Max-Klinger-Gymnasium

Luan soll bleiben: Schüler kämpfen gegen drohende Abschiebung

Für alle LeserEin 18-jähriger Schüler des Max-Klinger-Gymnasiums in Grünau soll innerhalb der nächsten sieben Tage in den Kosovo zurückkehren. Anderenfalls drohen ihm Festnahme und Abschiebung. Seine Lehrer und Mitschüler kämpfen für seinen Verbleib in Deutschland. Eine Online-Petition hat bereits mehr als 3.000 Unterstützer.

Für die meisten Schüler in Sachsen hat am vergangenen Wochenende eine besonders schöne Zeit begonnen: Sie haben Ferien. Doch bei vielen Schülern des Max-Klinger-Gymnasiums in Grünau ist die Freude darüber deutlich getrübt: Sie haben am letzten Schultag vor den Ferien erfahren, dass ihr Freund und Klassenkamerad Luan das Land verlassen soll. Geht es nach dem Willen der Ausländerbehörde der Stadt Leipzig, wird sich der 18-Jährige nach dem Ende der Winterferien nicht mehr in Deutschland aufhalten. Er soll in den Kosovo zurückkehren.

„Ich habe dort keine Wohnung, ich weiß nicht, wo ich dann leben soll“, erzählt Luan. Vor zwei Jahren war er gemeinsam mit seiner Familie nach Deutschland gekommen. Im Kosovo seien die Lebensbedingungen schlecht. Die Eltern sind krank, berichtet Luan: Thrombose bei der Mutter, Diabetes und psychische Probleme beim Vater. In ihrem Herkunftsland könnten sie sich die Behandlung nicht leisten.

Luan besucht seit zwei Jahren die Max-Klinger-Schule. Seit dem laufenden Schuljahr ist er in den normalen Betrieb der 9. Klasse voll integriert. „Ich fühle mich hier wohl und komme sehr gut zurecht“, sagt Luan. „Im Kosovo müsste ich wieder ganz von vorne anfangen.“

Genau das droht ihm jedoch seit einigen Tagen. Die Ausländerbehörde hat ihm eine sogenannte Grenzübertrittsbescheinigung zugeschickt. Darin heißt es einleitend: „Sie sind verpflichtet, bis zum 23.02.2017 auszureisen.“ Am Ende des Schreibens steht die Drohung, dass Luan – sofern er der Forderung zur Ausreise nicht nachkommt – zur Festnahme ausgeschrieben werden kann. Eine Abschiebung wäre dann der nächste Schritt.

Kampflos wollen ihn seine Freunde und Mitschüler allerdings nicht gehen lassen. Der Neuntklässler Benjamin hat deshalb noch vor den Winterferien eine Petition im Internet gestartet. „Ich möchte nicht, dass das Leben von Luan zerstört wird“, erklärt der 16-Jährige, der bereits vor einem Jahr an seiner Schule einen Arbeitskreis für Geflüchtete gegründet hat. Einmal pro Woche geben Schüler des Max-Klinger-Gymnasiums seitdem Nachhilfe für geflüchtete Kinder.

Luans Mitschüler haben einen Brief an die Ausländerbehörde verfasst. Foto: René Loch

Luans Mitschüler haben einen Brief an die Ausländerbehörde verfasst. Foto: René Loch

Die Resonanz auf die Petition ist überwältigend

Innerhalb weniger Tage haben sich mehr als 3.000 Menschen mit Benjamins Anliegen – „Luan soll bleiben!“ – solidarisiert. In den Kommentaren ist unter anderem zu lesen, dass Luan ein „liebevoller Klassenkamerad“, „voll nice“ sowie „nett und höflich“ sei. Manche Unterzeichner hinterlassen allgemeine Botschaften wie „Abschiebungen sind unmenschlich“, „Kein Mensch ist illegal“ und „Bleiberecht ist Menschenrecht“. Eine Frau aus Leipzig schreibt: „Ich konnte mich persönlich von den Zuständen im Kosovo überzeugen. Es ist grausam.“

Glaubt man dem Auswärtigen Amt, stehen zumindest die Chancen, dort einen Job zu finden, schlecht: Die Arbeitslosigkeit beträgt etwa 35 Prozent. Noch schlimmer sieht es für die Jugendlichen aus: Laut Weltbank sind in dieser Gruppe mehr als 70 Prozent arbeitslos.

Mark Gärtner vom Sächsischen Flüchtlingsrat empfiehlt Luan, einen Antrag bei der Härtefallkommission zu stellen: „Diese besteht aus neun Mitgliedern und bewertet die wirtschaftliche und soziokulturelle Integration sowie die sprachlichen Fähigkeiten.“ Der Flüchtlingsrat ist eines der Mitglieder.

Eine der L-IZ vorliegende Einschätzung durch seine aktuelle Klassenleiterin sowie einem ehemaligen Klassenleiter könnte Luan dabei zugute kommen. Darin heißt es beispielsweise: „Seine schulischen Leistungen sind ausreichend, um das Klassenziel der Klasse 9 zu erreichen. Er macht ständig Fortschritte und setzt alle Kraft dafür ein, hier in Deutschland einen guten Schul- und Ausbildungsabschluss zu erreichen. Wir sind der festen Überzeugung, dass er die Chance dazu verdient hat.“

Zusätzlich zu der bereits tausendfach unterzeichneten Online-Petition haben 22 Mitschüler von Luan einen langen Brief an die Ausländerbehörde verfasst. „Er ist fest in unser Klassenkollektiv eingebunden und da auch nicht mehr wegzudenken“, schreiben die Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren. „Er hat klassenübergreifend und jahrgangsstufenübergreifend Freunde.“ Luan sei liebevoll, ehrlich und ehrgeizig. „Er hilft, obwohl er die Hilfe viel dringender und besser gebrauchen könnte.“

Luan hofft, gemeinsam mit seiner Familie in Deutschland bleiben zu dürfen. Hier sei ein gutes Leben möglich. Für das Engagement seiner Mitschüler ist er dankbar: „Es ist unglaublich, wie viele Leute mich unterstützen. Sie sind so hilfsbereit und machen alles für mich. Das werde ich nie vergessen.“

Petition „Luan soll bleiben!“

Dossier des Sächsischen Flüchtlingsrates zu Abschiebungen

Teil 2, vom 23. Februar 2017 auf L-IZ.de: Luan und seine Familie: Duldung für einen Monat, weiteres Verfahren offen

In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

https://www.l-iz.de/bildung/medien/2017/01/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

AbschiebepraxisAbschiebungenLuan
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
2 Kommentare

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
BUND Leipzig trauert um Dr. Leonhard Kasek
Stadtgespräch Verkehr zur Mobilität der Zukunft in Leipzig: Bürger und Presse willkommen!
36. Klassische Kartoffel Konzert in Leipzig: The Six Pickles
Am 23. November: Filme aus dem 3. Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ und Auktion
Jungliberale Aktion Sachsen: Schafft den Buß- und Bettag ab
Abschluss der Schmetterlingsaktion
Ausstellung in der HTWK Leipzig wirft einen Blick zurück auf ostdeutsche Modegeschichte
Polizeibericht, 17. November: Krippenwagen gestohlen, Von der Straße gedrängelt, Auto ausgebrannt
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

SC DHfK Leipzig vs. Göppingen 33:28 – Arbeitssieg und Ligadebüt für Torwart Simonsen
Erst die Arbeit - und dann der Jubel. Heimsieg für den SC DHfK. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserEine Halbzeit lang taten sich die Leipziger auf hohem Niveau schwer gegen ihre kämpferischen, aggressiv verteidigenden Gegner. Gleichzeitig bekamen sie die starken Kreisspieler nicht so ganz in den Griff, so dass Milos Putera trotz guter Leistung bis zur Pause schon 16 Mal den Ball aus den Maschen holen musste. In Halbzeit zwei griff die Defensive besser, der Angriff stach weiter, und so errangen die Leipziger einen Heimsieg der schwierigeren Sorte. Das 33:28 war zu deutlich für den Spielverlauf.
Weiter Wirbel um Rauscher: Studenten planen Demo
Eine falsche Debatte am 28. April 2016 an der Uni Leipzig über "Meinungsfreiheit": Tarek Abdel Al Mohammed Hassan (Referent für Antirassims im Stura der Uni Leipzig, Prof. Dr. Thomas Rauscher und Moderatorin Jessica Brautzsch (Mephisto 97.6). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDr. Thomas Rauscher wird es sicherlich als die Fortsetzung einer Art Hexenjagd gegen sich und gegen seine zu keinem Zeitpunkt beschnittene „Meinungsfreiheit“ empfinden. Nachdem er seinen Twitteraccount abgeschalten hat, hatten ihn Studenten des SDS Leipzig in einer Übung im Hörsaal besucht, seine Tweets präsentiert und in der Realität kommentiert. Nun bereiten sie eine Demonstration vor und rufen unter dem bereits bekannten Motto „Rauscher rausch ab“ zum Protest gegen Rassismus und Diskriminierung an der Universität Leipzig auf. Gleichzeitig hinkt die inhaltliche Debatte über Rauschers Twitter-Thesen an der Uni noch etwas hinterher.
Rathausvorplatz soll seine Straßenfunktion verlieren
Bauarbeiten am Rathausvorplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Ende fragt man sich nur noch: Warum wurde dann die Gunst der Stunde nicht genutzt, vor dem Eingang zum Neuen Rathaus tatsächlich einen modernen Platz mit Aufenthaltsqualität zu schaffen? Warum hat man doch wieder eine Straße in Planung gegeben, die nun auch noch ihre Straßenfunktion verlieren soll? Denn dieses Stück Straße möchte die Verwaltung jetzt einziehen.
Positionspapier der Bürgermeister aus dem Erzgebirge findet volle Zustimmung bei SPD, Grünen und Linken
Wenn das Geld knapp ist ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie sächsische Regierungspolitik steht vor einem gewaltigen Scherbenhaufen. Nach dem angekündigten Rücktritt von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) wird immer deutlicher, dass seine Regierungsjahre in weiten Teilen verlorene Jahre waren. Die zukunftsfähige Gestaltung des Landes hat er einer rigiden Sparpolitik geopfert, unter der vor allem die Kommunen im Land gelitten haben. Und das Statement von 21 Bürgermeistern aus dem Erzgebirgskreis bringt das Dilemma jetzt auf den Punkt.
Wer in Leipzig gut verdient, hat natürlich keinen Grund zur Panik
Bestands-und Angebotsmieten in Leipzig. Grafik: PISA Wohnungsmarktbericht

Grafik: PISA Wohnungsmarktbericht

Für alle LeserEs ist ambitioniert, was das PISA Immobilienmanagement nun zum zweiten Mal versucht hat: einen detaillierten Marktbericht zum Wohnungsmarkt in Leipzig. Den ersten legte das Unternehmen 2016 vor. Auch damals mit dem Hinweis: Kein Grund zur Panik. Global betrachtet stimmt das auch. Wer gut verdient, kann sich das neue Mietniveau leisten. Panik ist in Leipzig mittlerweile eine Sache des Geldbeutels.
Ein Buch, das gerade im Hybriden von Aula und Kirche St. Pauli Faszination und Chancen entdeckt
Peter Zimmerling (Hrsg.): Universitätskirche St. Pauli. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferAm 1. Dezember ist es endlich so weit. Mit einem Festakt und einem Festkonzert wird das Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli – am 1. Dezember eröffnet. Gefeiert wird bis zum Universitätsgeburtstag, dem Dies Academicus am Montag, 4. Dezember. Und pünktlich zu diesem Finale liegt jetzt auch dieses opulente Buch vor. Das auch ein streitbares ist. Denn um kein Leipziger Gebäude wurde in den vergangenen 15 Jahren so heftig gestritten wie um St. Pauli.
Bayer Leverkusen vs. RB Leipzig 2:2 – Kein Sieg trotz Führung und Überzahl
Forsberg verwandelt zur erneuten Führung für RBL. Foto: GEPA pictures/Sven Sonntag

Foto: GEPA pictures/Sven Sonntag

Für alle LeserWie schon in der Vorsaison ging es in der Partie zwischen Bayer Leverkusen und RB Leipzig hoch her – zumindest nach der Halbzeitpause. Am Ende stand es 2:2; Werner und Forsberg hatten per Strafstoß getroffen. Da die Leipziger zweimal in Führung lagen und fast 45 Minuten in Überzahl spielten, ist das Unentschieden aus ihrer Sicht zu wenig.
Artenreiche Wälder funktionieren besser und sind widerstandsfähiger gegen Stress
Biodiverser Herbstwald mit Fichte, Buche und Birke. Bild: iDiV, Christian Hüller

Bild: iDiV, Christian Hüller

Für alle LeserDass Wälder komplexe Lebenswelten sind, in denen sich Bäume, Pilze, Bakterien, Vögel, Kriechtiere, Säugetiere, Moose usw. alle gegenseitig ergänzen, das erfährt man meist noch so am Rande im Biologieunterricht. Dass Wälder erst richtig widerstandsfähig sind, wenn sie möglichst artenreich sind, das müssen jetzt erst einmal wissenschaftliche Forschungen untermauern. Höchste Zeit wird’s. Denn dem Klimawandel widerstehen nur artenreiche Wälder.
Abschluss der Schmetterlingsaktion
Foto: Michael Happ

Foto: Michael Happ

Umweltstaatssekretär Herbert Wolff hat am 17. November 2017 in Bad Schandau (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) auf der Abschlussveranstaltung der Aktion „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ ein positives Resümee gezogen. Im Jahr 2015 startete das Projekt mit dem Ziel, Freiwillige zu gewinnen, die ihre Freiflächen schmetterlingsgerecht pflegen.
Sorgen Radstreifen in der Dresdner Straße tatsächlich für Staus?
Radverkehr Richtung Dresdner Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserGibt es jetzt tatsächlich ständig Rückstaus in der Dresdner Straße, weil Anfang November endlich Radfahrstreifen zwischen Johannisplatz und Gerichtsweg aufgetragen wurden, wie Handwerkskammerpräsident Klaus Gröhn via LVZ behauptete? Eine Rückfrage bei der Stadt zeigt: Nein, das war nur temporär der Fall, weil sich eine Baustelle in der benachbarten Prager Straße mit der Auftragung der Radstreifen überschnitt. Das war so nicht geplant, teilt das Verkehrsdezernat mit.
Leipzig war an der Stellungnahme des Deutschen Städtetages zur Sanktionspraxis der Jobcenter nicht beteiligt, aber Stefan Hahn findet Sanktionen prima
Kassensturz: Letzter Groschen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas dürfte dann auch in der Fraktion der Freibeuter für Stirnrunzeln sorgen: Auf drei durchaus berechtigte Fragen zur Sanktionspraxis in den Jobcentern hat OBM Burkhard Jung jetzt geantwortet. Und seine Antwort macht ziemlich deutlich, dass er das Thema ungern auf dem Tisch haben möchte. Eine durchaus seltsame Stellungnahme zur Sanktionspraxis hatte der Deutsche Städtetag nämlich im Februar abgegeben.
Landtagsabgeordnete fordert eine sächsische Wohnungslosenstatistik und einen besser finanzierten sozialen Wohnungsbau
Wohnadresse: Parkhäuschen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt kaum einen Bereich der Bundespolitik, in dem nicht das fatale neoliberale Denken für gravierende Störungen gesorgt hat. Die Wohnungspolitik gehört ganz zentral dazu. Viele Großstädte leiden unter Wohnungsmangel und zum Teil stark gestiegenen Mietniveaus, die sich Normal- und Geringverdiener nicht mehr leisten können. Doch ein belastbares soziales Wohnungsbauprogramm fehlt. Nun alarmieren neue Rekordzahlen bei Wohnungslosen.
Verkehr in Leipzig: Wirtschaftskammern verschlafen Anschluss an gesellschaftliche Wirklichkeit
Handwerkskammerpräsident Klaus Gröhn. Foto: HWK zu Leipzig

Foto: HWK zu Leipzig

Für alle Leser Es gibt wenige Städte, die sich so intensiv mit der Lösung ihrer Verkehrsprobleme beschäftigen, wie Leipzig. Über sechs mögliche Mobilitätsszenarien beraten die Stadtratsfraktionen jetzt bis zum Frühjahr, sechs Szenarien, die Wege beschreiben, wie der anstehende Verkehrskollaps vermieden werden kann. Nur einer spielt nicht mehr mit: Klaus Gröhn, der Präsident der Leipziger Handwerkskammer. Und in der LVZ fand er sein williges Sprachrohr. „Dubrau muss weg“, durfte der Handwerksmeister dort am Freitag, 17. November, lautstark fordern. „Wir brauchen eine 180-Grad-Wendung in dieser Stadt. Nicht morgen, sondern sofort.“
Video Vorspiel: Schämie marschiert und Norman bekommt was kleines Schwarzes
Augen auf bei Norman Landgraf und Martin Hoch: Chemie marschiert und trifft am 22.11. auf Lok in Probstheida. Foto: Video Heimspiel TV

Foto: Video Heimspiel TV

Für alle LeserEs ist ja eh längst Stadtgespräch unter den Fußballverrückten: Lokomotive Leipzig empfängt am 22. November 2017 die BSG Chemie Leipzig. Derbyzeit und dieses Mal scheint Chemie nach zuletzt denkbar knappen Niederlagen gegen Lok stärker als je zuvor. Im Sachsen-Pokal bezwangen die Grün-Weißen immerhin Lok-Bezwinger Budissa Bautzen und kamen ins Halbfinale. Neben Bildern davon und vom großen Rugby-Event in Probstheida, haben die Vorspielmacher heute auch einen Gast mit einer guten Nachricht für den Leipziger Eislaufsport und etwas für Norman im Gepäck. Die IceFighters wollen in den Kohlrabizirkus umziehen, sehr zur Freude auch für Hobbykufenflitzer.
Weil er Drogen in den Knast geschmuggelt haben soll: Gefängnismitarbeiter droht Freiheitsstrafe und Jobverlust
Marcel K. soll Drogen ins Gefängnis geschmuggelt haben. Foto: Martin Schöler

Foto: Martin Schöler

Für alle LeserMarcel K. (40) zittert seit vier Jahren um seine Existenz. Solange ist es her, dass die Justiz schwere Vorwürfe gegen den Strafvollzugsbeamten erhob. Der Beamte soll seine Stellung missbraucht haben, um zwischen Dezember 2012 und Februar 2013 drei Mal Crystal Meth und Handys in die JVA Leipzig zu schmuggeln. Die Vorwürfe stehen allerdings auf wackeligen Füßen.