass nicht alles schlecht war früher, dass Schein und Sein manchmal eng beieinanderliegen, dass Alter nicht vor Torheit schützt und dass sie sowohl von ihrem Sohn als auch von ihrer Mutter noch viel lernen kann …“

Ein richtiger Frauenroman?

Wer weiß.

Zuhör-Tipp:

Samstag, 17. März, 19:30 Uhr im Pool Garden (Erich-Zeigner-Allee 64). Lesung: „Mitte 40, fertig, los“

Fantasy mit Tiefgang aus Leipzig

Über die Leipziger Fantasy-Autorin Amanda Koch haben wir schon mehrfach berichtet. Nach ihrer großen Trilogie über die „Wächter von Avalon“ hat sie im vergangenen Jahr den Fantasy-Roman „Ildathach – Jenseits des Vergessens“ vorgelegt, in dem es um mehr geht als eine Reise in magische Welten – eigentlich um die für alle so wichtige Suche nach der eigenen Herkunft und der Sinngebung für das eigene Leben.

 

Amanda Koch: Ildathach. Foto: Ralf Julke

Amanda Koch: Ildathach. Foto: Ralf Julke

Der Verlag selbst schreibt dazu:

„Der Roman stellt sich dem Thema Angst und der Frage: Was geschieht, wenn wir sterben? Dabei wird die Bedeutung und der Wahrheitsgehalt der keltischen Mythen aus unterschiedlichen Perspektiven hinterfragt. Die Protagonistin überschreitet die Grenzen der irdischen Welt, gelangt dadurch zu einem tieferen Bewusstsein und fasst wieder Vertrauen in den Fluss des Lebens. Unserer Seele wird mit der Geburt die Fähigkeit genommen, sich an vorherige Leben zu erinnern. Dadurch können Angst, Trauer, Wut und Hass unser irdisches Dasein bestimmen. Der Roman wirft viele Fragen auf und lässt zeitweise innehalten, wie viel Macht die Angst vor dem Unbekannten haben kann. Detailreich, emotional und tiefgründig erzählt Amanda Koch die Geschichte um Étaín, die mit ihrer besonderen Gabe hinter die ‚Schleier des Vergessens‘ blickt.

Sind die Mythen doch nicht nur alte Geschichten? Verbirgt die Vergangenheit hinter der Zeit etwas ganz anderes?“

Zuhör-Tipp:

Freitag, 16. März, 16:30 Uhr bis 17 Uhr ist Amanda Koch zu Gast bei „Leipziger Büchermenschen stellen sich vor“, Lesung im Hugendubel (Petersstraße 12)

Sonntag, 18. März, 18 Uhr liest Amanda Koch aus ihrem Roman „Ildathach. Jenseits des Vergessens“ im Theaterhaus Schille (Otto-Schill-Straße 7).

Eine Leipziger Illustratorin träumt vom Fliegen

Am 9. März erschien „Oje, ein Buch!“ – ein Bilderbuch, das von sich selbst handelt, vom Lesen, von Leserinnen, Lesern und der nötigen Fantasie. Illustriert hat es eine der begnadeten Leipziger Illustratorinnen (ja, es gibt mehrere – die HGB ist auch ein Schmelztiegel für die hochkarätige Buchillustration, die in einigen Verlagen noch und wieder mit Liebe gepflegt wird). Miriam Zedelius hat sich auch als Hausgestalterin beim Leipziger Poetenladen einen Namen gemacht.

Zur Buchmesse liest Zedelius bei verschiedenen Veranstaltungen aus „Oje, ein Buch!“.

Lorenz Pauli, Miriam Zedelius: Oje, ein Buch! Cover: Orell Füssli Verlag

Lorenz Pauli, Miriam Zedelius: Oje, ein Buch! Cover: Orell Füssli Verlag

Der Orell Füssli Verlag schreibt zu diesem Buch von Lorenz Pauli (Text) und Miriam Zedelius (Bild):

„Juri bekommt ein Buch, das er sich von Frau Asperilla vorlesen lassen will. Dumm nur, dass die Smartphone-Gewohnte nicht weiß, wie Bücher funktionieren. Sie braucht Juris Hilfe, um die Geschichte zu lesen, die neben Monstern und einer tollkühnen Maus vielerlei Überraschungen enthält. Lorenz Pauli krempelt in dieser Hommage ans Bücherlesen die klassischen Rollen um. Miriam Zedelius illustriert die skurril-fantastischen Geschichten gewohnt augenzwinkernd. Das Buch über Lesen und Fantasie zur Leipziger Buchmesse!“

Außerdem eröffnete am 7. März Zedelius’ Ausstellung „Im Traum kann ich fliegen!“ im Haus des Buches, die bis zum 27. April zu sehen sein wird.

Miriam Zedelius dazu: „Wenn ich gefragt werde, was mein Beruf sei, sage ich: Ich bin Illustratorin. ‚Oh wie schön!‘, rufen dann viele. Aber was tut eigentlich eine Illustratorin? Das lateinische Wort illustro bedeutet ursprünglich ‚erhellen, anschaulich machen, aufklären‘, wird aber auch übersetzt mit ‚verschönern‘ und ‚preisen‘. Das ‚Erhellen und Aufklären‘ überlasse ich lieber denjenigen, die Sachbücher illustrieren, anatomisch richtige Körper oder fotografisch-exakte Tiere und Landschaften zeichnen. Zu meiner Art des Illustrierens passt eher das ‚Verschönern und Preisen‘. Ich verschönere Bücher mit Bildern und ich preise mit ihnen den Text! Sofern es einen Text gibt. Manchmal erzählen die Bilder auch ihre eigenen Geschichten. Und das ist für mich das Wunderbare an diesem Beruf: Ich suche und finde überall Geschichten, und ich übersetze sie und erzähle sie in meiner eigenen Sprache: in Bildern.“

Zuhör-Tipp:

Mittwoch, 14. März, 10 Uhr, Haus des Buches, Literaturhaus Leipzig (Gerichtsweg 28)

Freitag, 16.März, 16 Uhr, Umweltbibliothek Leipzig (Bernhard-Göring-Str. 152)

Sonntag, 18. März, 16 Uhr, Kinderbuchladen Serifee (Karl-Liebknecht-Straße 36)

Der zweite Band einer Leipziger Wende-Trilogie

Nach dem Erfolg des Leipziger Wenderomans „Montagsnächte“ erscheint nun die Fortsetzung „ZwischenLand“ der Leipziger Autorin Kathrin Wildenberger. Kathrin Wildenberger wurde 1971 in Sangerhausen/Sachsen-Anhalt geboren und lebt nach Lehr- und Wanderjahren in Göttingen und Heidelberg seit 2006 in Leipzig. Sie arbeitet als freischaffende Autorin und Medizinisch-Technische Assistentin in einer Forschungsgruppe am Uniklinikum Leipzig.

Ihr Romandebüt „Montagsnächte“ erschien 2007 im Leipziger Plöttner Verlag und erfuhr beim Verlag duotincta als Auftakt der Wende-Trilogie seine zweite Auflage.

Kathrin Wildenberger: Zwischenland. Cover: Verlag duotincta

Kathrin Wildenberger: ZwischenLand. Cover: Verlag duotincta

Zum nun vorliegenden zweiten Band schreibt der Verlag:

„Als Montagsdemonstrantin der ersten Stunde fällt es der 19-jährigen Ania schwer, ihren Traum von einer anderen DDR aufzugeben. In einer Wohngemeinschaft in Leipzig-Connewitz lebt sie mit Sascha, dem russischen Maler, und Alex, dem Westberliner Journalisten, ihren Traum von einer offenen Beziehung. Doch sie kann ihre große Liebe Bernd nicht vergessen.

Auch Anias Schwester Brit und ihre Freundin Suse finden in dem verfallenen und besetzten Haus im „Leipziger Montmartre“ ein neues Zuhause. Aber ihre Gemeinschaft ist fragiler, als sie glauben: Überfälle von Neonazis und das Doppelleben eines der Mitbewohner bedrohen das friedliche Zusammenleben. Ankommen? Wenn ja, wo? Gehen? Wenn ja, wohin? Alles ist offen. So vieles scheint möglich. Verheißung, Chaos, Last: Was ist Freiheit eigentlich?

Kathrin Wildenberger erzählt in ihrem zweiten Roman die Geschichte von drei jungen Frauen, die im ZwischenLand des Sommers 1990 ihr Leben träumen und ihre Träume leben.“

Zuhör-Tipp:

Freitag, 16. März, 19:30 Uhr in der Thalia-Buchhandlung (Karl-Liebknecht-Straße 8–14)

Samstag, 17. März, 12:30 bis 13:00 Uhr auf der Messe Leipzig, Leseinsel Junge Verlage: Halle 5, Stand G200

Samstag, 17. März, 20:30 Uhr im Beyerhaus (Ernst-Schneller-Str. 6)

Sonntag, 18. März, 16:00 Uhr im Klangraum Leipzig (Kochstraße 25b, Hinterhaus).

Homepage zum Buch.

Ein buntes Fantasybuch im Selbstverlag

Zur Buchmesse kommen auch die Leipziger Autorin Daniela Goldschmidt und die Illustratorin Lisa Rau. Im Signierbereich am Tisch 4 werden sie Donnerstag, Samstag und Sonntag in der Zeit von 14 bis 15 Uhr Signierstunden abhalten. Ansonsten sind sie auch während der Messe immer mal wieder anzutreffen und freuen sich über Gespräche mit den Lesern.

Sie kommen mit dem Bilderbuch „Hael und die Spiegeltore“. Das ist Fantasy für die Kleinen – bunt, fantasievoll und verzaubert. Auf 76 farbigen Seiten können Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene in die spannende Welt der Spiegeltore eintauchen.

Der Verlag zum Buch:

„Hael wächst zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Nave in einer besonderen Familie auf. Sie ist eine der letzten magisch begabten Spiegeltormacher. Haels Magie ist besonders stark, so wird sie ausgewählt, um das letzte bestehende magische Spiegeltor zu reparieren. Es verbindet Haels Welt Rorrim mit der Welt Mirror. Das Problem: Sollte das Tor nicht wieder repariert werden, sind beide Welten dem Untergang geweiht. Und natürlich geht bei Haels Auftrag einiges schief! Denn wie rettet man alleine zwei Welten? Ein Buch mit Happy End und Lernfaktor. Denn was letztlich zählt sind Teamwork, innere Größe, Mut und Herz.“

Die Illustratorin Lisa Rau (Livanya) und die Leipziger Autorin Daniela Goldschmidt (DIA LANE) brachten „Hael und die Spiegeltore“ 2017 im Selbstverlag heraus, inzwischen wurde die zweite Auflage gedruckt. Beide arbeiteten in der Vergangenheit bereits zusammen an märchenhaften Kurzfilmen. Lisa Rau zeichnete mit Erfolg Comics, die in Comic-Anthologien abgedruckt wurden. Daniela Goldschmidt schrieb ihre Magisterarbeit über die Botschaft von Figuren in der menschlichen Kultur. Pünktlich zur Buchmesse bringt sie auch ihr neues Buch mit, eine unterhaltsame Detektivgeschichte mit dem Titel „Das mechanische Kaninchen“.

Lisa Rau.

Daniela Goldschmidt.

Homepage zum Buch.

Signierstunden zur Leipziger Buchmesse in der Halle für Manga/Comic

Donnerstag, 15. März 14:00 – 15:00 Uhr Signierbereich Tisch 4

Samstag, 17. März, 14:00 – 15:00 Uhr Signierbereich Tisch 4

Sonntag, 18. März, 14:00 – 15:00 Uhr Signierbereich Tisch 4

Dichter im Schlösschen

Jutta Pillat als Leipziger Dichterin kennen die L-IZ-Leser schon. Zuletzt zeigte sie mit ihrem Gedichtband „Die aus der Kälte kommen“ ihre intensive Beziehung zur Welt und zum Leben. Aber ihr sind nicht nur die eigenen Gedichte wichtig. Immer wieder engagiert sie sich auch für andere Autorinnen und Autoren, sammelt ihre Texte in Anthologien oder widmet sich gar einem Thema, das meistens gar nicht so recht wahrgenommen wird als Teil der Diskussion über Literatur: den Rezensionen dieser Gedichtbände. Dabei geben sich auch Rezensenten meist Mühe, um den rezensierten Texten gerecht zu werden und für die Leser den Reichtum des Gelesenen zu erschließen.

Jutta Pillat: Die aus der Kälte kommen. Foto: Ralf Julke

Jutta Pillat: Die aus der Kälte kommen. Foto: Ralf Julke

So einen Band mit gesammelten Rezensionen hat sie jetzt pünktlich zur Buchmesse fertiggestellt.

Zuhör-Tipp:

Am Freitag, 16. März, 17 Uhr im Gohliser Schlösschen gibt es eine Lesung mit Musik, wo Jutta Pillat aus „Die aus der Kälte kommen““ lesen wird, Grit Kurth aus „Taubenblicke“ und Linde Unrein aus „Sofameditationen“, aus einigen Rezension wird auch vorgelesen. Musik: Brunhild Fischer. Moderation: Frank Schletter.

Buchmesse
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Doktoranden der Universität Leipzig bei Lindauer Nobelpreisträger-Tagung
KiTa „Am Stadtbad“ öffnet am Tag der Architektur
Veranstaltungen der Leipziger Umwelttage am 22. Juni
Linksfraktion lobt „Engagement-Preis für demokratische Kultur 2018“ aus – Einsendeschluss: 5. August 2018
Bonoboweibchen Yasa bringt Jungtier zur Welt
Interventionelle Radiologie: Sämtliche Prozeduren und alle Ärzte zertifiziert
BSG Chemie Leipzig verpflichtet Kai Druschky
Inter Leipzig startet mit öffentlichem Training in die Saisonvorbereitung
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Leipziger Messe schafft 2017 ein gutes Ergebnis mit 87 Millionen Euro Umsatz
Fahnen vor dem Messeturm. Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch

Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch

Für alle LeserDen Sommerbeginn nutzen die beiden Messe-Geschäftsführer Martin Buhl-Wagner und Markus Geisenberger regelmäßig, um für die Presse noch einmal einen kleinen Überblick zu geben: Wo landete die Leipziger Messe im abgelaufenen Geschäftsjahr? Wie hat sie sich im Markt behauptet? Und stimmt die Richtung, in die sie sich entwickelt? Denn augenscheinlich ist Leipzigs Messe schon lange kein schwerfälliger Tanker mehr, sondern eine Art Gewimmel kleiner Dienstleistungsboote. So ungefähr 274 an der Zahl.
Netzwerk Tolerantes Sachsen kritisiert geheimdienstliche Überprüfung von Demokratieprojekten
Leipziger Demokratie-Straßenbahn. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAugenscheinlich hat Innenminister Roland Wöller (CDU) nicht mal mit der Wimper gezuckt, als er die Anfrage von Valentin Lippmann (Grüne) zur Überwachung demokratischer Projekte durch den Sächsischen Verfassungsschutz beantwortete. Es gibt zwar keine rechtliche Grundlage, aber durch eine kleine Richtlinie im Sozialministerium hat man sich einfach ein nettes Schlupfloch geschaffen, die Antragsteller dennoch vom Verfassungsschutz unter die Lupe nehmen zu lassen. Ein Unding, kommentiert das das Netzwerk Tolerantes Sachsen. Mit Demokratie und Transparenz hat das nichts zu tun.
Den Leipziger Molchen geht es besser als erwartet
Kammmolch. Foto: Maria Vitzthum

Foto: Maria Vitzthum

Für alle LeserDas Projekt „Lebendige Luppe“ ist nicht nur der Versuch, ein paar alte Wasserläufe in der Burgaue wieder mit dem einen oder anderen kleinen Hochwasser zu befüllen. Es geht auch um Forschung in diesem Projekt. Denn wann kommen denn Leipziger Biologen mal dazu, wirklich intensiv die Tierwelt im Auenwald zu untersuchen? Gar den Kammmolch, eine der geschützten Tierarten im Leipziger Auwald?
Der Osten braucht mehr starke mittelständische Unternehmen
IHK-Präsident Christian Kirpal und Ostbeauftragter Christian Hirte. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Mittelstand ist sein Leib- und Magenthema – als Rechtsanwalt, als CDU-Politiker und als Parlamentarischer Staatssekretär. Seit März, seit sich die neue Große Koalition endlich gefunden hat, ist Christian Hirte neben seinem Job als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium auch Ostbeauftragter der Bundesregierung. Und bei einem Besuch in Leipzig ließ er keinen Zweifel daran, dass er seinen Arbeitsschwerpunkt dabei in der Wirtschaftsförderung sieht.
Anna Herzigs „Sommernachtsreigen“: Der Bertl, der Pawel und die Liebe der Autorin zu ihren Helden
Anna Herzig: Sommernachtsreigen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Schönste an diesem Buch ist der Stil. Den findet man selten in deutschen Romanen. Und man erwartet ihn auch nicht, wenn man Anna Herzigs Facebook-Profil aufruft – gezwungenermaßen, denn ihre Wordpress-Seite hat sie gekappt. Auf Facebook aber präsentiert sich die 1987 geborene Autorin aus Wien wie eins der pubertierenden Mädchen, die sie ihren Helden Pawel und Bertl im nächtlichen Wien begegnen lässt. Da erwartet man nicht diese humorvolle Abgebrühtheit.
Der Stadtrat tagt: Genehmigungen für Freisitze werden weiterhin befristet erteilt
William Grosser (Linke). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Sondernutzungserlaubnis für Freisitze soll auch künftig nur befristet erteilt werden. Dies hat der Stadtrat gegen eine Initiative der Freibeuter-Fraktion beschlossen. Die Genehmigungen müssen auch nach dem heutigen Tag im Stadtrat Leipzig regelmäßig neu beantragt werden.
Der Stadtrat tagt: Leipzig will Zweckentfremdung von Wohnraum bekämpfen
Christopher Zenker (SPD) zum Thema Zweckentfremdung in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn Leipzig wird der Wohnraum knapp. Das ist keine neue Erkenntnis, aber die politisch Verantwortlichen werden kreativer, um sich Maßnahmen dagegen einfallen zu lassen. Am Mittwoch, den 20. Juni, stand ein Antrag der SPD-Fraktion auf der Tagesordnung. Ziel: Zweckentfremdung von privatem Wohnraum zu erschweren oder gar zu verhindern.
Der Stadtrat tagt: Bonew erhält Haushaltssperre aufrecht und nennt Berichte Falschnachrichten
Torsten Bonew. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserSo richtig klar ist es wieder nicht geworden, was Torsten Bonew am 20. Juni 2018 im Stadtrat zur nun doch nicht so ganz aufgehobenen Haushaltssperre erläuterte. Zwar habe er am gestrigen 19. Juni die Investitionen der Stadt Leipzig und somit mindestens zirka 296 Millionen Euro wieder freigegeben, doch den Ergebnishaushalt 2018 nicht in Gänze. Diesen habe er mit Mitteilung von 27. April 2018 gesperrt. Was er am 19. Juni wieder aufgehoben habe, sei die Hausmitteilung vom 9. April 2018 gewesen, eine Maßnahme, von der man bis zum gestrigen Dienstag öffentlich nicht einmal etwas wusste.
Der Stadtrat tagt: Das Sportmuseum wird mal wieder Thema
Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs ist fast schon ein Leipziger Running Gag. Nur dass eben kaum noch jemand lachen kann. Das Sportmuseum Leipzig wird unter anderem von der Angst umweht, dass die Sammlung aus wertvollen Sportdevotionalien in Leipzig durch die lange Einlagerungszeit nicht besser würde. Nachgefragt hatte heute der Stadtbezirksbeirat von Leipzig Mitte, Karsten Fehske, wie denn nun der Planungsstand für die Neuerrichtung eines echten Sportmuseums Leipzig ist.
Der Stadtrat tagt: Viele Fragen zu Kitas, Schulen und Sportplätzen
Thomas Fabian, Sozialbürgermeister Leipzigs. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Kita- und Schulneubau bleibt weiterhin eines der dominierenden Themen in der Stadt. Über einzelne Standorte, wie jenen in der Eigenheimstraße, wurde über Monate erbittert gestritten. Und die Verwaltung sah sich kürzlich gezwungen, mit der sogenannten „Leipzig-Kita“ in die Offensive zu gehen. Auch in der aktuellen Sitzung der Ratsversammlung landeten die Bildungseinrichtungen wieder auf der Tagesordnung, unter anderem bei den Anfragen an den Oberbürgermeister.
Der Stadtrat tagt: Kameras im öffentlichen Raum landen auf der Homepage der Stadt
Ute Elisabeth Gabelmann (Freibeuter/Piraten). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAn vielen öffentlichen Plätzen in Leipzig sind Kameras aufgestellt. Vor Ort finden sich meist entsprechende Hinweisschilder. Doch der Fraktion der Freibeuter im Leipziger Stadtrat war das zu wenig: Sie forderte diese Hinweise auch im Themenstadtplan auf der Homepage der Stadt – und erhielt in der Ratsversammlung eine Mehrheit.
Der Stadtrat tagt: Stadtverwaltung soll sich für Großtagespflege einsetzen
OBM Burkhard Jung (SPD) kündigte schon vor der Abstimmung an, sich beim Kultusminister einzusetzen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn Leipzig sind Kita-Plätze bekanntlich ein knappes Gut. Eine Alternative könnte die Großtagespflege sein. Dabei betreuen mehrere Tageseltern eine größere Kindergruppe in gemeinsam genutzten Räumen. Was sinnvoll klingt, lässt sich in der Messestadt bislang nicht realisieren. Es mangelt an einer gesetzlichen Grundlage.
Der Stadtrat tagt: Interkulturelle Kompetenzen städtischer Bediensteter sollen gestärkt werden
Kanwal Sethi, Sprecher des Migrantenbeirat Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserMangelt es den städtischen Bediensteten an interkulturellen Kompetenzen? Ja, sagt der Migrantenbeirat. Das Fachgremium beantragte deshalb, die Verwaltung möge die Mitarbeiter jener Behörden, die schwerpunktmäßig Integrationsaufgaben erfüllen, besser schulen.
Die Juni-Stadtratssitzung im Livestream & im Videomitschnitt
Der Stadtrat im Livestream. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserZum vorletzten Mal vor der Sommerpause im Juli geht es heute im Neuen Rathaus in den großen Sitzungssaal. Ab 14 Uhr beraten dann wieder die Stadträte und die L-IZ.de überträgt live und berichtet. Die Themen unter anderem: Interkulturelle Kompetenzen sollen in einem verpflichtenden Weiterbildungsangebot für Stadtmitarbeiter geschult werden, es geht um Videoüberwachung im öffentlichen Raum, Reinigungsfahrzeuge in Leipzig und die Zweckentfremdung von privatem Wohnraum für Quasi-Hotelbetriebe. Gleichzeitig möchte man sich heute neben vielen weiteren Fragen darüber im Rat verständigen, wie man zukünftig mit langfristigeren Genehmigungen für Gastronomiebetriebe bei Freisitzen und Heizpilzen umgehen will.
Leipzig steht mit seinen Investitions-Problemen überhaupt nicht allein da
Investitionsstau in deutschen Kommunen. Grafik: Difu Institut

Grafik: Difu Institut

Für alle LeserEs geht nicht nur Leipzig so. Alle deutschen Großstädte leiden darunter, dass sie jetzt massiv in Neubau investieren müssen – aber die Baukapazitäten sind ausgereizt. Augenscheinlich haben alle so lange gewartet, bis sich die Probleme aufgestaut haben. Die Chance, frühzeitig ins Neubaugeschäft einzusteigen wurde gründlich vertan. Auch wenn das Difu Institut hauptsächlich das Bevölkerungswachstum für die Ursache der Misere hält.