Combo CAM, das Leipziger Ensemble für Alte Musik, präsentiert Johann Sebastian Bachs Goldbergvariationen (BWV 988) am 2., 3. und 4. Juni in Leipzig auf erfrischend neue Art: Das Ausgangsstück ist wie ein Monument und wird gewöhnlich an Tasteninstrumenten ausgeführt. Combo CAM hat mit großer Liebe zu Bachs Werk neue Pfade eingeschlagen: Es fächert die Musik kaleidoskopartig in verschiedenen Instrumentengruppierungen auf, macht die Variationen variabel, teils auch fragil.

Dazu agiert die Schauspielerin Christine Steuber pantomimisch, um entscheidende Lebensfragen zu berühren.

Die Goldbergvariationen

Die Goldbergvariationen von Johann Sebastian Bach sind weltberühmt. Ursprünglich sind sie für Cembalo geschrieben und werden gewöhnlich an Tasteninstrumenten ausgeführt. Combo CAM arrangiert die Komposition für Streichinstrumente, Blockflöten, Laute, Percussion und Harfe und übersetzt die Musik in szenisches Spiel. Schauspielerin Christine Steuber setzt sich spielend und pantomimisch mit den einzelnen musikalischen Variationen auseinander.

„GoldBerg“ präsentiert Bachs Goldbergvariationen einmal etwas anders: Das Ausgangsstück wird entweder nur an einem Tasteninstrument oder aber mit einheitlichen Instrumenten (z. B. nur Blockflöten oder nur Saxofone) gespielt. Combo CAM fächert die Musik kaleidoskopartig in verschiedenen Instrumentengruppierungen auf, macht die Variationen variabel, teils auch fragil.

Die Künstler/-innen gehen kreativ mit dem musikalischen Material um, um entscheidende Lebensfragen zu berühren und das Publikum zu erreichen. Die Schauspielerin Christine Steuber agiert dazu pantomimisch und stellt spielend Fragen wie „Was ist unsere größte Angst, wenn wir in einen Spiegel schauen?/Gibt es hinter dem Spiegel eine Antwort, oder nur Leere – ist die Leere die Antwort?/Was von mir bin wirklich ICH? Wie kann ich den anderen Teil trotzdem lieben?“

Interaktive Konzerteinführung

„Zweimal gespielt“ – unter diesem Motto präsentiert Combo CAM vor dem Konzert eine Auswahl der Goldbergvariationen. Im anschließenden Publikumsgespräch mit Notenbeispielen und einer
Mischung von musikalischen Inhalten und Einblick ins Ensemble können Fragen zu Instrumenten,
dem Arrangement usw. gestellt werden. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht nötig, Neugier
genügt.

Combo CAM

Das Leipziger Ensemble für Alte Musik Combo CAM interpretiert die Musik des Barock und der
Renaissance neu und möchte eingefahrene Konzertmuster aufbrechen, um Alte Musik möglichst
vielen Menschen zugänglich zu machen. Combo CAM zieht das Publikum durch seinen Esprit, die
große Bühnenpräsenz und die vermittelnde Funktion der Schauspielerin in seinen Bann. Es fasziniert sein Publikum und berührt durch instrumentales und szenisches Spiel mehrere Ebenen.

Das Ensemble polarisiert im besten Sinne, es möchte zur Auseinandersetzung anregen und öffnet diverse Perspektiven, indem die Zuhörenden überrascht und ungefragt auf eigene Themen geworfen werden. So werden positiv andere Ebenen des Ichs angeschwungen.

Die Mitwirkenden:

Friederike Merkel – Blockflöten
Antje Nürnberger-Malkowski – Barockcello
Martin Steuber – Barocklaute, musikalische Leitung, Bearbeitung
Hannes Malkowski – Santur
Babett Niclas – Barockharfe
Christine Steuber – Szenisches Spiel
Als Gast: Magdalena Schenk-Bader – Barockviola, Barockvioline

Gefördert von der Stadt Leipzig – Kulturamt – und der GVL Stiftung

GoldBerg – Szenisches Konzert mit Musik von J. S. Bach, Freitag, der 2. Juni, 20 Uhr in der Phlilippus Kirche in Plagwitz. Interaktive Einführung um 18.30 Uhr. Eintritt frei, Spenden erbeten.

Samstag, der 3. Juni, 19.30 Uhr, Hainkirche Lützschena, Elsteraue 7. Interaktive Einführung um 18.00 Uhr. Tickets zu 15 Euro/erm. 10 Euro bei den bekannten VVK-Stellen und bei eventim.

Sonntag, der 4. Juni, 11.30 Uhr, Alte Börse. Interaktive Einführung um 10.00 Uhr. Tickets zu 15 Euro/erm. 10 Euro bei den bekannten VVK-Stellen und bei eventim.

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