Gastkommentar von Christian Wolff: In angespannter Zeit – Drei Erinnerungen an Dietrich Bonhoeffer (1906-1945)

Für alle LeserAm 9. April 1945, also vor 75 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg von den Nazis ermordet. Zuvor saß er zwei Jahre in Gestapo-Haft in Berlin. Bonhoeffer, gerade 39 Jahre alt geworden, gehört zu den bedeutenden Theologen des 20. Jahrhunderts – vor allem auch deshalb, weil er sehr frühzeitig die zunächst befürwortende, dann zögerliche Haltung der Evangelische Kirche gegenüber dem Nationalsozialismus scharf kritisierte. Und wegen dieser inneren Distanz zur eigenen Kirche in den politischen Widerstand gegen das Terrorregime des Hitler-Deutschland ging.
Anzeige

In einer Zeit, da wir uns des aufkommenden Rechtsnationalismus, wachsenden Antisemitismus und nun einem allzu sorglosen Außerkraftsetzen von Grundrechten zu erwehren haben, möchte ich an drei Gedanken Bonhoeffers erinnern:

1. Bonhoeffer, aus dem konservativen, deutschnational geprägten, gebildeten Großbürgertum stammend, hat im Gegensatz zu vielen anderen seiner Zeitgenossen das verbrecherische System des Nationalsozialismus von Anfang an durchschaut. Sein Studienaufenthalt in den USA 1930/31 sensibilisierte ihn dafür, dass Rassismus, Nationalismus, Militarismus mit den Grundsätzen des christlichen Glaubens unvereinbar sind.

Doch genau auf diesen drei Säulen, ergänzt um einen gerade im lutherisch geprägten, deutschen Protestantismus wuchernden Antisemitismus, basierte das Hitler-Regime. Bonhoeffer gehörte neben Karl Barth zu den ersten Theologen, die schon 1933 vor einem totalitären Führerprinzip warnten, das in krassem Widerspruch zum 1. Gebot stand.

In einem Rundfunkvortrag vom 1. Februar 1933, also einen Tag nachdem Adolf Hitler Reichskanzler wurde, mit dem Titel „Der Führer und der einzelne in der jungen Generation“ analysiert Bonhoeffer ziemlich hellsichtig das gerade installierte Führerprinzip (Dietrich Bonhoeffer, Der Führer und der einzelne in der jungen Generation, in ders., Gesammelte Schriften Band 2, München 1965, S. 22-38): „Wo der Volksgeist eine göttlich-metaphysische Größe ist, da hat der Führer, der diesen Geist verkörpert, im eigentlichsten Sinn religiöse Funktion, da ist er der Messias.“

Doch wenn sich der Führer „von dem Geführten dazu hinreißen (lässt), dessen Idol darstellen zu wollen …, dann gleitet das Bild des Führers über in das des Verführers …“ Später spitzt Bonhoeffer zu: „Vor Gott ist der einzelne verantwortlich. Und diese Einzelheit des Stehens des Menschen vor Gott, des Sichunterwerfens unter eine letzte Autorität, ist dort vernichtet, wo die Autorität des Führers oder des Amtes als letzte Autorität gesehen werden. … Führer und Amt, die sich selbst vergotten spotten Gottes und des vor ihm einsam werdenden einzelnen Menschen und müssen zerbrechen.“

Kein Wunder: Die Übertragung dieses Vortrags wurde mitten in der Rede abgebrochen. Auf dem Hintergrund dessen, dass in unserer Welt sich zunehmend Autokraten breitmachen und demokratische Grundrechte an Zustimmung verlieren, muten die Gedanken Bonhoeffers wie ein Blick aus der Vergangenheit in die Zukunft an. Jedenfalls kann man sich heute nur viele Bonhoeffers wünschen, die geistesgegenwärtig dazwischen rufen: aufpassen!

2. Bonhoeffer hat deutlich gespürt, dass sich Kirche in ihrer herkömmlichen Gestalt in einer sich säkular entwickelnden Welt überlebt hat. Er kommt zu der steilen These: „Die Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist.“ (Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft, hrsg. Von Eberhard Bethge, München 1970, S. 413ff) – eine späte Konsequenz aus seinen amerikanischen Erfahrungen.

Diese leitet er ab von der Überzeugung, dass sich in einem religionslosen Zeitalter das Verhältnis zu Gott nur im Verhältnis des Menschen zu anderen abbilden kann. Damit bestreitet Bonhoeffer die institutionelle Vormachtstellung der Kirche gegenüber dem einzelnen Menschen und plädiert für ein „religionsloses Christentum“.

Gerade in der Coronakrise, in der noch einmal der rasante Bedeutungsverlust der Kirchen offenbar wird, ist es wichtig, dass wir uns fragen: Was ist die Aufgabe von uns Christen in einer säkularen Gesellschaft, die zunehmend nichts vermisst, wenn Kirche nicht präsent ist? Welche Inhalte unseres Glaubens sind unentbehrlich für den einzelnen Menschen und das gesellschaftliche Zusammenleben?

3. Bonhoeffer hat im Angesicht von Krieg und Tod einen wunderbaren Gedanken geäußert – ausgehend von Bachs unvollendetem Werk „Kunst der Fuge“: „Wenn unser Leben auch nur ein entfernter Abglanz eines solchen Fragmentes ist, in dem wenigstens eine kurze Zeit lang die sich immer stärker häufenden, verschiedenen Themata zusammenstimmen und in dem der große Kontrapunkt von Anfang bis zum Ende durchgehalten wird, so dass schließlich nach dem Abbruch – höchstens noch der Choral: ‚Vor Deinen Thron tret ich hiermit‘ – intoniert werden kann, dann wollen wir uns auch über unser fragmentarisches Leben nicht beklagen, sondern daran sogar froh werden.“ (Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft, hrsg. Von Eberhard Bethge, München 1970, S.246)

Heute ist eine gängige Redensart „Es geht um Leben und Tod“. Ín der Coronakrise scheint alles dem Ziel untergeordnet zu werden, Sterben zu verhindern – ohne ausreichend zu bedenken, wie viel Lebensinhalte zerstört werden. Bonhoeffer lenkt den Blick darauf, dass nicht entscheidend ist, wie lange ein Leben andauert, sondern dass in den Fragmenten des sehr vergänglichen Lebens Sinnhaftigkeit erkennbar bleibt, die neue Zuversicht und Freude am Leben weckt.

Dietrich Bonhoeffer bei Wikipedia

Zum Blog von Christian Wolff

Krise und Angst – Wir müssen aufpassen

Gastkommentar von Christian Wolff: Der Exit aus dem Shutdown – nicht das „Wann“, das „Wie“ ist entscheidend

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Natürlich werden auch die L-IZ.de und die LEIPZIGER ZEITUNG in den kommenden Tagen und Wochen von den anstehenden Entwicklungen nicht unberührt bleiben. Ausfälle wegen Erkrankungen, Werbekunden, die keine Anzeigen mehr schalten, allgemeine Unsicherheiten bis hin zu Steuerlasten bei zurückgehenden Einnahmen sind auch bei unseren Zeitungen L-IZ.de und LZ zu befürchten.

Doch Aufgeben oder Bangemachen gilt nicht ;-) Selbstverständlich werden wir weiter für Sie berichten. Und wir haben bereits vor Tagen unser gesamtes Archiv für alle Leser geöffnet – es gibt also derzeit auch für Nichtabonnenten unter anderem alle Artikel der LEIPZIGER ZEITUNG aus den letzten Jahren zusätzlich auf L-IZ.de ganz ohne Paywall zu entdecken.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere selbstverständlich weitergehende Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

* Kommentar *Dietrich BonhoefferCoronavirus
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Donnerstag, der 1. Oktober 2020: Pandemie-Leugner/-innen erfinden tote Kinder
Kinder gehören zu den beliebtesten Opfern der Pandemie-Leugner/-innen. Foto: Pixabay, Pexels

Foto: Pixabay, Pexels

Für alle Leser/-innenKann nicht wenigstens einmal jemand an die Kinder denken, fragte einst eine Figur der „Simpsons“. Nun ja – Pandemieleugner/-innen denken ständig an die Kinder und daran, wie sie diese für ihre Zwecke missbrauchen können. Mittlerweile erfinden sie sogar Todesfälle, die auch in Leipzig aufgegriffen werden. Außerdem: Neues vom sogenannten Fahrradgate. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 1. Oktober 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Festival „Rap Against Hate!“ mit Amewu und Lena Stoehrfaktor
Plakat: Ariowitsch-Haus e. V.

Plakat: Ariowitsch-Haus e. V.

Am Samstag, den 10.10.2020 ab 18 Uhr feiert das Ariowitsch-Haus im GeyserHaus Leipzig das erste Projektjahr des interkulturellen Kunstprojektes „Rap Against Hate!“ mit einem kostenfreien Festival und den KünstlerInnen Amewu, Lena Stoehrfaktor, Der Reimteufel & Suncalina und DJ-Phantom.
Abschiebungen aus Sachsen verstoßen gegen Koalitionsvertrag
Vom Flughafen Halle Leipzig wurden seit Anfang Juni 108 Menschen abgeschoben. Foto: Dirk Schaefer/Wikimedia

Foto: Dirk Schaefer/Wikimedia

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 83, seit 25. September im HandelSeit Anfang des Jahres hat das sächsische Innenministerium (SMI) bei mehreren Abschiebungen aus Sachsen gegen Abmachungen im Koalitionsvertrag verstoßen. Laut Sächsischem Flüchtlingsrat (SFR) wurden mehrfach Familien getrennt, Personen direkt von ihrem Arbeitsplatz abgeholt und Menschen mit Behinderung abgeschoben. Außerdem sei bei einer versuchten Abschiebung eines Minderjährigen das Kindeswohl missachtet worden, so der SFR.
Leipziger Forschung: Selbst beim Denken und Fühlen folgen wir der Logik der Evolution
Das menschliche Gehirn ist entlang zweier Achsen organisiert. Dieses Prinzip scheint sich durch die Hirnorganisation aller Primaten zu ziehen. Grafik: Valk/ MPI CBS

Grafik: Valk/ MPI CBS

Für alle LeserUnser Gehirn ist ein wundersames Ding, Ergebnis von Millionen Jahren Evolution und trotzdem (oder gerade deshalb) in der Lage, enorme Gedächtnis- und Erkenntnisleistungen zu vollbringen. Leipziger Kognitionsforscher versuchen seit Jahren, die dazu nötigen Strukturen im Gehirn zu lokalisieren. Manchmal sprechen sie gar von einer „mentalen Landkarte“. Jetzt haben sie zwei Achsen definiert, auf denen die Genese unseres Gehirns vonstatten ging.
Corona-Verluste: Auch der ZVNL appelliert an die Staatsregierung, nicht nur 70 Prozent der Verluste zu ersetzen
S-Bahn-Station Leipzig-Markt. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserWas sich die Mitglieder des sächsischen Regierungskabinetts gedacht haben, als sie beschlossen, (erst einmal) nur 70 Prozent der durch die Corona-Einschränkungen verursachten Schäden im ÖPNV auszugleichen, ist auch zwei Wochen nach dem Kabinettsbeschluss nicht klar. Mit den betroffenen Verkehrsunternehmen und Kommunen jedenfalls scheint man nicht gesprochen zu haben. Nun kritisieren auch die im ZVNL versammelten Kommunen diesen seltsamen Kürzungsvorgang.
Gerichtsprozess in Bozen macht Pestizideinsatz in Apfelplantagen jetzt erst recht zum Medienthema
Alexander Schiebel und Karl Bär. Foto: Jörg Farys, Umweltinstitut München

Foto: Jörg Farys, Umweltinstitut München

Für alle LeserIn Zeiten von Insektensterben und zunehmenden Allergien war das wohl kein kluger Schachzug. Wer wird Äpfel aus Südtirol nicht misstrauisch anschauen, wenn der Prozess gegen den Autor von „Das Wunder von Mals“ erst richtig losgeht und Zeitungen aus aller Welt darüber berichten, wie der Südtiroler Landesrat für Landwirtschaft, Arnold Schuler, versucht, den Pestizideinsatz in den Tiroler Apfelplantagen per Gerichtsbeschluss unsichtbar zu machen? Mehr Aufmerksamkeit für diesen massiven Chemieeinsatz kann er gar nicht erzeugen. Und dabei schien er sogar einen Moment lang vernünftig zu werden.
Der Herbstauftakt bringt eine erste leichte Entspannung für den Leipziger Arbeitsmarkt
Entwicklung der Arbeitslosigkeit August zu September 2020. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserInsgesamt waren Ende September in der Stadt Leipzig 26.111 Menschen bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosigkeit sank also gegenüber August wieder um 613 Menschen. Im Vergleich zum September 2019 lag die Arbeitslosigkeit freilich noch immer um 6.541 Personen oder 33,4 Prozent höher. So viele Arbeitslose hatte Leipzig zuletzt im Jahr 2015.
Fräulein Schneider und das Weihnachtsturnier: Warum wir mehr ehrliche Alte brauchen und weniger Festtagsgedudel
Rainer Moritz: Fräulein Schneider und das Weihnachtsturnier. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMit ruhiger Hand baut die in der Evangelischen Verlagsanstalt beheimatete Edition Chrismon eine kleine Reihe Weihnachtsgeschichten auf. Nur dass dort nicht die alten und bekannten Weihnachtserzählungen von Charles Dickens oder Ludwig Thoma erscheinen, sondern Texte heutiger Autorinnen und Autoren, die keine Scheu davor haben, auch die modernen Probleme mit diesem oft in Ritualen und Kaufrausch erstarrten Fest zu beschreiben.
Die Verfilmung des Bestsellers „Nikolaikirche“ am 1. Oktober im Museum in der „Runden Ecke“
Die „Runde Ecke“. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ zeigt am 1. Oktober 2020, 19.00 Uhr im ehemaligen Stasi-Kinosaal die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Erich Loest „Nikolaikirche“. „Nikolaikirche“ ist die Verfilmung des Bestsellers von Erich Loest.
These #23: Jugendarbeit droht ein Bedeutungsverlust, da sie zunehmend als on/off-Dienstleister verstanden wird
Kalender-These #23 – Oktober 2020. Foto: MJA Leipzig e.V.

Foto: MJA Leipzig e.V.

Für alle LeserEine bedarfsgerechte Jugendarbeit kann nicht beliebig eingesetzt werden. Sie ist ganzheitlich, präventiv und kontinuierlich wirksam. Jugendarbeit ist Zukunftsarbeit! Soziale Arbeit als Dienstleistung zu beschreiben, ist Teil einer breiten fachlichen Diskussion über Begriffe wie Qualität, Wirksamkeit oder Outputorientierung, kurz der Ökonomisierung einer am Menschen und dessen Entwicklung orientierten Arbeit.
Mittwoch, der 30. September 2020: Kontroverse um jüdischen Feiertag in Halle
Foto: Pixabay, Mauistik

Foto: Pixabay, Mauistik

Für alle Leser/-innenIm vergangenen Jahr suchte sich ein Antisemit den Jom-Kippur-Feiertag aus, um auf die Synagoge in Halle ein Attentat zu verüben. In diesem Jahr besuchte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff das Gebet in Halle – und sorgte mit seinem Verhalten für Ärger bei einer Überlebenden des Attentats. Außerdem: Der sächsische Landtag hat heute über Connewitz diskutiert. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 30. September 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Klänge der Hoffnung gegen das Sterben im Mittelmeer
Ensemble Klänge der Hoffnung. Foto: Roland Quester

Foto: Roland Quester

Mit einem Benefizkonzert in der Leipziger Nikolaikirche will die Stiftung Friedliche Revolution die Rettung von in Seenot geratenen Flüchtlingen im Mittelmeer unterstützen. Das Konzert ist für Sonntag, 4. Oktober, um 17.00 Uhr vorgesehen. Es steht unter dem Motto „Klänge der Hoffnung – gegen das Sterben im Mittelmeer“. Musikalisch gestaltet wird der Abend vom Ensemble „Klänge der Hoffnung“, das im Rahmen des gleichnamigen Stiftungsprojektes Musiker aus dem Iran, Polen, Syrien, Italien und Deutschland vereint.
Lindenow Festival 2020
Grafik: Lindenow e.V.

Grafik: Lindenow e.V.

Vom 2. bis zum 4. Oktober 2020 und unter Berücksichtigung besonderer Hygieneauflagen wird zum 16. Mal das LindeNOW Festival im Leipziger Westen stattfinden. Wie in den letzten Jahren lassen sich an dem Wochenende gegenwärtige künstlerische Positionen in temporären wie ständigen Kunsträumen sowie in Interventionen im öffentlichen Raum entdecken.
Leipziger Forschung zu Corona: Neandertaler-Genvariante erhöht das Risiko für schweren Verlauf von Covid-19
Forscherin im Reinraum des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie. Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserCovid-19 ist eigentlich eine sehr neue Mutation, mit der unsere Vorfahren nie in Berührung kamen. Aber das Virus trifft auf ein von Millionen Jahren geprägtes Immunsystem. Und auf einmal spielt sogar der Neandertaler in der Pandemie eine Rolle, wie die Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie jetzt melden. Denn wer eine bestimmte Neandertaler-Genvariante vererbt bekommen hat, dessen Risiko, an Covid-19 schwer zu erkranken, ist deutlich höher.
Basketball-Court am Connewitzer Kreuz: Ein in Connewitz akzeptierter Verein könnte künftig die Gestaltung der Graffiti-Fläche übernehmen
So oder so ähnlich sah es bis heute am Connewitzer Kreuz aus. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserFür das mittlerweile berühmteste Leipziger Grafitto könnte es demnächst vielleicht so etwas wie ein ruhigeres Verhältnis mit den Nachbarn geben. Seit einigen Jahren beschäftigt ein kleines Hase-und-Igel-Rennen zwischen Polizei und nächtlichen Sprayern die Öffentlichkeit. Kaum hat die Stadt die Lärmschutzwand am Basketball-Court am Connewitzer Kreuz weiß getüncht, taucht über Nacht ein neues Grafitto auf, das die Polizei beleidigt. Mit einem Antrag mehrerer Stadträt/-innen im Stadtrat könnte sich das ändern.