Jahreswechsel

The Tiger Lillies und „Le Bal“: So feierten Schauspiel und Oper ins neue Jahr

Für alle LeserIn den großen Leipziger Kulturstätten verlief der Jahreswechsel in diesem Jahr laut, schrill und bunt. In der Oper präsentierten Intendant Ulf Schirmer und sein Ensemble ein festliches Best-Off des Repertoires. Und im Schauspiel stand die britische Kultband The Tiger Lillies auf der Bühne.

Die Silvesterparty des Jahres stieg letztlich mal wieder im Schauspiel. Mittelpunkt der Feier war der umjubelte Auftritt der Tiger Lillies. Adrian Stout, Martyn Jacques und Jonas Golland präsentierten dem Publikum einen Querschnitt ihres Repertoires, das sich aus einer Mischung aus Punk, Jazz und Cabaret speist. Zu hören waren sowohl Songs aus dem legendären „Shockheaded Peter“-Album als auch Bearbeitungen von Edith-Piaf-Chansons. Das Publikum erlebte eine mitreißende Licht-Klang-Performance.

„Das ist so geil“, schwärmte ein Gast gut hörbar während der laufenden Show. Umrahmt wurde das zweistündige Set von Spielszenen des Leipziger Schauspielensembles. Die Schauspieler verwandelten das Haus an der Bosestraße in ein schrilles Mad House. Nach dem Hauptact unterhielten DJ Jochen Arbeit und Brian Völkner & Friends die Partygäste. Für das leibliche Wohl sorgte das Team von Premium-Caterer Dietrich Enk.

War im Schauspiel legere Kleidung angesagt, galt im Opernhaus am Augustusplatz ungeschrieben ein festlicher Dresscode. Die zweistündige Revue unter dem Motto des Abends, „Le Bal“, bildete den Auftakt für eine rauschende Ballnacht. Auf der Bühne unterhielten Hausherr Ulf Schirmer, das Gewandhausorchester, Chor, Ballett und die Solisten Sejong Chang, Magdalena Hinterdobler und Mirjam Neururer die Gäste.

Auf dem Programm standen Auszüge aus Opernhits wie Eugen Onegin, Die Hochzeit des Figaro, Carmen und Gounods Faust. Das Ballett zeigte Auszüge aus den aktuellen Produktionen „Der Nussknacker“, „Mozart à Deux“ und „Lobgesang“. Zu sehen gab es außerdem Auszüge aus dem Musical „My Fair Lady“ und den Operetten „Eine Nacht in Venedig“ sowie „Giuditta“. Im Anschluss durfte in den Foyers bis weit nach Mitternacht das Tanzbein geschwungen werden.

Silvester in Leipzig: Menschen, Tiere, Sensationen

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