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Nazi-Skandal: Bereitschaftspolizei prüft Disziplinarverfahren gegen Fernando V.

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    Die sächsische Polizei hat ihren Nazi-Skandal. Unbekannte hatten am Sonntag WhatsApp-Nachrichten veröffentlicht, die ein Bereitschaftspolizist mit dem bekannten Leipziger Neonazis Alexander K. getauscht hat. Aus den Chats geht hervor, dass der Beamte Sympathien für rechtsextremes Gedankengut hegt. Die Bereitschaftspolizei hält die Daten für echt.

    Fernando V. war bis gestern so etwas wie ein Vorzeigepolizist. Ein charmant aussehender Mann mit Migrationshintergrund. Geboren in Kolumbien, aufgewachsen in Aachen und Grimma schien der Beamte bestens in der Mitte der deutschen Gesellschaft integriert. Für eine PR-Geschichte in einer Dresdner Boulevardzeitung posierte der 28-Jährige im März gemeinsam mit einer Kollegin stolz vor einigen Dienstwagen.

    Der Text dreht sich um Polizisten mit Migrationshintergrund. „Viele haben den Respekt vor der Polizei verloren. Mit viel Kommunikation mit dem Bürger will ich meinen Beitrag leisten, damit sich das wieder ändert“, lässt sich „Nando“ zitieren.

    Was damals niemand wusste: Fernando V. steckte offenbar schon tief im braunen Sumpf Sachsens. Die Chats mit Alexander K. zeugen nicht nur von einer Freundschaft zu dem Leipziger Neonazi. Der Polizist nennt auch den überregional bekannten Dresdner Szenekader Maik Müller beim Vornamen. Ebenso den Bornaer Neonazi und Rocker Peter K.

    Seine Kollegen gehen von der Echtheit der Mitschnitte aus. „Die Bereitschaftspolizei Sachsen hält die abgebildeten Mitschnitte für authentisch“, sagt Behördensprecher Colin van de Loo gegenüber L-IZ.de. „Die Einleitung eines Disziplinarverfahrens wird geprüft.“ Selbstredend gilt für Fernando V. die Unschuldsvermutung, bis seine Schuld zweifelsfrei erwiesen ist.

    Die Beweise wiegen schwer. So deuten diverse Gesprächsinhalte darauf hin, dass die Chats in dieser Form stattgefunden haben. V. teilt seinem Gesprächspartner, mutmaßlich Alexander K., beispielsweise mit, wann und wo er bei einer Legida-Demo eingesetzt wird. Sollten sich die schweren Vorwürfe bewahrheiten, droht dem Beamten die Kündigung. Denn Polizisten müssen immer und überall für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einstehen.

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