Armes Sachsen: Immer mehr Rentner/innen müssen zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes arbeiten gehen

Er hat's wieder getan. Er lässt nicht locker. Alle Jahre wieder fragt der Leipziger Landtagsabgeordnete Dietmar Pellmann (Die Linke) nach, wie es den Rentnerinnen und Rentnern im Freistaat Sachsen geht. Immer mehr Sachsen müssen, auch wenn sie über 60 bzw. 65 Jahre alt sind, arbeiten, um genug Geld fürs Leben zusammen zu bekommen. Wirtschaftsminister Sven Morlok hat geantwortet.
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Ende September 2011 gingen in Sachsen mehr als 35.000 Menschen im Alter von über 65 Jahren einer Arbeitstätigkeit nach. Das waren fast 3.500 mehr als Ende 2008. Das ist das Fazit der Antwort auf die Anfrage „Arbeitstätigkeit von Rentnerinnen und Rentnern in Sachsen“ (Drs 5/9270) von Dietmar Pellmann.

„Dieser Anstieg resultiert vor allem aus einem Zuwachs bei Minijobs“, stellt der Abgeordnete fest. „Während Ende 2008 lediglich 27.563 Minijobs gezählt wurden, waren es Ende vergangenen Jahres (September 2011) bereits 29.982. Zieht man als Vergleich das Jahr 2003 heran, so ergibt sich ein Anstieg um 23 Prozent. Damit sind in Sachsen zwölf Prozent aller Minijobber älter als 65 Jahre.“

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Für ihn sind die Ursachen klar. „Aus diesen Fakten geht hervor, dass immer mehr ältere Menschen gezwungen sind, ihre oft niedrige Rente aufzubessern, um letztlich ihren Lebensunterhalt zu sichern. Zugleich weisen die Daten darauf hin, dass die Altersarmut in Sachsen steigt“, sagt Pellmann. „Altersarmut – das wäre der Staatsregierung nachdrücklich ins Stammbuch zu schreiben – lässt sich nicht dadurch abwenden, dass Menschen auch nach Erreichen des Rentenalters weiter arbeiten, zumal die meisten dazu überhaupt nicht mehr in der Lage sind. Viel dringlicher sind Wohlstand sichernde Renten! Stattdessen jedoch droht eine weitere Absenkung des Rentenniveaus und damit zunehmende Altersarmut, ohne dass die Staatsregierung gegensteuernd eingreifen würde.“

Die Auskunft von Staatsminister Morlok: http://edas.landtag.sachsen.de


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