Grünes Licht gibt es jetzt für die Solarcarports auf dem P+R-Platz Leipziger Messe, meldet die Stadt. Das mit zwei Millionen Euro vom Freistaat geförderte Pilotprojekt kann ab September gebaut werden. Der entsprechende Bauantrag wurde jetzt bewilligt. Beschlossen hat der Stadtrat den Bau der PV-Anlage im November 2024. Die geplante Anlage umfasst voraussichtlich 15 Einheiten, sogenannter PV-Carports, die jeweils 22 Stellplätze überspannen. Damit wären 330 Parkplätze der Park+Ride-Anlage Neue Messe, rund ein Drittel der Platzkapazität, mit den Photovoltaik-Modulen bestückt.

Die Leipziger Kommunale Energieeffizienz GmbH (LKE), ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Leipzig, baut und betreibt künftig die Anlage, die für eine jährliche Stromerzeugung von 915.000 Kilowattstunden ausgelegt ist, das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von rund 300 Haushalten. Die maximale Gesamtleistung der Anlage beträgt 1 Megawatt Peak (MWp).

„Mit der PV-Carportanlage an der Leipziger Messe realisieren wir ein Pilotprojekt für den flächenschonenden Ausbau erneuerbarer Energien mit überregionaler Strahlkraft, welches es in dieser Größenordnung bisher nur selten gibt“, betont Umwelt- und Klimabürgermeister Heiko Rosenthal.

Inbetriebnahme für Mai 2027 geplant

Mit Inbetriebnahme ab Mai 2027 soll die Anlage zum Leipziger Ziel einer klimaneutralen Stadt beitragen und Treibhausgasemissionen von 335 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen. Zugleich spenden die Carports Schatten und schützen Nutzerinnen und Nutzer des Park+Ride-Platzes vor Regen.

Gefördert wird das Pilotprojekt aus den Mitteln des Kommunalen Energie- und Klimabudgets (KomEKG). Dabei wurden der Stadt Leipzig vom Freistaat Sachsen in den Jahren 2023 und 2024 jeweils eine Million Euro zugewiesen, die explizit für den Ausbau erneuerbarer Energien vorgesehen sind. 528.000 Euro investiert die Stadt zusätzlich.

Die Photovoltaikanlage an der Neuen Messe ist ein Baustein der städtischen Klimaschutzbemühungen und der Zielstellung des Stadtrats, kommunale Dächer zur Gewinnung erneuerbarer Energien weiter auszubauen. Dies betrifft sowohl bestehende Gebäude als auch Neubauvorhaben. Baubürgermeister Thomas Dienberg: „Die Zusammenarbeit mit der Leipziger Kommunalen Energieeffizienz GmbH läuft optimal. Bisher hat sie auf städtischen Dachflächen Solaranlagen mit einer Leistung von rund 3 Megawatt Peak errichtet. Dies sorgt auch für eine Entlastung des städtischen Haushalts. “

Seit Beginn der Zusammenarbeit mit der LKE wurden bis Ende 2024 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2,3 MWp installiert, 2025 wurden Anlagen mit einer Leistung von 0,52 MWp errichtet und in diesem Jahr werden voraussichtlich zusätzlich 0,85 MWp entstehen. Insgesamt zeichnet sich ab, dass Bestandsgebäude mit hohem Potenzial und eher geringen Hemmnissen weitestgehend erschlossen wurden. Die aktuelle Haushaltslage bremst die Umsetzung weiterer Vorhaben.

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar