Nicht nur das technokratische Europa steckt in der Krise, auch der ökonomisierte Datenjournalismus

Es tut ja gut, ab und zu zu lesen, dass man mit seinen Analysen nicht daneben liegt und ein paar kluge Zeitgenossen die Sache genauso sehen. Wie die Sache mit diesem Europa, das nun seit zehn Jahren in einer Krise steckt, von allen Seiten infrage gestellt wird und von Nationalisten aller Länder sturmreif geredet wird. Was auch mit einer fehlenden großen Erzählung zu tun hat. Am Sonntag, 25. September, meldete sich auch der Philosoph Richard David Precht in der „Zeit“ zu Wort.

Auch er kommt zu dem Ergebnis, dass die aktuelle EU ein neues Narrativ braucht, eine neue Großerzählung, die das Projekt Europa für ihre Bürger wieder greifbar und erlebbar macht. Oder mal so formuliert: Überhaupt erst einmal greifbar macht. Denn die Integration allein über Handel, freie Märkte, freien Waren- und Grenzverkehr hat ihre Wirkung entfaltet. Sie hat Europa zu einem großen Markt gemacht. Und nun?

Seit 2007 wissen alle, dass dieser Markt vor allem eine schöne Spielwiese für Konzerne, Steuervermeider und Deregulierer ist. Wenn Nachrichten aus Brüssel die Medien erreichen, dann geht es um Wettbewerb, Wettbewerbsverstöße, Sanktionen, neue Marktregeln, Verteilungsmassen. Also eigentlich immer um Geld und Wirtschaft.

Und in jener großen Marketingkampagne, die man seit ein paar Jahren Globalisierung nennt, spielt dieses Europa immer irgendwie mit, mehr ratlos als souverän. Was auch an all den Dingen liegt, die heute Welthandel eigentlich ausmachen. Oder besser „Globalisierung“, denn den Welthandel gibt es schon viel länger. Und dazu gehört auch das unregulierte Schalten und Walten neuer Konzerne, die sich zwar bemühen, ganze Staaten zu ersetzen, aber mit einer Null-Moral, die in fatale Sprachlosigkeiten führt.

Je mehr geredet, gemeldet, gepostet und kommentiert wird, umso weniger wird tatsächlich kommuniziert.

Die Bürger haben sich in Konsumenten und User verwandelt.

Richard David Precht geht bis zu Alexis de Tocqueville, der vor 180 Jahren die künftigen Folgen der Demokratieentwicklung in den USA untersuchte und so ungefähr das beschrieb, was wir heute bekommen. Nur die Form ist eine etwas andere, als von Toqueville prophezeit, so Precht: „Am Ende, so prophezeite Tocqueville, werde die Demokratie ausgehöhlt sein. Die Bürger verzichteten auf ihre Beteiligung, und der Staat wandelt sich zu einer alles erfassenden Wohlfühldiktatur, ästhetisch egalitär, politisch totalitär und bestechend smart. – Diese Wohlfühldiktatur der Zukunft ist nicht die EU, wie manch verirrter Brite oder Deutschnationalist zu glauben scheint. Es ist die Diktatur der Daten-Cloud, die Herrschaft digitaler Imperien, die uns in atemberaubendem Tempo unsere Freiheit abkauft und uns in einer Matrix einlullt.“

Das Ergebnis ist eine Gesellschaft, in der es keine verlässliche Diskursbasis mehr gibt.

Oder Precht zitiert: „Doch was bleibt übrig, wenn der Kitt der Erzählungen fehlt? Bilder (milliardenfach) und Events (millionenfach), unverbunden, arithmetisch gereiht, atomisiert und zerstückelt. Keine Entwicklung, nur Trailer, gedreht von einer völlig überreizten medialen Erregungsindustrie. Wir leiden heute an einer digitalen Gedankenverengung wie das Mittelalter an einer religiösen. Unsere Denkschemata kennen nur like und dislike, lieben und hassen.“

Er verwendet das Wort Narrativ genauso zwangsläufig, wie wir es verwendet haben. Menschen brauchen Geschichten und gemeinsame Leiterzählungen. Irgendwann reichen reine technokratische Lösungen nicht mehr. Im Gegenteil, sie zeitigen zerstörerische Folgen, wenn es die Meta-Erzählung nicht mehr gibt, den grundlegenden, erzählbaren Kontext, in dem sich die Bürger wieder als Bürger einer großen Republik wiederfinden und teilhaben, am großen Diskurs über die Zukunft.

Heute haben sie an gar keinem Diskurs mehr teil. Nicht einmal die Parteien diskutieren mehr. Selbst wenn sie es tun, genügt ein Dummschwätzer in (a)sozialen Netzwerken, und die öffentliche Diskussion wird nicht mehr vom diskutierten Thema, sondern von dummem Geschwätz dominiert. Weil – das ist ja unübersehbar – die heutigen Medien von einer hochtourigen, immerfort alarmierenden Aufmerksamkeitsökonomie getrieben sind. Nicht nur die asozialen Netzwerke à la Facebook und Twitter, die glauben, mit Datenjournalismus irgendeine Art Ersatz für den alten, abgeschriebenen (Erzähl-)Journalismus bieten zu können.

Noch viel häufiger trifft man die gläubigen Narren der Jagd um Aufmerksamkeit in Rundfunk und Fernsehen, in den diversen Ausbildungsanstalten sowieso, wo jungen, gedankenlosen Menschen das Einmaleins des Tri- oder Multimedialen beigebracht wird. Das technische Spielzeug dominiert die Inhalte. Ergebnis sind: Katzen, Haifische, abstürzende Flugzeuge, Erdlöcher, Prominente. Nicht die Medien erzeugen mehr Aufmerksamkeit für die Dinge, die wichtig sind, sondern banale Aufreger fokussieren die Aufmerksamkeit der Medien. Sie werden zu simplen Verstärkern des Banalen.

Womit die meinungsmachenden Medien ganz stillschweigend einen alten Vertrag aufkündigen: den Dialog mit einem mündigen und kritischen Leser.

Sie verwandeln – getrieben von der Hatz nach größtmöglichen Klickzahlen – die Nachrichten in Ramschware und ihre Leser in User und Konsumenten. Und befinden sich damit in direkter Konkurrenz zu den digitalen Ramschläden Facebook & Co. Die eine Aufmerksamkeitshysterie heizt die andere an.

So entstehen keine Meta-Geschichten mehr. Nachrichten, Äußerungen und Kommentare werden beliebig.

Und die größte Aufmerksamkeit bekommt, wer die heftigsten Reizworte setzt. Oder Framings. Denn in der Aufmerksamkeitsökonomie funktionieren komplexe Geschichten nicht mehr.

Dafür funktionieren kurze, bildhafte und stark emotionalisierte Frames am besten.

Elisabeth Wehling meint in ihrem Buch „Politisches Framing“ zwar, die Amerikaner seien beim Erforschen der Funktionsweise von Frames schon deutlich weiter als die Europäer. Aber sie haben augenscheinlich auch noch keine Wege gefunden, damit umzugehen.

Denn ein Donald Trump benutzt ja lauter banale Frames, vollgepackt mit starken Emotionen – vom Hass über den Neid und die gärenden Abstiegsängste bis hin zu Vorurteilen, die eine aufgeklärte Gesellschaft normalerweise zivilisiert und bändigt.

Aber nun bieten ausgerechnet diese hübschen modernen Medien, die mancher Internet-Guru schon mal als die Medizin für die Welt anpreist, sichtlich den besten Boden, mit Frames und Falschmeldungen binnen Minuten nicht nur Empörungswellen auszulösen, sondern auch Stimmungen zu schaffen und Gesellschaften zu spalten. Es gibt nur noch „like“ und „dislike“.

Alles, was komplizierter ist als „Ja“ und „Nein“ spielt in diesen Kampagnen keine Rolle mehr.

Und alle die Leute, die glauben, begriffen zu haben, wie man diese Empörungsmaschinerie bedient, bekommen dann auch noch extra Aufmerksamkeit in den klassischen Medien. Wie jetzt in Leipzig die CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla, die noch nie irgendetwas Substanzielles zur politischen Diskussion beigetragen hat – auch nicht in ihrer Leipziger Zeit, die auf Wahlpodien jedes Mal heillos absoff, weil sie von den lokalen Themen der Stadt keine Ahnung hat – aber die Aufmerksamkeit ist ihr sicher.

Und da streifen wir natürlich das große Thema: Welche Rolle spielen eigentlich Medien in diesem Zusammenhang?

Keine, stellt Precht fest. In der „Wohlfühldiktatur“ werden sie nicht gebraucht, weil sich der User vollkommen verabschiedet hat aus seiner (anstrengenden) Rolle als Staatsbürger. Politik wird als Unterhaltung begriffen – und von deutschen Fernsehsendern auch genau so inszeniert. Mitsamt dem Gefühl, dass es eigentlich völlig egal ist, ob man diesen Politiker wählt oder jenen.

In dieser von Precht diagnostizieren „Wohlfühldiktatur“ steckt aber auch gleichzeitig das Unbehagen. Denn wenn es egal ist, was man politisch konsumiert, ist auch Politik selbst egal: „Es ändert ja eh nichts.“ Aber das liegt nicht daran, dass Politiker in ihrer Positionierung austauschbar geworden sind. Es liegt am technokratischen Verständnis von Politik (an dem mittlerweile auch linke Bewegungen scheitern). Man glaubt, die Probleme des Landes oder des Kontinents rein marktwirtschaftlich lösen zu können.

Was sichtlich nicht funktioniert.

Und was die Herzen der Europäer schon längst nicht mehr ereicht.

Sie können viel schwatzen. Und es bewirkt nichts. Der pseudopolitische Diskurs läuft ins Leere.

Übrig bleiben die nationalen Gespenster.

Precht formuliert es zwar nicht so, aber es läuft aufs Selbe hinaus: Wenn Europa weiterhin nur ein inhaltsloses technokratisches Projekt bleibt, wird es untergehen. Precht: „Doch während unsere Gesellschaft auf diese Weise panfiktionalisiert ist, grenzt sie sich gleichzeitig hart und unerbittlich von einer Sphäre ab, von der sie größtmögliche Sachlichkeit erwartet: die tagtägliche Politik und Ökonomie. Hier duldet man nicht die geringste Fantasie, sondern verschreibt sich einem Götzen der Sachlichkeit namens Effizienz.“

Da müssen also zwei Instanzen wieder lernen, echte Geschichten für echte Menschen zu erzählen.

Was man von bestallten Managern freilich nicht erwarten kann. Schmeißt die Typen einfach raus.

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