Wenn es Musik dazu gibt, vergeht die Zeit noch viel schneller. Und so staunt selbst Prof. Dr. Werner Schneider, Vorstandsvorsitzender Notenspur Leipzig e. V., dass sein Herzensprojekt auch schon zehn Jahre die Leipziger und ihre Gäste erfreut. Als alles begann, sang sogar amarcord.

Eine Dekade Leipziger Notenspur – das ist im historischen Maßstab nicht viel, bedeutet aber eine Dekade intensiver gemeinsamer Arbeit voller Geschichten, mit unzähligen Projekten, nationalen und internationalen Preisen, mit Rückschlägen und großen Erfolgen.

Als die Leipziger Notenspur mit dem großen Bürgerfest „AUFTAKT 120512“ im Mai 2012 eröffnet wurde, waren Tausende auf den Beinen, um am Morgen mit Georg Christoph Biller zu singen, mittags amarcord auf dem Marktplatz zu lauschen, mit zahlreichen Musikensembles „auf die (Noten-)Spur“ zu gehen und sich abends beim barocken Mondscheintanz im Grassimuseum zu vergnügen.

Enthusiastisch ging der Notenspur Leipzig e.V. davon aus, zwei Jahre später das Leipziger Notenrad und zwei weitere Jahre später den Leipziger Notenbogen zu eröffnen. Diese Träume blieben Wunschträume – bis heute.

Die Musikstadt im Stadtraum sichtbar gemacht

Eines aber wurde schon nach kurzer Zeit deutlich: Das „Prinzip Notenspur“ funktionierte. Sowohl Individualtouristen als auch Gruppen und Einheimische machten sich auf Spurensuche rund um die 23 Stationen der Notenspur. Die Museen und Komponistenhäuser – insbesondere die außerhalb des „Ringes“ – verzeichneten merklichen Besucherzuwachs, nationale und internationale Gremien, Institutionen und Journalisten wurden aufmerksam auf das Besondere, das in Leipzig entstanden war.

Davon zeugen zahlreiche Preise, die der Notenspur verliehen wurden. Genannt seien hier der „Europäische Initiativpreis für Kultur“ 2013, 1. Preis im europaweiten Wettbewerb „Lebendige Erinnerungsstadt: Gedenken – Bewusst machen – Identität stiften“ 2014, das Europäische Kulturerbe-Siegel 2018, Preisträger der Sächsischen Mitmachfonds 2020, dazu Tourismuspreise der Stadt Leipzig in mehreren Jahren und nicht zuletzt für Notenspur-Initiator Werner Schneider die Sächsische Verfassungsmedaille 2016 und der Bundesverdienstorden 2020.
Eine musikalische Kooperation

Notenspur-Basispylon auf dem Augustusplatz. Foto: Philipp Kirschner
Notenspur-Basispylon auf dem Augustusplatz. Foto: Philipp Kirschner

All das konnte nur in engem Zusammenwirken mit vielen Partnern auf unterschiedlichen Ebenen erreicht werden. Wichtigste Kooperationspartner waren und sind dabei die Häuser an der Notenspur, die Universität Leipzig, die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“, die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH, die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur, Verbündete in mittelständischen Unternehmen, wie z. B. die MFPA.

Ohne die finanzielle Unterstützung durch die Stadt Leipzig, das Land Sachsen, den Bund und die Europäische Union wie auch durch die Sparkasse Leipzig und viele Stiftungen – Leipzig Stiftung, Stiftung Bürger für Leipzig, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Kulturstiftung des Bundes, Holger Koppe-Stiftung, Europäische Stiftung der Rahn Dittrich Group – schlummerten viele Ideen noch in den Schubladen.

Nicht zuletzt ist es das Engagement der vielen, vielen Ehrenamtlichen und der angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das die 1. Dekade in der Geschichte der Leipziger Notenspur zu einer sehr erfolgreichen werden ließ.

Diesen Erfolg möchte der Notenspur Leipzig e.V. mit allen, die sein Wirken aufmerksam, wohlwollend und auch kritisch begleiten, feiern, und lädt deshalb zu einer musikalischen Geburtstagsparty ein. Am Sonntag, 15. Mai, wird es tagsüber Aktionen, Aktivitäten und Führungen an einigen Stationen der Notenspur geben.

Für den Abend lädt der Verein ab 18:30 Uhr ins Grassi-Museum ein, wo ein vielfältiges und abwechslungsreiches musikalisches Programm im Innen- und Außenbereich geboten wird. Mit dabei sind unter anderem die Uni-Bigband, das Gamelan-Orchester, Klänge der Hoffnung. Die Kinoorgel wird zu hören sein, ebenso Schätze aus dem Fundus alter Instrumente. Zum Mitmachtanz nach Barockmusik wird eingeladen.

Tickets für die Notenspur-Rundgänge (11, 13 und 15 Uhr) mit der Leipzig Erleben GmbH können zum Sonderpreis von 5 Euro in der Tourist-Information erworben werden. Anmeldungen für die beiden Rundgänge speziell für Familien (11 und 14 Uhr) sind unter www.stadtnameland.de möglich. Auch hier kosten die Tickets 5 Euro.

Die Eintrittskarten für die Abendveranstaltung (7 Euro / 5 Euro erm./8 Euro online) sind im Vorverkauf in der Ticketgalerie erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse. Der Einlass wird nach der gültigen Sächsischen Corona-Schutzverordnung geregelt.

Genauere Informationen zu Tickets, Hygienevorschriften, Treffpunkten, weiteren Aktivitäten der Notenspur-Häuser sowie den Programminhalten der Abendveranstaltung lesen Sie auf der Notenspur-Webseite unter www.notenspur-leipzig.de/10jahre.

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