Schusswaffen – Nur ein paar Fälle, die nicht ins Gewicht fallen?

Für alle LeserAm 9. Mai besprachen wir hier das engagierte, hochemotionale aber auch faktenreiche Buch von Roman Grafe „Spaß und Tod“ über die Sportschützenszene in Deutschland, die Bewaffnung mit tödlichen Sportwaffen und die tödlichen Folgen für die Gesellschaft, von denen die Amokläufe in Winnenden oder Erfurt nur die Spitze des Eisbergs sind. Logisch, dass es dazu auch Reaktionen aus der Schützenszene gibt.

So schrieb uns Benedikt Krainz, Pressesprecher der Schützengesellschaft Kamenz, folgenden Leserbrief:

Guten Tag,

angenommen, alle Sportwaffen werden verboten und die Schützenvereine aufgelöst, wem wäre, außer Herrn Grafes Ego, damit gedient?

Selbst wenn seine, nach seinen eigenen, willkürlichen Maßstäben dokumentieren 240 Opfer in 28 Jahren ausnahmslos kriminellen Sportschützen zum Opfer gefallen wären:

Was qualifizierte diese Opfer als besonders „vermeidenswert“, wenn es in diesem Zeitraum von fast drei Dekaden zehntausende Opfer von Tötungsdelikten in Deutschland gab, bei denen das Tatmittel keine „Sportwaffe“ war?

Macht es für das Opfer bei einer Beziehungstat einen Unterschied, ob das Tatmittel ausnahmsweise eine Schusswaffe war und nicht das „übliche“ Messer, die bloßen Hände, die Axt oder ein Hammer? Sind Schusswaffenopfer besonders tot oder warum diese völlig einseitige Versteifung auf ein Tatmittel, das deliktisch nahezu irrelevant ist?

In Deutschland gibt es hunderttausende Sportschützen mit Millionen von Schusswaffen. Wenn das tatsächlich ein Problem wäre, müssten Sie jeden Tag über neue Vorfälle schreiben und nicht immer wieder zwei spektakuläre Fälle aufwärmen, die zehn bzw. 17 Jahre zurückliegen.

Mit freundlichen Grüßen

Benedikt Krainz

***

Solche Leserbriefe können wir natürlich nicht unkommentiert stehenlassen. Auch wegen der darin dokumentierten Haltung, die wir nicht teilen können. So wie in Krainz’ Aussage „Was qualifizierte diese Opfer als besonders ‚vermeidenswert‘, wenn …“

Wir sind noch nicht so abgestumpft, dass wir Menschen danach sortieren, dass wir sie als Opfer in irgendwelche Kategorien von „vermeidenswert“ oder „weniger vermeidenswert“ teilen. Wer sortiert denn Menschen in solche Kategorien?

Wir jedenfalls nicht. Wir teilen die Auffassung, dass jeder Mensch, der unschuldig durch eine Waffe zu Tode kommt (oder verletzt wird) einer zu viel ist. Die Waffe ist dabei egal. Und wir kämen nicht mal im Schlaf auf die Idee, den einzelnen Tod dadurch zu relativieren, dass wir so locker wie Krainz darauf verwiesen, dass „es in diesem Zeitraum von fast drei Dekaden zehntausende Opfer von Tötungsdelikten in Deutschland gab, bei denen das Tatmittel keine ‚Sportwaffe‘ war?“

Das ist auch statistisch der falsche Vergleichsmaßstab, denn unter „Tötungsdelikte“ sammelt die Polizei alles Mögliche, vom Schwangerschaftsabbruch über die fahrlässige Tötung, den Suizid, Mord und Totschlag bis hin zu versuchten Tötungen.

Die Zahl all dieser Tötungsdelikte liegt in der Bundesrepublik jedes Jahr im Schnitt um die 3.000. Aber das ist der falsche statistische Maßstab. Wenn wir über Tötung durch Schusswaffen sprechen – und die von Roman Grafe und seinen Mitstreitern gesammelten über 240 Fälle seit 1990 sind keineswegs „willkürlich“ zusammengetragen, wie Benedikt Krainz unterstellt, dann sind es die Kategorien von Mord und Totschlag, die als Vergleichsmaßstab infrage kommen.

Die aktuellsten Zahlen, die Wikipedia bereitstellt, beziehen sich auf das Jahr 2016. Damals kamen auf 3.242 Tötungsdelikte 784 Fälle von Mord (bzw. Mordversuchen) und 1.657 Fälle von Totschlag (bzw. versuchtem Totschlag).

Auf 3.242 Tötungsdelikte kamen also 2.441 Fälle von Mord und Totschlag, bzw. den Versuchen dazu.

79 Prozent der Totschlagsfälle waren übrigens versuchter Totschlag, genauso übrigens wie 58 Prozent der Morde nur versuchte Morde waren. Was hier betont werden muss, denn die Amokläufe zeichnen sich nun einmal dadurch aus, dass die Täter mit Waffen unterwegs waren, die zum Töten gemacht sind und die diese auch in die Lage versetzten, binnen kurzer Zeit viele Menschen zu ermorden. Oft eben halbautomatische Waffen, Großkaliber und Faustwaffen, die für Polizei und Militär entwickelt wurden.

Genau diese Waffen will die Initiative „Keine Mordwaffen als Sportwaffen“ vom Markt kriegen. Denn wenn solche zum Töten gebauten Waffen für mögliche Täter nicht erreichbar sind, ist die Schwelle dafür, dass sie für Mord und Totschlag zur Verfügung stehen, viel höher.

Bei den registrierten Fällen zu Mord und Totschlag 2016 hat die Polizei übrigens in 145 Fällen die Verwendung einer Schusswaffe registriert.

Von einem Tötungswerkzeug, das – so Krainz – „deliktisch nahezu irrelevant ist“, kann also nicht die Rede sein.

Mit freundlicher Genehmigung der Initiative „Keine Mordwaffen als Sportwaffen!“ bringen wir hier auch die Karte mit den Todesopfern durch Schusswaffen von Sportschützen seit 1990.

Todesopfer durch Sportwaffen. Karte: sportmordwaffen.de

Todesopfer durch Sportwaffen. Karte: sportmordwaffen.de

 

Und da Benedikt Krainz noch meinte, wir würden „immer wieder zwei spektakuläre Fälle aufwärmen, die zehn bzw. 17 Jahre zurückliegen“, dann erwähnen wir zumindest, dass Roman Grafe auch die anderen Amokläufe erwähnt, die – anders als die Fälle in Erfurt und Winnenden – viel zu schnell wieder aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden: Epstein 1983, Euskirchen 1994, Bad Reichenhall 1999 …

Viele Einzelfälle bringt Grafe recht detailliert, nicht alles Amokläufe, vieles auch Mord und Totschlag im Kreis von Familien, Nachbarn, am Arbeitsplatz. Zeitungen berichteten darüber. Manche Fälle sorgten für deutschlandweites Entsetzen wie der Tod eines 32-jährigen Polizisten in Georgsgmünd 2016, als er beim Versuch der Polizei, einen „Reichsbürger“ zu entwaffnen, erschossen wurde.

Jeder Mensch, der durch eine Schusswaffe getötet wird, ist einer zu viel. Das lässt sich durch keinen Vergleich relativieren.

Spaß und Tod: 240 unschuldige Opfer, traumatisierte Eltern und der mühselige Kampf der Initiative „Keine Mordwaffen als Sportwaffen“

* Leserbrief *Schusswaffen
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