Das Gejammer über Ökodiktatur und die Inkonsequenz Frankfurter Sparvorschläge

Für alle LeserSeltsame Deutungskämpfe erlebt man dieser Tage, wo alles auf den großen Klimastreik am 20. September schaut, in den Spalten der großen (west-)deutschen Zeitungen. Die F.A.Z. diskutiert zum wiederholten Mal die schräge Frage „Mit Kompensationen das Klima retten?“ und fragt geradezu hemdsärmelig: „Muss die Demokratie durch eine ,Ökodiktatur‘ ersetzt werden?“ Die Proteste zur IAA haben die konservative Zeitung augenscheinlich zutiefst erschreckt.

Die ebenfalls in Frankfurt heimische „Frankfurter Rundschau“ nahm die Sache ein bisschen gelassener. Wohl auch deshalb, weil die dortigen Redakteure eher selten mal SUV fahren und lieber die Bahn nehmen als den Flieger.

Da stellt man sich dort lieber die Frage „Klimaschutz: Was kann jeder einzelne gegen den Klimawandel tun?“

Jede Menge, erfährt man da. Und es hat nichts mit Diktatur zu tun, schon gar nicht mit „Ökodiktatur“, einem Begriff, mit dem die FDP jahrelang versucht hat, die Politik der Grünen zu diskreditieren. Die Sache mit dem Framing beherrschte die FDP schon lange, bevor die AfD gegründet wurde. Die alte Klamotte holte am 3. September der baden-württembergische FDP-Landeschef Michael Theurer aus der Versenkung. Vielleicht hofft er ja darauf, dass das noch einmal verfängt.

Aber so langsam spricht sich – auch durch „Fridays For Future“ herum – dass es überhaupt nichts mit der Einschränkung von Freiheit zu tun hat, wenn wir alle beginnen, die wirklich klimaschädlichen Verhaltensweisen abzulegen. Wir müssen nicht warten, bis die Politik unter dem Druck der klimatischen Veränderungen erst Verbote ausspricht. Auch zu den Fahrverboten in westdeutschen Städten hätte es nie kommen müssen.

Und die FR zeigt selbst am Beispiel der Mobilität, dass es in unserer Hand liegt, unser eigenes Verhalten zu ändern, ohne wirklich Lebensqualität einzubüßen: „Kein eigenes Auto mehr vor der Tür? Nur noch einmal im Jahr fliegen? Jeden Tag Veggie-Day? Für viele sind das Horrorvorstellungen. Klar ist: Die Menschen werden immer mobil bleiben, zur Arbeit pendeln und die Welt bereisen. Was sich ändern wird, ist der Preis, der mit verschiedenen Formen der Mobilität verbunden ist“, schreibt dort Joachim Wille, dem noch sehr bewusst ist, dass viele umweltschädliche Produkte deshalb so billig sind, weil sie von der Politik mit Milliardensubventionen unterstützt werden.

„Das Zeitalter der billigen individuellen Motorisierung geht zu Ende. Kollektive Mobilität dagegen wird künftig günstiger werden: Pendeln mit dem öffentlichen Nahverkehr, Reisen mit der Bahn oder per Carsharing. Die autogerechte Stadt wird sich zur fahrrad- und fußgängergerechten Stadt wandeln. Auf dem Land wird es vor allem dank der Digitalisierung preiswerte Verkehrsangebote nach Bedarf geben.“

Janis Joplin -- Me And Bobby McGee (Audio)

Man kann Umweltschäden nicht kompensieren, auch wenn es mittlerweile Dutzende Artikel in den großen Zeitungen gibt, mit denen sich die Autor/-innen einreden, sie könnten sich durch Umweltspenden loskaufen von den Schäden, die ihr Überseeflug verursacht.

Kann man nicht. Denn die Schäden sind da. Man kann die Schäden nur minimieren, wenn Flugverkehr wieder deutlich teurer wird und die Zahl der Flüge weltweit drastisch sinkt. Auch in Deutschland ist das Fliegen so hoch subventioniert, dass zwar auch für Normalverdiener Fliegen „billig“ geworden ist. Aber dass etwas billig ist, macht es noch lange nicht zu einem nachhaltigen Produkt. Im Gegenteil: Es verstellt den Blick dafür, wie teuer Fliegen tatsächlich ist und welche Schäden es anrichtet.

Aber in Wirklichkeit blendet auch der FR-Artikel aus, dass andere Verhaltensweisen überhaupt kein Verzicht sind. Man verzichtet zwar auf das PS-starke Auto, auf kiloweise Schweinefleisch, auf jede Menge überflüssiger (Billig-)Kleidung und kurzlebiger technischer Produkte.

Aber jeder, der sich mit all solchen Produkten und Geräten beladen hat, weiß: Durch deren permanente Anwesenheit verliert man vor allem etwas – etwas, was man letztlich nicht bezahlen kann. Freie Zeit, Zeit der Ruhe und Besinnung, Lust auf Bewegung, Freude am Selbermachen, Zeit für Mitmenschen, für Vertrauen, Nähe und Gespräch. Also für all die Dinge, die einen wirklich spüren lassen, dass man lebendig ist und geachtet und geliebt. Und wer nicht jeden Tag Berge von Fleisch kauft, entdeckt tausende faszinierender Rezepte mit anderen Zutaten, die ganze Vielfalt vegetarischer Produkte, die Kochen wieder zur Freude machen und einen auch noch gesünder sein lassen.

Theurer kritisierte – wie die „Welt“ berichtete – zudem eine „Dämonisierung“ der Automobilindustrie. „Das Bashing der Autoindustrie muss aufhören“, sagte er. „Wer die Autoindustrie verteufelt, sägt den Ast ab auf dem man sitzt.“

Und das von der FDP, die sonst so für unternehmerische Freiheit ist und für „Der Markt wird das schon richten“?

Das tut er eben nicht. Nicht, wenn er durch kluge Regeln nicht gezähmt wird. Und auch nicht, wenn er seine Umweltkosten auf die Allgemeinheit abwälzen kann.

Auch die FR ist mit ihren Vorschlägen zum CO2-Einsparen – sagen wir es mal so – noch sehr zahm. Auch dort glaubt man tatsächlich, man könne seinen CO2-Rucksack irgendwie kompensieren, indem man irgendwo eine kleine Spende abdrückt.

„Tests zeigen, dass ein Bundesbürger bei konsequenter Umstellung die Hälfte seiner derzeitigen Pro-Kopf-Emissionen von im Schnitt elf Tonnen einsparen kann, ohne gravierend an Lebensqualität einzubüßen“, meint Wille. Mit Konsequenz hat das nichts zu tun. Wer wirklich ein bisschen Konsequenz darauf verwendet, kommt ziemlich schnell unter 3 Tonnen, mit richtiger Konsequenz auch unter eine Tonne.

Aber bei 3 Tonnen hat man noch nichts an Lebensqualität eingebüßt, nur eine ganze Reihe von Energiefressern, die kein Mensch wirklich braucht im Leben. Das beginnt mit dem Aufräumen zu Hause und der Frage, welches Gerät überhaupt laufen muss, geht bei der Frage Auto oder Fahrrad weiter (die in Frankfurt seit Monaten sehr heiß diskutiert wird) und endet weder beim bewussten Einkauf noch bei der Frage, wo man seinen Urlaub verbringt.

Es geht um ein bewussteres Leben und das Sichbewusstwerden, wo man eigentlich nur den Mustern der Werbung hinterher gelatscht ist, die natürlich lauter Produkte an Mann und Frau bringen will, von denen die meisten überflüssig und klimaschädlich sind.

Bequemlichkeit aber ist keine Freiheit. Und eine Abhängigkeit von den Dingen, die man besitzt, ist auch keine Freiheit.

Die Menschen, die immer noch glauben, sie müssten all diese Dinge besitzen und mit all diesen Fahr- und Flugzeugen immerfort durch die Welt reisen, sind nicht wirklich frei. Schon die Reaktion von Theurer („dirigistische Politik“) macht einen unfreien Mann sichtbar, der Einschränkungen für das Automobil schon als Einschränkung seiner kleinen Freiheit am Steuer versteht. Der nicht mal wahrhaben will, dass es auch eine Freiheit vom Auto geben kann.

Die man sogar in Leipzig an einem ganz normalen Sonntagmorgen erleben kann, bevor die Bäckerfilialen öffnen und man schon von weitem die ersten Autos der Brötchenholer hört, die in die Stille und Leere der Straßen hineinbrechen mit einem Lärm, den man tagsüber nur deshalb ausblendet, weil die Stadt in diesem Lärm regelrecht ersäuft.

Wer so früh am Sonntag unterwegs ist, der ahnt, was Freiheit wirklich ist. Dann hat man kurzzeitig wirklich das Gefühl, dass die Stadt tatsächlich allen gehört. Und nicht nur denen mit den dicksten PS unter der Haube.

Die Serie „Nachdenken über …

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