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Angebliche Sympathie mit Rechtsradikalen: Chemnitzer FC trennt sich von Daniel Frahn

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    Der Chemnitzer FC hat sich am Montag, den 5. August, von seinem Spieler Daniel Frahn getrennt. Während der Auswärtspartie in Halle am vergangenen Samstag soll der 32-Jährige seine Sympathie zu Mitgliedern rechtsradikaler Fangruppen „offenkundig zur Schau“ gestellt haben. Frahn war bereits im März mit einem bei Neonazis beliebten T-Shirt negativ aufgefallen. Von 2010 bis 2015 stand der Stürmer bei RB Leipzig unter Vertrag.

    Der Chemnitzer FC hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Spieler Daniel Frahn getrennt. Das gab der Fußball-Drittligist am Montag, den 5. August, per Pressemitteilung bekannt. Anlass sei Frahns „offenkundig zur Schau gestellte Sympathie zu führenden Köpfen“ rechtsradikaler Fangruppen gewesen.

    Der 32-jährige Stürmer verfolgte die Partie zwischen Halle und Chemnitz am vergangenen Samstag verletzungsbedingt im Gästeblock. Details zu seinem Verhalten nannte der CFC nicht. Laut einer Boulevardzeitung soll sich Frahn neben mindestens einem ehemaligen Mitglied zweier rechtsradikaler Gruppierungen aufgehalten haben. Diese sollen unter anderem an den Ausschreitungen in Chemnitz im vergangenen August und September beteiligt gewesen sein.

    „Reue war eine Farce“

    Romy Polster, stellvertretende Vorsitzende der Gesellschafterversammlung des Chemnitzer FC, äußerte in der Pressemitteilung „null Toleranz“ für Frahns Verhalten. „Wir wissen jetzt sicher, dass es die falsche Entscheidung war, ihn nach seinen Unschuldsbeteuerungen seiner eigens zu verantwortenden Aktion am 9. März 2019 weiter das Vertrauen zu schenken. Seine Reue damals war eine Farce.“

    Frahn hatte während des Spiels gegen Altglienicke am 9. März ein T-Shirt mit der Aufschrift „Support Your Local Hools“ präsentiert. Er rechtfertigte sein Verhalten anschließend damit, dass er nicht gewusst habe, dass dieses T-Shirt bei Neonazis beliebt ist. Frahn selbst teile diese politische Einstellung nicht.

    149 Spiele für RB Leipzig

    Die Partie gegen Altglienicke hatte auch deshalb bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil vor Anpfiff im Stadion eine Trauerminute für den Neonazi und Security-Unternehmer Thomas Haller stattfand. Der CFC sah sich daraufhin auch innerhalb der Stadt mit massiver Kritik konfrontiert. Es folgten mehrere Rücktritte und Entlassungen.

    Frahn absolvierte 114 Spiele für den Chemnitzer FC. Von 2010 bis 2015 stand er bei RB Leipzig unter Vertrag. In 149 Spielen erzielte er 85 Tore. Als Kapitän führte er die Rasenballer von der vierten in die zweite Liga. Zur aktuellen Situation hat sich Frahn noch nicht öffentlich geäußert.

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