32.3 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Noch eine Premiere im Livestream des Schauspielhauses: Die Leiden des jungen Azzlack

Anzeige
Werbung

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Werbung

    Richtig los mit Theater vor richtigem Publikum geht es auch im Schauspiel Leipzig erst wieder am 19. Juni mit der Analog-Premiere „The Shape of Trouble to Come“. Aber vorher gibt es noch eine Premiere im Livestream mit einer Uraufführung, die das wohl innigste Gefühl aus Goethes berühmtestem Buch aufgreift – das der Fremdheit. „Die Leiden des jungen Azzlack“ heißt das Stück.

    Worum geht es in „Die Leiden des jungen Azzlack“?

    Der junge A. ist hier aufgewachsen, ist hier zur Schule gegangen, hat hier sein Abitur gemacht und studiert. Er lebt in Europa und in einem seit Generationen von Einwanderung geprägten Land, ist womöglich hier geboren. In seinem Alltag wird er immer wieder mit Fragen konfrontiert, die sich einst ein junger Mann namens Werther nicht stellen musste, ein Anton, Benedikt oder Claudius wohl selten stellen muss. Auch wenn sein Name für manche fremd klingt, hat er den gleichen Pass wie sie und erzählt seine Geschichte von seinem Standort aus, aus Deutschland.

    In seinem Solo erzählt A. mit Humor, Sarkasmus und Hintersinn und manchmal auch mit Wut über ein Leben, das von mehrfach gebrochenen Selbst- und Fremdzuschreibungen geprägt wurde. Er spricht über sich und spielt mit unseren Erwartungen, Vorurteilen und Zuschreibungen — den bewussten und unbewussten.

    Mit verschiedenen Kulturen und Sprachen aufwachsen und vertraut sein: Gerade in einer Zeit, in der viele Lebensläufe mit der Flüchtigkeit und Ortslosigkeit des „Globalen“ konfrontiert sind, werden Standortbestimmungen wichtig. Doch was verstehe ich unter Begriffen wie Zuhause oder Heimat?

    Und kann oder muss es das überhaupt für mich geben? Die Suche führt den jungen A. durch teils absurde Situationen: von der Islamischen Revolution im Iran über einen Urintest am Straßenrand einer deutschen Großstadt bis hin zu Science-Fiction-Serien, in denen sich Migrant/-innen neben Racial Profiling auch noch mit Aliens rumschlagen müssen.

    Marco Damghani wuchs in Hamburg auf und studierte an der HfS „Ernst Busch“ und am National Institute of Dramatic Arts Sydney Regie. „Die Leiden des jungen Azzlack“ ist seine erste Arbeit am Schauspiel Leipzig. Eidin Jalali, geboren 1992 in Teheran und aufgewachsen in Wien, studierte Schauspiel an der HfS „Ernst Busch“ Berlin und ist seit der Spielzeit 2020 / 21 festes Ensemblemitglied am Schauspiel Leipzig.

    „Die Leiden des jungen Azzlack“, Szenisches Projekt von Marco Damghani mit Eidin Jalali. Premiere am Samstag, 12. Juni, um 20 Uhr im Live-Stream auf dringeblieben.de

    Weitere Termine: 23. und 29. Juni, jeweils 20 Uhr.

    Ticketpreis: 8 Euro (regulär), 15 Euro (Supportticket)

    Hinweis der Redaktion in eigener Sache

    Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten alle Artikel der letzten Jahre auf L-IZ.de zu entdecken. Über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall.

    Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

    Vielen Dank dafür.

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige