Ein ganzes Forscherleben nicht nur für Lene Voigt

Für alle LeserIn Coronazeiten sind auch die Abschiede stiller. Leipziger, die man bislang für nicht wegdenkbar hielt aus dieser Stadt, gehen von uns. Und da wird selbst in der Stille deutlich, wie die Zeit tatsächlich eilt. Am 22. April ist nun auch Wolfgang U. Schütte gestorben, den viele L-IZ-Leser kennen, denn er war ja der Mitgründer der Lene-Voigt-Gesellschaft und hat damit der „Leipziger Nachtigall“ erst wieder jenen Platz in der städtischen Erinnerungskultur verschafft, der ihr immer gebührt hat.

Auf dem Foto, auf dem er stolz einen neuen Fund zum Wirken von Lene Voigt vorweist, lächelt er. Er konnte auch ganz ernst werden. Ernst wie ein Mann, der wie kaum ein anderer um die große literarische Geschichte der Stadt Leipzig im 20. Jahrhundert weiß, weil er sich seit den 1950er Jahren damit beschäftigt hat.

Angestiftet hat ihn wohl damals sein Lehrer an der Fachschule für Bibliothekare in Leipzig, an der der 1940 Geborene lernte: Rolf Recknagel war einer der bekanntesten Literaturwissenschaftler in der DDR. Von ihm stammen wichtige Biografien von Oskar Maria Graf, Jack London und B. Traven.

Aber er hat Wolfgang U. Schütte wohl erst richtig neugierig gemacht auf die heimische Literatur, vermutet Peter Hinke, in dessen Connewitzer Buchhandlung die große Lene-Voigt-Ausgabe erschien, betreut natürlich von Wolfgang und Monica Schütte. Beim Aufräumen ihrer Wohnung wurde auch Hinke erst so richtig deutlich, wie weit die Forschungen Schüttes reichten.

Und wie wenig davon tatsächlich in Buchform erschien. Eher konnte es der Immersuchende in Zeitschriftenartikeln unterbringen. Dann und wann gelang es ihm auch, fast vergessenen Schriftsteller/-innen aus der ersten Jahrhunderthälfte wieder einen Platz in einem ostdeutschen Verlag zu verschaffen.

Er war immer derjenige, der anderen zu Aufmerksamkeit verhalf und selbst meist schüchtern beiseite stand. Auch wenn schon seine Wiederentdeckungen, die er in kleinen Publikationen auch schon vor 1989 veröffentlichen konnte, zeigten, wie reich sein Archiv mittlerweile war, gesammelt in Jahrzehnten gründlicher Forschung in der Deutschen Bücherei. Und parallel sammelte sich eine Korrespondenz an, wie sie heute kaum noch einer zustande bringen wird, wo man per E-Mail und SMS kommuniziert. Wer schreibt da noch Briefe?

Und wer kümmert sich rechtzeitig um so einen Sammlungsbestand, der sich ganz bestimmt von den Sammlungen der meisten Zeitgenossen unterscheidet? Einen Teil des wertvollen Bestandes konnten Peter Hinke und Klaus Petermann für die Lene-Voigt-Gesellschaft  sichern.

Das Kulturamt half dabei und kurzerhand fand sich auch das Stadtgeschichtliche Museum bereit, wenigstens all das zu übernehmen, was Wolfgang U. Schütte und seine unermüdlichen Mitforscher/-innen aus der Lene-Voigt-Gesellschaft zusammengetragen haben. Das ist schon eine Menge und hat auch Museumsdirektor Anselm Hartinger erst einmal nach Luft schnappen lassen.

Wieder so ein Schütte-Moment. Andere hätten diese Forschungsbestände schon mit großem Tamtam, Sekt und Blitzlichtgewitter überreicht – vielleicht an die Stadtbibliothek, wo in der Regel die Nachlässe Leipziger Künstler und Schriftsteller gesammelt werden. Aber so schnell war das in Coronazeiten nicht zu bewerkstelligen.

Selbst die vielen Vorarbeiten zur geplanten Lene-Voigt-Biografie standen noch in zwei großen Plastiktüten in Schüttes Wohnung. „Auch die konnten wir zum Glück sichern“, sagt Peter Hinke. Denn irgendwann muss ja auch noch die fundierte Lene-Voigt-Biografie erscheinen. Bislang liegen nur Blitzlichter aus diesem Forschungsbestand vor.

„Und mit der Lene-Voigt-Gesellschaft konnten wir dafür sorgen, dass Wolfgang nicht in Großbreitenbach, wo er aufgewachsen ist, beerdigt wird“, erzählt Hinke. „Mit dem Ort hatte er ja gar nichts mehr zu tun.“

Der große Wunsch der Gesellschaft ist es nun, ihm ein Grab im Gräberfeld II auf dem Südfriedhof zu verschaffen, das sich immer mehr zu einem Wallfahrtsort entwickelt, weil dort eine letzte Ruhe findet, wer in Leipzigs Kultur wirklich eine Rolle spielte. Hier liegt der Kabarettist Jürgen Hart, hier ist Peter „Cäsar“ Gläser zu finden. Hier findet man Werner Tübke und natürlich auch Lene Voigt, deren Grab die Lene-Voigt-Gesellschaft pflegt. In ihrer Nähe könnte auch Wolfgang U. Schütte seinen Platz finden. Vielleicht am 3. Juni, wenn möglicherweise die meisten Corona-Einschränkungen aufgehoben sind.

Und im September, so hofft die Lene-Voigt-Gesellschaft, kann man vielleicht auch wieder zu einer Erinnerungsveranstaltung in die Sanftwut einladen. Auch die öffentlichkeitswirksame Arbeit der Gesellschaft ist ja durch Corona völlig zum Erliegen gekommen. Das Gaggaudebbchen, der wichtigste Wettbewerb mit Lene-Voigt-Texten, an dem Schüler aus Leipzig und Umgebung zeigen können, wie viel Spaß Lenes Texte machen, musste ja abgesagt werden. Und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr, denn gegründet wurde die Lene-Voigt-Gesellschaft ja 1995 in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung in Speck’s Hof. Mit einigen jener Kabarettist/-innen am Tisch, die auch vorher schon ab und zu mal eine Szene oder ein Gedicht von Lene Voigt im Repertoire hatten. Auch aus Trotz, wenn eine Obrigkeit mal wieder meinte, die Menschen da unten deprimieren und drangsalieren zu müssen.

Dann hörte man – gern auch mit Dresdner Einschlag – immer wieder mal dieses „Was Sachsen sin vom echten Schlaach, / die sin nich dod zu griechn …“

Das galt auch immer für Wolfgang U. Schütte, der aus seinem unermüdlichen Sammlerleben so viel Material hinterlassen hat, dass es gut möglich ist, dass daraus noch einmal fünf Bücher werden. Und einige könnten so überraschend sein, dass sich selbst die Wegbegleiter des Unermüdlichen wundern könnten: Damit hat er sich auch beschäftigt?

Hat er.

Gäste aus Dresden holen souverän zwei Gaggaudebbchen an die Elbe

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Natürlich werden auch die L-IZ.de und die LEIPZIGER ZEITUNG in den kommenden Tagen und Wochen von den anstehenden Entwicklungen nicht unberührt bleiben. Ausfälle wegen Erkrankungen, Werbekunden, die keine Anzeigen mehr schalten, allgemeine Unsicherheiten bis hin zu Steuerlasten bei zurückgehenden Einnahmen sind auch bei unseren Zeitungen L-IZ.de und LZ zu befürchten.

Doch Aufgeben oder Bangemachen gilt nicht ;-) Selbstverständlich werden wir weiter für Sie berichten. Und wir haben bereits vor Tagen unser gesamtes Archiv für alle Leser geöffnet – es gibt also derzeit auch für Nichtabonnenten unter anderem alle Artikel der LEIPZIGER ZEITUNG aus den letzten Jahren zusätzlich auf L-IZ.de ganz ohne Paywall zu entdecken.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere selbstverständlich weitergehende Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

Lene-Voigt-Gesellschaft
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

„Reiß‘ dich zusammen und suche dir Hilfe!“ – Kampf gegen Essstörungen, für Melanie Apitzsch der härteste Langstreckenlauf
Melanie Apitzsch: „Es ist kein Schritt zurück, sondern ich nehme nur Anlauf.“ Foto: Daniel Halangk

Foto: Daniel Halangk

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 79, seit 29. Mai im HandelAuf den Tag genau vor fünf Jahren erschien mit der 1. Ausgabe der LEIPZIGER ZEITUNG (LZ) auch meine erste große Sportgeschichte. Es war die Geschichte der Leistungssportlerin Melanie Apitzsch, die zuvor als großes Leipziger Talent auf den langen Laufstrecken und über 3.000 Meter Hindernis galt. Doch der härteste Wettkampf fand für sie nicht auf der Rundbahn statt, sondern es war der Kampf mit sich selbst, der Kampf gegen Essstörungen.
Auch Leipziger Wasserwerke schaffen ihr Jahresziel und ärgern sich trotzdem über sparsame Leipziger
Klärwerk im Rosental. Foto: KWL

Foto: KWL

Für alle LeserAuch die Kommunalen Wasserwerke Leipzig haben das Geschäftsjahr 2019 mit einem deutlichen Plus abgeschlossen. Auch wenn die Wasserwerker damit hadern, dass die Leipziger immer noch so wenig Wasser pro Kopf verbrauchen. Obwohl dieses Hadern überhaupt keinen Grund hat, denn auch das ziemlich wasserarme Jahr 2019 hat gezeigt, dass auch die Wasserwerke Leipzig die Wasserbereitstellung nicht einfach mal so aus der Hüfte erhöhen können.
Sächsische Arbeitsagentur versucht, Folgen der Umstellung auf E-Auto-Bau zu modellieren
Pkw-Produktion in Deutschland und weltweit. Grafik: Arbeitsagentur Sachsen / IAB

Grafik: Arbeitsagentur Sachsen / IAB

Für alle LeserEin paar Klicks genügen, und man ist mitten in den sächsischen Debatten um eine Krisenindustrie, die gerade die größte Transformation ihrer Geschichte vor sich hat: die Automobilindustrie. Im Januar und Februar diskutierten Wirtschaftskammern und Politiker heftig darüber, wie man den Strukturwandel im Automobilbau auffangen könnte. Da war von irgendwelchen Corona-Einschränkungen noch gar keine Rede. Die Autobauer sind nicht erst mit dem Export-Einbruch durch Corona in schweres Fahrwasser geraten.
Stadtwerke Leipzig haben 2019 ihr Ergebnis überraschend stark auf 67 Milionen Euro gesteigert
Das Kraftwerk der Stadtwerke Leipzig an der Eutritzscher Straße. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSo optimistisch klang ein Geschäftsbericht der Stadtwerke Leipzig seit Jahren nicht mehr. Nirgendwo war die Bremserpolitik einer von Fossilkonzernen getriebenen Bundes-Anti-Klimapolitik stärker zu spüren als in den Stadtwerken der Bundesrepublik. Viele hatten sich darauf verlassen, dass auch die Merkel-Regierungen die von Rot/Grün eingeleitete Energiewende fortsetzen würde, hatten sogar extra noch eigene Gaskraftwerke gebaut. Auch die Leipziger Stadtwerke wurden von dieser Politik für Kohlekonzerne ausgebremst.
Hot Club d’Allemagne legt nach zehn Jahren eine neue CD vor: Hot Club d’Allemagne
Hot Club d'Allemagne: Hot Club d'Allemagne. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDanach haben sich auch viele gesehnt im Corona-Shutdown: Einfach mal wieder abends in einer Bar sitzen dürfen, Gläschen oder Tässchen auf dem Tisch, entspannt zurückgelehnt und der Musik lauschen, die vier ambitionierte Herren im gedimmten Scheinwerferlicht machen – locker, zuweilen überschwänglich, herrlich beswingt und dennoch so, als würden sie so nebenbei ein paar fröhliche Lebensgeschichten erzählen. Das kann man jetzt tatsächlich haben – sogar daheim, abends, wenn man den Tag von sich abfließen lassen möchte.
QualityLand 1.1: Der erste Teil des Erfolgsromans von Marc-Uwe Kling als mitreißende Graphic Novel
Marc-Uwe Kling, Zachary Tallent: QualityLand, Band 1.1. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist eigentlich das Jahr von Marc-Uwe Kling. Aber dann kam Corona. Als die Verfilmung seiner „Känguru-Chroniken“ ins Kino kommen sollte, schlossen die Kinos. Und nicht nur die Känguru-Chroniken machen Furore (und finden auch trotz Corona zu Zuschauern und Lesern), sondern auch sein 2017 veröffentlichter Roman „QualityLand“, für den Kling just 2020 den Folgeband angekündigt hat. Wer „QualityLand“ noch nicht kennt, dem hilft jetzt der erste Comic dazu auf die Sprünge.
These #19: Der „aktivierende Sozialstaat“ grenzt insbesondere benachteiligte Menschen aus.
Kalender-These #19 – Juni 2020. Foto: MJA Leipzig e.V.

Foto: MJA Leipzig e.V.

Für alle LeserDamit gerade junge Menschen nicht am Verwaltungsdruck zerbrechen, brauchen sie Sicherheit und Förderung – um Selbsthilfepotenziale entdecken und nutzen zu können.
Interview: Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ erklärt seinen Protest gegen die Corona-Demos
Als Gegenprotest am 18. Mai 2020 auf dem Nikolaikirchhof versammelt - Leipzig nimmt Platz mit einer angemeldeten Kundgebung. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 79, seit 29. Mai im HandelSie kritisieren die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus, wähnen sich in einer Diktatur oder verbreiten antisemitische Verschwörungstheorie: Die auch in Leipzig seit Wochen andauernden Demonstrationen beinhalten viel Problematisches. Auch sind immer mehr Personen aus dem rechtsradikalen Spektrum dort anzutreffen. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ ruft deshalb mittlerweile regelmäßig zum Protest gegen diese Veranstaltungen auf.
Keinen Kontakt, bitte! – RC Leipzig spielte seine beste Saison und ist trotzdem traurig.
Der RC Leipzig hofft auf Spendengelder. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 79, seit 29. Mai im HandelRugby und Abstand halten ist wie Baden und trocken bleiben wollen. Oder anders formuliert: Wenn nicht mindestens zehn Spieler auf einem Haufen liegen, ist es kein Rugby. Zwinkersmiley. Wobei, eigentlich wäre eher der mit dem traurigen Gesicht angebracht, denn genau dieses körperbetonte Spiel ist in Corona-Zeiten absolut tabu. Beim Bundesligisten RC Leipzig herrscht dafür vollstes Verständnis. Traurig ist man an der Stahmelner Straße natürlich trotzdem.
LVB konnten ihre Linienerlöse trotz sinkender Fahrgastzahlen steigern
XL-Straßenbahn auf der Messekehre. Foto. Ralf Julke

Foto. Ralf Julke

Für alle LeserNicht nur die Leipziger Gruppe als Stadtholding legte in dieser Woche ihre Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vor. Auch die drei Tochterunternehmen legten ihre Zahlen vor. Und gerade bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) war eine gewisse Aufmerksamkeit sicher. Denn erstmals in den vergangen Jahren konnten die LVB ihre Erlöse nicht durch eine Fahrpreiserhöhung steigern.
Radweg am Connewitzer Kreuz: Die Litfaßsäule muss weg und an einer schrittweisen Lösung wird gearbeitet
Die aktuelle Lösung am Connewitzer Kreuz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBeharrliches Nachfragen hilft. Denn manchmal reagiert die Stadtverwaltung dann doch ohne viel Federlesens, so wie am Connewitzer Kreuz, wo man den Corona-Shutdown nutzte, um wenigstens eine kleine Änderung an der Radwegeführung vorzunehmen: Gelb abmarkiert werden die Radfahrer/-innen vor dem Rewe-Supermarkt jetzt auf der Fahrbahn geführt. Ein Provisorium, wie das Dezernat Stadtentwicklung und Bau jetzt auch auf eine Anfrage der SPD-Fraktion hin erklärt.
Fast 4.000 Mal ließ das Leipziger Ordnungsamt 2019 falsch geparkte Fahrzeuge abschleppen
Hier war es eine ausgeschilderte Baustelle, wegen der mehrere geparkte Fahrzeuge abgeschleppt wurden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDiese Geschichte bewegt die Leipziger nun schon seit Jahren. Denn mit dem zunehmenden Autobestand in Leipzig sind immer öfter auch Fußwege, Radwege und Kreuzungen zugeparkt. Und selbst die LVB-Fahrer verzweifeln zuweilen, weil rücksichtslose Autofahrer einfach die Gleise zuparken und damit den Straßenbahnbetrieb zum Erliegen bringen. Ein Thema, das sogar die Freibeuter-Fraktion im Stadtrat aufregte. Warum wird da nicht häufiger abgeschleppt, wollte die Fraktion schon im Februar wissen.
Der Stadtrat tagte: OBM-Vorschlag zum Neuzuschnitt der Verwaltung bekommt klare Mehrheit im Stadtrat + Video
Burkhard Jung in der Ratsversammlung am 28. Mai 2020. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAm Donnerstag, 28. Mai, in der Fortsetzung der Stadtratssitzung vom 20. Mai in der Kongresshalle, wurde auch über die von OBM Burkhard Jung vorgeschlagene künftige Dezernatsstruktur im Rathaus abgestimmt. Im Herbst sollen ja vier Dezernatsleitungen neu besetzt werden. Dafür müssen im Sommer die Ausschreibungen raus. Die Gelegenheit will Jung nicht verpassen, um die neuen Bürgermeister/-innen auch schon passend zur neuen Dezernatsstruktur zu finden.
Heidelberg an einem Tag: Die Neckarstadt mit der berühmtesten Burgruine Deutschlands
Andrea Reidt: Heidelberg an einem Tag. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWohin fährt man eigentlich jetzt in den Urlaub, wenn so viele Urlaubsländer noch immer mit den Nachwirkungen von Corona zu kämpfen haben? Oder selbst dann, wenn sie wieder einladen wie Italien, dort aber mit einem riesigen Ansturm der befreiten Touristen zu rechnen ist? Vielleicht sollte man die seltene Chance nutzen, einige deutsche Städte zu besuchen, die sonst von ausländischen Besuchern überlaufen sind. Heidelberg zum Beispiel.
Pfingsten ohne Gruftis? Tag 4 – Das Darkstream Festival zeigt Düster-Pop aus Leipzig + Livestream
David Gray und "Kruppe" bei der gemeinsamen Moderation in der Moritzbastei. Screen Livestream

Screen Livestream

Für alle LeserPfingsten ohne ein schwarzes Leipzig? Geht gar nicht, waren sich Dave, Kruppe und Christian einig, als Corona mehr und mehr drohte, das 2020er „Wave-Gotik-Treffen“ zu kippen. Am Ende musste das WGT in diesem Jahr ausfallen, noch immer ist es nicht möglich, Konzerte durchzuführen. Dafür haben die drei mit weiteren Szenefreundinnen etwas auf die Beine gestellt, was sie selbst am Beginn nicht für möglich gehalten hätten. Das gesamte Pfingsten 2020 gibt es erstmals mit dem „Darkstream-Festival“ einen nahezu durchgehenden Livestream mit Moderation aus der Moritzbastei, Eindrücken aus Leipzig, über 60 Bands, DJs und Autorenlesungen.