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Corona-Impfkampagne startet sachsenweit

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    Am heutigen Montag, den 11. Januar, wurden unter dem Motto „Ärmel hoch“ überall im Freistaat Sachsen die Corona-Impfzentren eröffnet – ein Moment, den viele sehnsüchtig erwartet haben. Bereits seit Ende Dezember impfen die Kliniken ihr Personal, nun ist die Impfung auch für weitere Teile der Bevölkerung verfügbar. Auf dem Leipziger Messegelände können sich als erstes Zugehörige der Priorisierungsgruppe 1, also mobile Personen über 80 Jahre sowie Beschäftigte ambulanter Pflegedienste und besonders betroffene Risikobereiche der ambulanten Versorgung, impfen lassen.

    Die erste Priorisierungsgruppe zählt in Sachsen etwa 457.000 Menschen. 2800 von ihnen wolle man täglich mit dem Impfstoff versorgen. Bis Ende Januar sollen so gut 18 Prozent der Gruppe 1 geimpft sein. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wurden in den Leipziger Krankenhäusern bereits 23 Prozent der knapp 23.000 Mitarbeiter/-innen geimpft.

    Im Gegensatz zu anderen Bundesländern startete die ambulante Impfkampagne hierzulande relativ spät. Dieses Vorgehen erklärte die Regierung damit, kontinuierlich und jeden Tag impfen zu wollen. So hätten Impfzentren in anderen Teilen Deutschlands bereits nach wenigen Tagen wieder ihre Pforten schließen müssen, da nicht genug Impfstoff vorhanden war.

    Termin-Portal überlastet, Ministerium räumt Panne ein

    Parallel zur Öffnung der Impfzentren in Sachsen ging auch das Netz-Portal zur Terminvereinbarung online – und war direkt überlastet. Bereits vor dem Start der Terminvergabe um 14 Uhr appellierte das sächsische Sozialministerium (SMS) an die Geduld der Bürger/-innen und teilte mit, dass Techniker mit Hochdruck daran arbeiteten, das Problem zu beheben. Das SMS hatte schon im Vorfeld gebeten, die Plattform zurückhaltend zu nutzen, genutzt hat es offenbar nichts.

    In Kürze solle es außerdem möglich sein, einen Termin per Telefon zu vereinbaren.

    Wer einen Termin unter https://sachsen.impfterminvergabe.de/ vereinbaren möchte, muss zunächst seine Berechtigung prüfen lassen. Dafür erfolgt die Anmeldung im Online-Portal. Ist man „freigeschalten“ und somit berechtigt, die Impfung zu erhalten, kann der Ort frei gewählt sowie ein Wunschtermin angegeben werden. Eine Übersicht der Zentren im Freistaat gibt es hier. „Keiner braucht Angst zu haben, dass er nicht drankommt“, beruhigte Sachsens Gesundheitsministerin heute in Riesa, wo sie bei der Eröffnung des dortigen Zentrums zugegen war.

    In Sachsen wurden insgesamt 13 Impfzentren errichtet, man verspricht sich viel von dem „Pieks“. „Der Beginn der Impfung ist für uns ein wichtiger Schritt, die Pandemie zu überwinden und wieder ins normale Leben zurückzufinden“, so die Hoffnung Köppings.

    Im Landtag hatte es wenige Wochen zuvor eine hitzige Debatte gegeben. So hatte die AfD der Landesregierung vorgeworfen, durch Sparpolitik dabei zugesehen zu haben, wie sich Pflegeheime zu Corona-Hotspots entwickelten. Dagegen hielten beispielsweise die Grünen und kritisierten eine monatelange „Verharmlosungsstrategie“ der AfD.

    Sachsen gilt nach wie vor als Hotspot im Blick auf Gesamtdeutschland. Derzeit sind im Freistaat 155.682 Erkrankungsfälle bestätigt, seit Beginn der Pandemie starben 4.130 Menschen in Sachsen an dem Virus. Den höchsten Inzidenzwert, also die Anzahl der Neuinfektionen auf 100.000 Menschen innerhalb von 7 Tagen, hat derzeit der Vogtlandkreis. Hier liegt die Zahl bei 631,9.

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