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Wie nun feiern? Ein Beitrag zu Lene Voigts 130. Geburtstag

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    Am 2. Mai feiert die Lene-Voigt-Gesellschaft coronabedingt doch eher nur gedanklich den 130. Geburtstag von Lene Voigt. Am 2. Mai 1891 wurde Lene Voigt in der Sidonienstraße Nr. 14 (heute Paul-Gruner-Straße) geboren. Aber natürlich kann niemand daran gehindert werden, ihr einen Strauß Blumen aufs Grab auf dem Südfriedhof zu legen. Oder ihre Gedichte laut und tapfer vorzutragen. Motto: „Nu grade!“

    „Beim Dialekt fängt die gesprochene Sprache erst an.“

    Christian Morgenstern 1907

    Gastbeitrag von Klaus Petermann, Vorsitzender der Lene-Voigt-Gesellschaft e. V.

    Alles Gute liebe Lene zum 130. Geburtstag!

    Was wär die Welt ohne Lene Voigt und ihre Dichtung?
    Na ja vielleicht nicht die ganze Welt – aber unsere sächsische Welt.
    Was wäre sie ohne ihre Dichtkunst, ohne ihren Humor, ohne ihre Hoffnung, ohne ihr Augenzwinkern, ohne ihre Beobachtungsgabe …

    Ja sie wär schon anders, ganz schön anders.

    Und so freuen wir uns gerade heute an ihrem Geburtstag über das, was sie uns an Großem hinterlassen hat und werden weiter daran arbeiten,
    ihr Erbe in Ehren zu halten, zu pflegen, zu erforschen und weiter zu verbreiten.

    Ja auch heute, und ganz besonders in solch schwierigen Zeiten, überraschen uns ihre Texte, geben uns Mut und zaubern uns manchmal ein Lächeln ins Gesicht. Besinnen wir uns mal kurz (oder auch länger) auf die einfachen Dinge und blättern durch Lene Voigts Dichtung. Schnell werden wir fündig, ob sächsisch oder hochdeutsch, es gibt immer wieder „enne gleene Hoffnung“.

    Zwei Gedichte gibt’s zum 130. Geburtstag liebe Lene, wir denken an dich und tragen deine Dichtung im Herzen und auf der Zunge.

    Mit sägs’schen Grüßen
    Klaus Petermann
    Lene-Voigt-Gesellschaft

    Geborn an dr Bleiße

    Geborn an dr Bleiße,
    gibbt fröhliches Blut.
    Wie’s Lähm uns ooch ausfällt,
    so finden mirsch gut.

    Mit Jammern un Glaachen
    gommt geener vom Fleck.
    Was andre oft schwer nähm,
    das nenn‘ mir ä Dreck.

    ‘s hat jeder Daach Freiden,
    mer musse bloß sähn,
    dann wärd uns ooch däächlich
    was Hibsches geschähn.

    Denn Frohsinn is nitzlich
    fier Härz un fier Niern.
    Mal ordentlich lachen
    gann Granke guriern.
    (leicht gekürzt)

    Nicht plaudern!

    Ward Dir ein holdes Glück beschert,
    schließ es in Herzens Kämmerlein,
    halt ängstlich Wache vor der Tür
    und laß den besten Freund nicht ein.

    Glaub’ mir, hast Du erst anvertraut
    den Menschen, was Dich süß bewegt —
    es nimmt die Weihe Deinem Glück,
    das Wunder im Geheimnis trägt.

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