Leipzig hat einen neuen Kinderstadtplan: Am 13. Januar wurde der Kinderstadtplan „Zentrum-Südost“ im Rahmen der Ausstellung „Die Stadt im Karton“ im Stadtbüro Leipzig erstmals vorgestellt. Es ist bereits der elfte Kinderstadtplan, der vom Leipziger Kinder- und Jugendbüro des Deutschen Kinderschutzbundes Leipzig e. V. koordiniert wurde – diesmal in enger Zusammenarbeit mit dem Hort der Pablo-Neruda-Schule. Wie bei allen Kinderstadtplänen standen auch bei diesem Projekt die Perspektiven der Kinder im Mittelpunkt.
Sie sammelten Lieblingsorte, wichtige Treffpunkte und Orientierungshilfen und verliehen dem Stadtplan so seinen unverwechselbaren Charakter. Entstanden ist ein übersichtlicher, farbenfroher Stadtplan, der sich am Alltag von Kindern orientiert.
Ausgehend von Stadtteilerkundungen und Workshops mit den Kindern ergab sich das abgebildete Gebiet. Neben dem Bayrischen Bahnhof und dem Friedenspark sind ebenso Teile der Südvorstadt und der Innenstadt abgebildet.
Zur besseren Orientierung helfen drei tierische Wegbegleiter: Tobi der Fuchs und sein kleiner Bruder zeigen den Weg zu Schulen und Kindergärten, Trobsi die Taube weist auf Kultur- und Freizeitangebote hin und Hase Hans hoppelt durch den Stadtteil und markiert Vereinssportangebote.
Das Besondere dabei: Die Tierpiktogramme basieren auf echten Kinderzeichnungen und machen den Plan besonders lebendig. Ergänzt wird der Stadtplan durch Hilfsangebote, Spielplätze sowie Natur- und Freiräume.

Projektleiterin Elisa Friedrichs betont die Bedeutung des Plans: „Mit dem Kinderstadtplan wollen wir Kindern ermöglichen, sich in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld zurechtzufinden und sich mit diesem zu identifizieren. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell sich Kinder auf dem Plan orientieren und miteinander sowie mit Familienangehörigen oder Fachkräften ins Gespräch kommen. Damit geben wir Kindern eine wichtige Stimme, wenn es darum geht, ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten.“
Auch die beteiligten Hortkinder der Pablo-Neruda-Schule sind vom Nutzen des Kinderstadtplans überzeugt. „Große Stadtpläne sind unübersichtlich“, erklären sie und fügen hinzu: „Abgebildete Gebäude sind wichtig, damit wir uns orientieren können – auf Erwachsenenkarten fehlen sie oft.“ Kinderstadtpläne seien „viel übersichtlicher“ und dienten „uns und anderen Menschen als Orientierung“.
Gestaltet wurde der Kinderstadtplan von Steve Hampel (atelier freiraum). Die Finanzierung erfolgte durch den Stadtbezirksbeirat Mitte über das Stadtbezirksbudget.
Der Kinderstadtplan „Zentrum-Südost“ ist kostenfrei erhältlich. Der Kinderstadtplan ist im Leipziger Kinder- und Jugendbüro (Johannisallee 20) sowie im Stadtbüro (Burgplatz 1) erhältlich sowie bald in weiteren Einrichtungen im Stadtgebiet. Der Plan steht außerdem unter
www.dksb-leipzig.de/unsere-arbeit/kinderstadtplan zum Download bereit.
Noch bis zum 30. Januar ist der Stadtplan außerdem im Stadtbüro Leipzig (Burgplatz 1) in Übergröße zu sehen. Im Rahmen der Ausstellung „Die Stadt im Karton“ präsentieren Hortkinder der Pablo-Neruda-Schule Stadtteilgeschichten und Miniaturszenen im Schuhkarton, die im Zuge der Arbeit zum Stadtplan entstanden sind.
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