Gastkommentar von Christian Wolff: Hände weg vom Bachfest …

„Wie weiter mit Mendelssohn und Bach?“ fragte Ende September 2016 Peter Korfmacher in der Leipziger Volkszeitung (LVZ http://www.lvz.de/Kultur/Wie-weiter-mit-Mendelssohn-und-Bach ). Die Frage ist berechtigt. Denn nachdem die Mendelssohn-Festtage in diesem Jahr sang- und klanglos beerdigt wurden, will man auf die Schnelle das seit 1999 jährlich stattfindende, sich erfolgreich entwickelnde Bachfest zu einem Leipziger Musikfestival umbauen.
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Doch wer da an welchen Fäden zieht, bleibt sehr im Nebulösen: Bach-Archiv, Stadt Leipzig mit Oberbürgermeister und Kulturbürgermeisterin, Gewandhaus, Mendelssohn-Haus oder die gleichnamige Stiftung, designierter Gewandhauskapellmeister oder der Präsident des Bach-Archivs? Einzig Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke äußerte sich und sieht laut LVZ „alles im Fluss“.

Dennoch werden jetzt schon Weichen gestellt, ohne dass alle Beteiligten zu Rate gezogen werden. So weiß der neue Thomaskantor Gotthold Schwarz von nichts, aber plötzlich wurde der Kirchgemeinde St. Thomas die Information zugesteckt: das Bachfest 2018 soll nicht mehr in der Thomaskirche, sondern im Gewandhaus eröffnet werden – und auch das Abschlusskonzert mit der h-Moll-Messe sei im Gewandhaus geplant. Finden also die Versuche von 2001 und 2006 eine Neuauflage? Da wollte man Fakten schaffen und Gottesdienste, Metten und Motetten aus dem offiziellen Bachfest-Programm herausstreichen. Da sollte „Festival-Atmosphäre“ in der Thomas- und Nikolaikirche dadurch erzeugt werden, dass man mit Hilfe von bestellten Claqueuren die Dirigenten unter Beifall ans Pult treten ließ. Am liebsten hätte man auch noch den Roten Teppich zwischen Bach-Denkmal und Bach-Tür ausgerollt und Pausen für Sekt-Häppchen eingerichtet.

Dieser Unsinn konnte Gott sei Dank im Keim erstickt werden. Das Bachfest – nach dem großen Erfolg im Jahr 2000 von der Stadt Leipzig zunächst ganz bewusst heruntergefahren – hat sich in den vergangenen zehn Jahren bestens entwickelt und gilt inzwischen als das Bachfest weltweit. Von behaupteter „Stagnation“ kann keine Rede sein, dafür umso mehr von Öffnung hinein in die Stadt und gewachsener Internationalität.

Natürlich kann das alles noch verbessert werden. Aber was sollen Überlegungen, die Streichung der Mendelssohn-Festtage zum Anlass zu nehmen, das Bachfest seines originären Charakters zu entledigen? 1997 wurden die Mendelssohn-Festtage anlässlich des 150. Todestag von Felix Mendelssohn Bartholdy ins Leben gerufen – bewusst zwischen dem Reformationstag und Mendelssohns Todestag am 4. November. Doch nach dem Dienstantritt von Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly wurden die Festtage ab 2006 einseitig vom Gewandhaus auf den September gelegt – eine, wie schon damals vorhersehbar war, Totgeburt. Denn aufgrund des Schuljahresanfangs wie der Semesterferien an der Universität Leipzig und der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ (HMT), fielen wichtige Partner wie der Thomanerchor, die Universitätsmusik und die HMT weitgehend aus. Die Teilnehmer/innenzahlen wurden dadurch geschönt, dass man die Gottesdienste und Motetten in der Thomaskirche mitzählte, in denen ein Orgel- oder Chorstück von Mendelssohn aufgeführt wurden.

Doch warum ist man von Anfang November auf September gegangen? Der Grund ist wohl derselbe, der jetzt dazu führen soll, das Bachfest in die Profillosigkeit eines Musikfestivals zu überführen: die Rote-Teppich-Liturgie; möglichst viele Konzerte im Gewandhaus; eine Preisverleihung im öden Bussi-Bussi-Glamour mit eingekauften Promis und eine Gesellschaft, die mehr oder weniger unter sich bleiben möchte. Das passt weder zur Musikstadt Leipzig noch zur gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Großwetterlage. Leipzig verfügt Gott sei Dank über eine Musikszene, für die das zwischen Salzburg und Bayreuth vagabundierende Festival-Publikum nicht erst eingefangen werden muss. Das reiche, sich auf hohem Niveau bewegende musikalische Leben Leipzigs zieht Menschen aus aller Welt an. Es gibt keine andere Stadt, die musikalisch so viel Authentisches aufzuweisen hat wie Leipzig.

Darum machen sich Menschen auf den Weg zum Bachfest, weil nur hier die Musik Bachs (auch Mendelssohns) an den Orten zu erleben ist, für die die Musik geschaffen wurde und die über eine 800-jährige Musiktradition verfügen: Thomaskirche, Nikolaikirche, Altes Rathaus – und die neue Universitätskirche, wenn sie denn einmal fertiggestellt sein wird. Nirgendwo sonst können Bachs Orgelwerke, Motetten, Kantaten und Oratorien so original und werkgetreu aufgeführt werden wie in den Gottesdiensten, Motetten und Konzerten in der Thomas- oder Nikolaikirche, wenn der Thomanerchor die Kirchenmusik gestaltet. Das hebt das Bachfest Leipzig unter allen Festivals hervor und ermöglicht jedermann – unabhängig von teuren Eintrittskarten – einen wesentlichen Teil des Bachfestes mitzuerleben und zu spüren, welches Ziel Bach mit seiner Musik verfolgte: zur Ehre Gottes und zur Rekreation des Gemütes und damit zu einem sinnvollen Leben beizutragen.

Philippe Herreweghe wies 2010 bei der Verleihung der Bach-Medaille darauf hin, dass Bachs Musik nicht ihres geistlichen Charakters entledigt werden kann und zwingend des gottesdienstlichen Rahmens bedarf. Darum noch einmal: Die Matthäus-Passion oder h-Moll-Messe in einem Konzertsaal zu hören – dafür muss sich niemand nach Leipzig aufmachen. Aber sie in der Thomaskirche, gesungen von der Westempore, auf der schon Bach musizierte, zu erleben, das ist einmalig – und das gilt es auszubauen.

Ein anderer Bach-Medaillen-Träger, John Eliot Gardiner, antwortete in einem LVZ-Interview im Februar 2014 anlässlich seines Dienstantritts als Präsident des Bach-Archivs auf die Frage „Wo sehen Sie die Leipziger Bach-Pflege musikalisch?“: „Sie war in der Vergangenheit ein bisschen provinziell. … ich finde die Leipziger Bachpflege erstens nicht international genug – und zweitens nicht nah genug an den … Erkenntnissen der historischen Aufführungspraxis.“ Merkwürdig nur, dass Gardiner eines völlig vergisst: Zur historischen Aufführungspraxis in Leipzig gehört der authentische Ort und das Format – und vielleicht sogar der Text unter den Noten. Da bewegt sich Leipzig nicht in der Provinz, sondern mit seinen Alleinstellungsmerkmalen auf höchstem Niveau.

Wenn man dann noch bedenkt, dass Gardiner in der Thomaskirche immer von unten musizieren möchte (da spielt das „Historische“ plötzlich keine Rolle mehr; man will ja schließlich gesehen werden) und beim diesjährigen Bachfest zu Beginn der Aufführung der Matthäus-Passion aus der Vierung kommend durch den Mittelgang schritt, um auf dem Weg zur Westempore mit gehörigem Abstand zu den Mitwirkenden wie ein Bach-Imperator die Huldigungen des Volkes entgegenzunehmen – der peinlichste Moment, den ich in der Thomaskirche erlebt habe – dann wird klar, was alles bei den Überlegungen zu einem „Musikfestival“ auf dem Spiel steht und woher der Wind weht.

Darum kann ich allen Verantwortlichen nur zurufen: Hände weg vom Bachfest! Dieses sollte weiter ausgebaut und popularisiert werden, unter Einbeziehung von Gewandhaus und Oper – aber als Bachfest, das mit seiner Musik nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Kultur liefert, sondern über die Inhalte der musica sacra Wesentliches beiträgt zur Förderung der Grundwerte unseres Lebens, zur Stärkung der Verantwortung und des sozialen Zusammenhalts in unserer Gesellschaft. Das gilt auch für die Musik Mendelssohns, ein wunderbares Produkt einer interreligiös ausgerichteten musikalischen Existenz. Darum an Mendelssohns Todestag die dringende Bitte: ein neuer Anlauf zu Mendelssohn-Festtagen vom 31. Oktober bis zum 4. November. Der Erfolg ist vorprogrammiert und Kurt Masurs Initiative gewürdigt.

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* Kommentar *Johann Sebastian BachBachfestFelix Mendelssohn Bartholdy
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