Was Misstrauen in Medien mit Marktdenken, Ressentiments und gesellschaftlichen Milieus zu tun hat

Für alle LeserEs wurde ja nun genug diskutiert über Lügenpresse, Misstrauen in Medien, Rechtspopulismus und was das alles miteinander zu tun haben könnte. Gleichzeitig gab es lauter Studien, die besonders dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Tageszeitungen hohe Glaubwürdigkeit bescheinigen. Aber es liegen auch Untersuchungen vor, die ein wachsendes Misstrauen gegenüber Medien belegen. Dass das kein Widerspruch sein muss, zeigt jetzt ein Arbeitspapier der Otto-Brenner-Stiftung.
Anzeige

Federführend bei diesem Arbeitspapier „Polarisiert und radikalisiert?“ waren wieder Leipziger Forscher, die man von ihren „Mitte“-Studien kennt. Jenen Studien, die immer wieder für raunendes Entsetzen sorgen. Natürlich in den Medien. Wo denn sonst?

Natürlich haben Medien ein Problem – oder mehrere. Denn sie sind Viele. Und da arbeiten auch nur Menschen mit einem unheimlichen Kuschelbedürfnis und dem Glauben, sie würden ihre Leser und Zuschauer und Zuhörer doch richtig gut kennen. Und dann stellt sich heraus: Ein gewisser Prozentsatz sind ausgemachte Rassisten, Chauvinisten, Antisemiten – manche auch echte Nazis.

Auweia.

Die „Mitte“-Studien haben mit ihrer großen Stichprobe nur gezeigt, dass es so ist. Dass Demokraten nicht alle gut sind und klug und menschenfreundlich. Einige sind es eben nicht. Was manchmal mit Erziehung zu tun hat, manchmal aber auch mit den Bevorzugungsmechanismen unserer Gesellschaft. Denn eine Wettbewerbsgesellschaft befördert nun einmal das gegenseitige Wadenbeißen, die Angst vorm Absturz, die Gier und das Verlangen nach Macht und Durchsetzung.

Ich schreib es ja ungern. Aber es ist so: Der Marktgesellschaft wohnt immer auch ein rücksichtsloses chauvinistische Element inne. Auch ein rigides Elite-Denken, was ja einige Kollegen vehement abstreiten. Meist solche, die Elite-Schulen besucht haben. Und das wiederum befördert das, was die Psychologen „autoritäre Typen“ nennen. Sorry, das war ich jetzt. Die Wissenschaftler drücken sich vorsichtiger aus. Auch in dem jetzigen Arbeitspapier, in dem sie ihre Erfahrungen mit der psychologischen Typisierung unserer Gesellschaft mit der aktuellen Mediendebatte verknüpfen. Die wieder nicht ganz zufällig von rechtsaußen befeuert wurde und wird. Denn sie verknüpft sich mit Misstrauen und Ablehnung der Demokratie gegenüber.

Das autoritäre Milieu sehnt sich nach simplen, unkomplizierten Gesellschaften – und nach Führern. Unhinterfragbaren Autoritäten eben. Nach einer Welt, in der die Grenzen klar sind (und auch noch ordentlich kontrolliert werden), ebenso die Vorrechte und die Handlungsanweisungen. Eine offene, sich verändernde Gesellschaft erzeugt bei diesen Menschen Angst, Wut und Hass.

Das ist also gar nicht neu. Es ist nur neu, dass es mit PEGIDA und AfD für alle sichtbar geworden ist.

„Bereits in den 1960er Jahren wurde in den Untersuchungen zum öffentlichen Vertrauen deutlich: Wer autoritär orientiert ist, reagiert in unklaren sozialen Situationen nicht nur mit Wut und Aggression, sondern auch mit einem rapiden Vertrauensverlust“, schreiben die vier Autoren in ihrem Arbeitspapier. „Denn bereits vor politischen Umbrüchen gilt in autoritären Milieus als sicher, dass man anderen misstrauen muss. Wer bereit ist, sein Gegenüber zu benachteiligen und Starke gegen Schwächere auszuspielen, der erwartet auch von anderen nichts Besseres. So wird die Verschwörung zur einzig möglichen Erklärung, wenn Konflikte oder Bedrohungen wahrgenommen werden.“

Und der permanente Wettbewerb überfordert dieses Milieu (das nicht nur bei den Arbeitslosen und Bildungsarmen zu finden ist): „Die Konkurrenz selbst als gesellschaftlich so wirkmächtiges Prinzip hat sehr viel mit der Logik der Marktgesellschaft zu tun. In ihr ist es Alltag, die eigenen Interessen auf Kosten der anderen durchzusetzen. Und je mehr sich der Markt als Ordnungsprinzip über alle gesellschaftlichen Bereiche hinweg durchsetzt, umso stärker bräuchte es Vermittlungsinstanzen. Der Idealfall der Aushandlung zwischen Gleichen ist also keinesfalls der Regelfall der Demokratie, sondern muss sich immer wieder in einer Realität behaupten, in der es der Stärkere leichter hat, seine Interessen durchzusetzen. Wie stark die Glaubwürdigkeit der Medien und das öffentliche Vertrauen ist, zeigt an, auf welche Ressourcen eine demokratische Gesellschaft auch in Krisenzeiten zurückgreifen kann.“

Die Medien spielen also doch eine wesentliche Rolle. Vielleicht sogar die wesentliche: Als öffentliches Forum, auf dem die Widersprüche und Positionen einer ganzen Gesellschaft sichtbar werden und benannt werden können.

Aber wer allein schon die Zusammensetzung der Gruppe sieht, die 2016 von den Leipziger Forschern befragt wurde, der sieht, dass das ein recht komplexes Ding ist.

Seit 2002 werden durch die Arbeitsgruppe der Leipziger „Mitte“-Studien zwischen 2.000 und 5.000 Probanden im zweijährigen Rhythmus befragt. Für die Erhebung im Jahr 2016 waren es 2.420 Probanden. Und da die Probanden auch alle zu den diversen Dimensionen ihres Verhältnisses zur Demokratie befragt wurden, lassen sie sich auch in große Milieu-Gruppen einordnen. Unsere Gesellschaft besteht aus mehreren Milieus, die permanent im Ringen miteinander sind.

Wobei schon 2016 deutlich war: Die stärksten Milieus sind nach wie vor jene, die unsere Demokratie befürworten und damit auch besonders hohes Vertrauen in Medien zeigen. Die autoritären Milieus, die auch von der AfD mobilisiert werden können, waren 2016 zumindest deutlich in der Minderheit.

Die unterschiedlichen 2016 erfassten Milieus. Grafik: Otto-Brenner-Stiftung

Die unterschiedlichen 2016 erfassten Milieus. Grafik: Otto-Brenner-Stiftung

Aber es ist eine große Minderheit, die vom „ressentimentgeladenen Milieu“ über das „latent antisemitische Milieu“ bis zum „ethnozentristisch-autoritären“ und „rebellisch-autoritären Milieu“ reicht. 950 der insgesamt 2.420 Befragten gehören diesen vier – sagen wir mal: unzufriedenen – Milieus an. Also etwas über 39 Prozent. Nicht alle diese Menschen sind rechtspopulistisch oder gar rechtsradikal. Dass diese Milieus ganz und gar nicht in einen Topf gehören, macht jede Wahl in Deutschland sichtbar. Auch die AfD konnte nur einen Teil dieser Unzufriedenen an sich binden.

Selbst die alten Volksparteien finden hier nach wie vor Wähler. Denn Wahlprogramme sind nicht homogen. Manchmal reichen einzelne Angebote, um Wähler an sich zu binden. Ob freilich ein Stanislaw Tillich richtig liegt mit seiner Behauptung, die CDU müsse nun weiter nach rechts rücken, um einen Teil dieser Milieus und der verlorenen Wähler wiederzugewinnen, darf bezweifelt werden.

Denn die Verteilung der Milieus zeigt nun einmal auch, dass die eigentlichen gesellschaftlichen Diskurse nicht im autoritären Milieu ausgetragen werden.

Denn die beiden größten erfassten Gruppen sind auch die beiden Milieus, die die Hauptträger der Demokratie sind: Das „konforme Milieu“ mit rund 27 Prozent Anteil an der Stichprobe und das „moderne Milieu“ mit rund 30 Prozent. Das erinnert schon sehr an die Wahlergebnisse von Union und SPD, auch wenn das in Realität nicht deckungsgleich ist. Denn beide Parteien binden auch ressentimentgeladene Wähler und Autoritäre, so wie Grüne und FDP wiederum Moderne und Konforme in unterschiedlichem Maße binden.

Aber die Milieus beschreiben ungefähr, wie die Diskurslinien in unserer Gesellschaft tatsächlich laufen. Nämlich zwischen Beharren und Erhalt (Konforme) und Veränderung und Modernisierung (Moderne). Und sie zeigen, dass wohl zu Recht Unruhe und Unbehagen aufkommen, wenn sich ein Großteil der Menschen in der medialen Darstellung nicht mehr wiederfindet. Oder, was die Studienautoren betonen, wenn sie in den Medien die Vielfalt der Positionen nicht mehr widergespiegelt sehen. Kurz fällt das Stichwort Mainstream, ein Begriff, der den Effekt bezeichnet, wenn sich ein Großteil der Medien scheinbar nur noch auf eine einzige Sichtweise auf die Vorgänge geeinigt zu haben scheint. Es fehlen die kritischen Stimmen, die anderen Perspektiven, der wirkliche Diskurs, die alle erst sichtbar machen würden, dass Demokratie etwas schwer Errungenes ist, etwas, in dem es am Ende keine Einheitsmeinung gibt, sondern im besten Fall eine Politik, die möglichst viele Interessenlagen widerspiegelt.

Wo es diesen medialen Diskurs nicht mehr gibt, werden automatisch Verlierer produziert. Echte Medien-Verlierer. Und Misstrauen.

Und weil das ein wichtiger Gedanke ist, der überhaupt erst einmal in das Problem einführt, höre ich an dieser Stelle auf. Und mache vielleicht nachher weiter, wenn ich mir ein Stündchen lang diesen wirklich lächerlichen Regen da draußen angeguckt habe.

 

DemokratieOtto-Brenner-StiftungMedien
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Donnerstag, der 3. Dezember 2020: Leipzig knackt die bisherige Corona-Rekordmarke
Trübe Aussichten in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs ist ein Rekord, aber kein Grund zum Feiern: Mit 216 neuen Infektionen innerhalb eines Tages hat Leipzig eine neue Höchstmarke seit Beginn der Corona-Pandemie erreicht. Generell zeigt die Kurve in Sachsen weiterhin steil nach oben. Diskussionen über Lockdown, Wirtschaft und Schulen dauern an. Außerdem: Ein Waffen hortender KSK-Soldat darf die U-Haft verlassen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 3. Dezember 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
„Italienische Wassertemperaturen“ in der Rappbodetalsperre
Wasserwerk in Wienrode. Foto: Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz

Foto: Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz

Für alle LeserDie Botschaft ist angekommen: Wenn unser Klima sich weiter aufheizt, müssen sich auch die Unternehmen etwas einfallen lassen, die unser Trinkwasser bereitstellen. Auch jene, die den Süden Sachsen-Anhalts versorgen – wie die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz. Denn das dortige Trinkwasser kommt aus der Rappbodetalsperre, die sich möglicherweise aufheizen könnte wie der Gardasee in Italien.
LVB sollen ab 2021 über 60 Millionen Euro Finanzierung durch die L-Gruppe bekommen
Straßenbahn an der Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEile tut Not. Und Corona hat alles durcheinandergebracht. Da konnte man glattweg vergessen, dass der Stadtrat 2018 beschlossen hat, die Finanzierung der Leipziger Verkehrsbetriebe endlich wieder den realen Bedürfnissen anzupassen. Doch festgelegt wurden die neuen Zuschüsse nur für die Jahre 2019/2020. Damit die LVB 2021 nicht im Regen stehen, braucht es jetzt einen schnellen neuen Beschluss.
Premiere für „Il trovatore“: Die Oper Leipzig streamt am 6. Dezember 2020 zum ersten Mal live
Il Trovatore. Foto: Oper Leipzig, Kerstin Nijhof

Foto: Oper Leipzig, Kerstin Nijhof

Für alle LeserDen „Lohengrin“ gab es noch ganz knapp kurz vor Verhängung des zweiten Lockdowns im Opernhaus Leipzig. Aber „Il trovatore“ hat der rigide Besucherstopp komplett erwischt. Da wählt auch die Oper Leipzig jetzt lieber den Weg, die Premiere online zu feiern, sonst ist ja die ganze Mühe für die Inszenierung regelrecht für die Katz. Gestreamt wird die Premiere live am Nikolaustag, dem 6. Dezember.
Fahrgastverband PRO BAHN fordert echten Einsatz zur Revitalisierung von Bahnstrecken
Ein gut ausgebautes Schienennetz ist das Rückgrat der Verkehrswende. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Verkehrszukunft – auch im Sachsen – kann nicht einfach nur aus Autos bestehen. Seit 1990 wurden ganze Regionen vom Schienennetz der Bahn abgeklemmt. Dort ist ein Leben ohne eigenes Autos kaum noch denkbar. Aber wo bleiben die sächsischen Vorschläge zur Wiederbelebung wichtiger Strecken? Der Fahrgastverband PRO BAHN ist verwundert über das Schweigen in Sachsen. Denn anderswo wird längst wieder geplant.
Weitaus mehr „Verdachtsfälle mit Bezug zum Rechtsextremismus“ in der sächsischen Polizei als bisher bekannt
Kerstin Köditz, MdL Die Linke (Archiv 2017, Landesparteitag). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserErst waren es die Fälle aus Hessen, dann mehrten sich die Nachrichten über rechtsextreme Chat-Gruppen von Polizisten auch aus anderen Bundesländern. Und nun steht auch Sachsen im Fokus, wo sich die Regierung seit Jahren doch stets bemüht hat, dergleichen lieber unter den Teppich zu kehren. Aber falsch verstandener Korpsgeist ist erst recht die ideale Spielwiese für Beamte, die den Staat und die Demokratie verachten.
Schleußig: Ein Leipziger Stadtteillexikon über den besonderen Ortsteil auf der Insel
Schleußig. Ein Leipziger Stadtteillexikon. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich ist Schleußig der unbekannteste aller Leipziger Ortsteile. Man fährt meistens nur durch oder spaziert am Rand durch die Nonne, vielleicht schippert man auch in der Schute über die Weiße Elster. Aber so richtig greifbar wird der Ortsteil nicht. Er hat kein altes Rathaus, keinen Marktplatz, kein Zentrum. Und dennoch wird es richtig spannend, wenn sich eine Handvoll geübter Autoren mal richtig hineinkniet in die Verschlagwortung von A wie Agricola bis Z wie Zweirad-Woj.
Fabian Schmidt klagt gegen den Teil-Lockdown in Sachsen: „Die Gastronomie ist nicht das Problem, sondern die Lösung“
Gastronom Fabian Schmidt (l.) und Rechtsanwalt David Wirth (r.) gehen juristisch gegen den Lockdown vor. © Antonia Weber

© Antonia Weber

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im Handel31 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder. Fabian Schmidt ist einer von vielen Gastronomen, die mit dem erneuten Lockdown an den Rand ihrer wirtschaftlichen Existenz gedrängt wurden. Als Miteigentümer des erst seit einem Jahr bestehenden Gasthauses Mr. F&F in Jesewitz geht Schmidt juristisch gegen die Einschränkungen vor.
Mittwoch, der 2. Dezember 2020: Kretschmer warnt vor hartem Lockdown im Januar
Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Archivfoto: Matthias Rietschel

Archivfoto: Matthias Rietschel

Für alle LeserDie nächsten Wochen könnten abwechslungsreich werden: ein bisschen Lockdown vor Weihnachten, weniger Lockdown rund um Weihnachten, harter Lockdown nach Weihnachten. Entsprechende Signale sendet zumindest gerade der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer. Außerdem: Auch der Landkreis Leipzig plant Ausgangsbeschränkungen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 2. Dezember 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Rodig reflektiert: Küsst die Polizisten, wo ihr sie trefft + Video
Brutale Ängste und Panik satirisch aufgespießt. Die PARTEI unter Einsatz ihres Lebens und ihrer Gesundheit auf der Demonstration von „Querdenken“ am 7. November in Leipzig. Foto: Die PARTEI Leipzig

Foto: Die PARTEI Leipzig

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelAllzu häufig ist diese Kolumne gespickt mit fiesen Bemerkungen, hanebüchenen Anwürfen und grundsolidem Klassenhass. Doch heute nicht, meine lieben Leserinnen! Bevor Sie angeödet weiterblättern, möchte ich mich erklären. Denn unerhörte Dinge ereignen sich in diesem Leipzig, das ich meinen Wohnort nenne. Am 07.11. – wie die Vorwahl von Stuttgart. Zufall? – vor nun knapp zwei Wochen, schwamm eine Welle durch die mythosbeladene Innenstadt. Sie haben sicher die Bilder im Interweb gesehen, sich davon erzählen lassen, oder: haben es Ihrem bescheidenen Kolumnisten gleichgetan und haben sich selbst ein Bild gemacht vor Ort.
Das in Leipzig lebende Musikerehepaar Anna-Maria Maak & Sef Albertz sucht Unterstützer fürs zweite Album
Anna-Maria Maak und Sef Albertz. Foto: Florentyn Music

Foto: Florentyn Music

Für alle LeserMit dem neuen Klavieralbum „In the Secret of the World“, welches nach „Resplendences around Bach“ (2018) den dramaturgischen Bogen weiterspannt und damit ein großes künstlerisches Konzept vervollständigt, geben die Leipziger Pianistin Anna-Maria Maak und der Komponist Sef Albertz eine künstlerische Antwort in Zeiten von Corona. Aber damit das Album im Frühjahr erscheinen kann, braucht es noch kräftige Unterstützung.
Bürgerinitiative hat ihren Vorschlag zu gestaffelten Entgeltzuschlägen am Flughafen Leipzig/Halle übergeben
Landeanflug am Flughafen Leipzig/Halle. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIm November gab es ein zweites Treffen von Vertretern der Bürgerinitiativen aus dem Umwelt des Flughafens Leipzig/Halle mit Vertretern des Sächsischen Umweltministeriums, das mit einer erstaunlichen Zusage endete: Die Bürgerinitiativen durften einen Vorschlag für gestaffelte Entgeltzuschläge für die Starts am Flughafen machen. Das haben sie jetzt auch getan.
Eine Brücke wie keine andere: Wie der Corona-Sommer der Könneritzbrücke zu einem besonderen dichterischen Auftritt verhalf
Die Könneritzbrücke. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserEs gibt diese Orte in einer Stadt, an denen man einfach innehalten muss, weil sie einen ansprechen, unverwechselbar sind und auch noch von einer Schönheit, die ganze Generationen von Künstler/-innen in ihren Bann zieht. So ein Ort ist die Könneritzbrücke, die Schleußig und Plagwitz miteinander verbindet. Der Leipziger Dichter Ralph Grüneberger hat ihr jetzt einen eindrucksvollen kleinen Filmessay gewidmet.
Die Leipzig Charta ist ein herrliches Beispiel dafür, wie Regierungen die nachhaltige europäische Stadt verhindern können
Leipzig aus Charta-Höhe betrachtet. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserWas war das für eine stille Hoffnung 2007, als in Leipzig die erste „Leipzig Charta für eine nachhaltige europäische Stadt“ unterzeichnet wurde und sich auch OBM Burkhard Jung euphorisch gab, was für eine schöne Arbeitsgrundlage das nun werden könnte für wirklich zukunftsfähige Städte in Europa. Am Montag, 30. November, haben nun die EU-Minister für Stadtentwicklung und Raumordnung auf einem informellen Treffen im Zuge der deutschen EU-Ratspräsidentschaft die „Neue Leipzig Charta“ unterzeichnet.
Auch das Schillerhaus gibt es jetzt als kleines Tastmodell in Bronze
Wilma Rambow, Mitarbeiterin für Bildung und Vermittlung am Museum, und Bert Noack, Inhaber der Leipziger Traditionsunternehmens Bronzebildgießerei Noack, geben dem 1:100 Bronzemodell des Schillerhauses den letzten Schliff. Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Katja Etzold

Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Katja Etzold

Für alle LeserWenn die Museen nach ihrer coronabedingten Schließung wieder öffnen dürfen, wartet das Schillerhaus Leipzig in der Gohliser Menckestraße mit neuen Angeboten auf. Dazu gehört auch ein Tastmodell aus Bronze im Maßstab 1:100 gleich hinter dem Eingangsportal. Es ermöglicht insbesondere sehbehinderten und blinden Besuchern, sich eine Vorstellung des historischen Gebäudeensembles zu verschaffen.