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Polizeibericht, 13. Juni: Versuchte Tötung, Katz-und-Maus-Spiel, Geldautomat gesprengt

Am Montagnachmittag ereignete sich am Markkleeberger Wolfssee/Waldsee Lauer ein handfester Streit zwischen mehreren Menschen, der darin gipfelte, dass ein Mann eine Frau im See unter die Wasseroberfläche drückte +++ Ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei lieferte sich heute Nacht ein 33-Jähriger, der mit einem gestohlenen Fahrrad unterwegs war +++ Erneut wurde ein Geldautomat in einer SB-Filiale gesprengt. Diesmal am Rathausplatz in Schkeuditz – In allen Fällen sucht die Polizei nach Zeugen.

Zeugen vom Wolfssee gesucht

Ort: Markkleeberg, Waldseeweg – Südstrand des Waldsee Lauer (auch Wolfssee), Zeit: 11.06.2018, gegen 16:25 Uhr

Am Montag, den 11. Juni 2018, ereignete sich am Markkleeberger Wolfssee/Waldsee Lauer eine Auseinandersetzung zwischen mehreren jungen Menschen. Der Polizei ist bekannt, dass die Personen zuvor am See gezeltet haben, bis es am Montagnachmittag nach 16:00 Uhr zu einem handfesten Streit kam, der an Land begann und bis ins Wasser getragen wurde.

Hierbei versuchte ein Mann (36) eine Frau (31) im See unter die Wasseroberfläche zu drücken. Ein Zeuge rief die Polizei, die den 36-jährigen Deutschen nach seiner Flucht festnehmen konnte. Gegen ihn wird nun wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt. Die 31-jährige Frau wurde mit mehreren Verletzungen stationär in ein Leipziger Krankenhaus aufgenommen.

Die Polizei bittet nun darum, dass sich Personen, die sich an dem Tag ebenfalls am See befunden und die Auseinandersetzung verfolgt haben, dringend bei der Polizei zu melden. Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei

Ort: Leipzig, OT Zentrum, Goldschmidtstraße, Zeit: 13.06.2018, 01:30 Uhr

In der letzten Nacht beobachtete eine Streife der Polizei einen Radfahrer, der auf der Windmühlenstraße auf der falschen Seite fuhr. Die Beamten entschlossen sich, den Radler, der nun quer über eine Wiese in Richtung der Grünewaldstraße fuhr, einer Kontrolle zu unterziehen. Kaum, dass sich der Funkwagen der Polizei auf seiner Höhe befand, wendete der Radfahrer und versuchte, so zu entkommen. Zwei Runden drehten die Polizei und der Fahrradfahrer um eine Parkanlage an der Grünewaldstraße, bis der Mann auf dem weißen Fahrrad Richtung Ringcafé weiterfuhr. Dort gab er seinem Drahtesel bis zur Goldschmidtstraße die Sporen.

Von dort aus befuhr er eine kleine Straße hinter dem langgezogenen Gebäude und hielt letzten Endes vor einer Haustür an. Dort erwischten ihn aber auch die Polizisten und unterzogen ihn endlich der in Aussicht stehenden Kontrolle. Jeglicher Sprachverständigung unfähig und offenbar seiner Ausweisdokumente verlustig gegangen, wurde der Mann zur Bundespolizei gebracht und dort mittels eines Schnellverfahrens identifiziert. Bei ihm handelte es sich um einen 33-jährigen Georgier, der eigentlich in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Zittau gemeldet ist – dort aber seit zwei Monaten schon nicht mehr erschienen ist.

Nachdem die Identität des Mannes geklärt war, widmeten sich die Beamten seinem Fahrrad und seiner mitgeführten Gegenstände. Da die Rahmennummer des Rades offensichtlich nachbehandelt worden war (vermutlich herausgefräst) und das festmontierte Bügelschloss verschlossen um die Sattelstange baumelte, gingen die Beamten davon aus, dass das Rad höchstwahrscheinlich gestohlen worden war. Hierbei handelte es sich um ein weißes Mountainbike der Marke McKenzie, Modell: Concept. Es besitzt hellgrüne Schrift, einen weißen Sattel und einen schwarzen Seitenständer. Bisher konnte das Rad keinem gemeldeten Diebstahl zugeordnet werden.

Sollte einem Leipziger Mitbürger in kürzester Vergangenheit ein McKenzie-Mountainbike gestohlen worden sein und derjenige erkennt in der Beschreibung sein Rad wieder, so möge er sich bitte umgehend bei der Polizei melden: Das Rad wurde sichergestellt. Doch nicht nur das Fahrrad stellten die Beamten sicher, nein auch ein Akkuflexgerät und ein Multitool wurden ihm abgenommen.

Erneut Automat gesprengt

Ort: Schkeuditz, Rathausplatz, Zeit: 13.06.2018, 02:50 Uhr

In Schkeuditz wurden in der letzten Nacht Anwohner durch einen dumpfen Knall geweckt. Es sollte sich herausstellen, dass direkt am Rathausplatz ein Geldautomat in einer SB-Filiale gesprengt worden war. Ein Zeuge (87), vom Lärm geweckt, war auf seinen Balkon gelaufen und konnte beobachten, wie zwei dunkel gekleidete Personen in einen Wagen, der gegenüber der Filiale stand, stiegen. Der Pkw startete augenblicklich, weshalb derzeit vermutet wird, dass mindestens drei Personen an der Sprengung beteiligt waren.

Um welches Fahrzeugmodell es sich bei dem Pkw handelte, konnte der 87-jährige Anwohner leider nicht erkennen. Er sah nur, wie der Wagen mit zügigem Tempo über die Lessingstraße davonfuhr. Wie hoch der Schaden an dem Gebäude ist und ob und wenn ja wie viel Geld gestohlen wurde, ist bisher noch nicht bekannt und Bestandteil der derzeitigen Ermittlungen. Auch in diesem Fall hat die Kriminalpolizei den Fall übernommen.

Sollte es noch weitere Zeugen geben, denen etwas im Zusammenhang mit der Sprengung und dem flüchtenden Fahrzeug aufgefallen ist, werden diese gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Dieb geflüchtet

Ort: Leipzig (Schönefeld-Ost), Zeit: 12.06.2018; 18:41 Uhr

Ein 44-jähriger Tatverdächtiger hatte in der Nacht zum Dienstag bei einer Familie übernachtet und verschwand am nächsten Tag mit deren Laptop, Spielekonsole und einer Vielzahl an Spielen. Die Familie erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei und verabredete mit dem Dieb eine Rückgabe des Diebesgutes gegen Zahlung eines Geldbetrages. Zu diesem Treffen erschienen auch zivile Polizeieinsatzkräfte.

Vor einem möglichen Zugriff flüchtete der Verdächtige jedoch mit einem zuvor in Thüringen unterschlagenen Audi TT. Ein Polizeibeamter, der den Wagen anhalten wollte, musste zur Seite springen. In diesem Zusammenhang kam es auch zu einer Schussabgabe, wodurch die Flucht aber nicht unterbunden werden konnte. Zu den genauen Umständen des Geschehens laufen die Ermittlungen.

 „Alles aus einer Hand“

Ort: Leipzig; OT Schönefeld-Ost, Zeit: 11.06.2018, 18:00 Uhr – 12.06.2018, 06:00 Uhr

… dachten sich offensichtlich die Langfinger, die vom Betriebshof einer Firma für elektrische Anlagen und Heizungstechnik Kupferkabel und in diesem Zusammenhang auch den dort vorgefunden Pkw-Anhänger stahlen. Die Diebe hatten in der Nacht zum Dienstag das Hoftor zum Firmengelände und später auch die Türen zu den vier Bau- und Schrottcontainern aufgebrochen und sich so Zutritt verschafft. Aus den Containern entnahmen sie schließlich eine Fasspumpe im Wert von 150 Euro und Kupferkabel verschiedenster Querschnitte im Wert von ca. 1.000 Euro.

Zudem brachen sie drei Trafostationen auf und schnitten aus diesen Stromkabel heraus. Außerdem bauten sie Bauteile aus, die sich aber weitestgehend vor den Stationen auffinden ließen. Dennoch war der dadurch entstandene Schaden nicht unerheblich, auf ganze 6.000 Euro schätzte ein Mitarbeiter diesen, der am nächsten Morgen das Dilemma entdeckte.

Diese Beute verstauten sie auf einem im Hof gefundenen offenen Kastenanhänger der Marke „Westfalia-Werke“ im Wert von ca. 2.000 Euro und verschwanden samt diesem in unbekannte Richtung. Bei einer Nachschau auf dem Betriebshof fanden die Mitarbeiter weitere „Häufchen“ mit Kabelresten, die offensichtlich von den Langfingern zum Abtransport bereit gelegt worden waren. Derzeit laufen die Ermittlungen wegen Diebstahl im besonders schweren Fall.

Einbrecher in einer Ausbildungsstätte

Ort: Leipzig-Zentrum, Käthe-Kollwitz-Straße, Zeit: 11.06.2018, 16:00 Uhr bis 12.06.2018, 05:30 Uhr

Drei Beamer, zwei Bildschirme, zwei Lautsprecher und eine Videokamera waren das Diebesgut, das der Täter nach seinem Einbruch entwendet hatte und mit welchem er unerkannt flüchten konnte. Er hatte die Eingangstür aufgehebelt und anschließend in allen Räumlichkeiten das Mobiliar durchwühlt. Zudem hatte er noch versucht, an Bargeld zu gelangen, denn er öffnete gewaltsam einen Kaffeeautomaten.

Doch Pech für ihn: Der Automat war geleert worden. Eine Mitarbeiterin einer Reinigungsfirma hatte morgens den Einbruch entdeckt und sogleich die Polizei sowie den Verantwortlichen der Ausbildungseinrichtung in Kenntnis gesetzt. Der Stehlschaden wurde mit einer vierstelligen Summe angegeben; die Höhe des Sachschadens mit etwa 8.000 Euro beziffert. Kripobeamte haben die Ermittlungen aufgenommen.

Vorfahrt missachtet

Ort: Leipzig-Südvorstadt, Kurt-Eisner-Straße/August-Bebel-Straße, Zeit: 12.06.2018, 14:00 Uhr

Die Fahrerin (22) eines Opel Corsa befuhr die Kurt-Eisner-Straße stadtauswärts und bog, entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung, nach links auf die August-Bebel-Straße ab. Dabei stieß sie mit einem entgegenkommenden Peugeot (Fahrer: 70) zusammen. Während die Beifahrerin (69) im Peugeot mit schweren Verletzungen in einem Krankenhaus stationär aufgenommen werden musste, verletzten sich beide Fahrer leicht und wurden ambulant behandelt. An beiden Autos entstand ein Schaden in Höhe von ungefähr 12.000 Euro. Die 22-Jährige hat sich wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten

Radfahrer stürzte gegen Bus

Ort: Leipzig-Südvorstadt, Karl-Liebknecht-Straße, Zeit: 12.06.2018, gegen 16:30 Uhr

Ein 17-Jährige benutzte gestern Nachmittag mit seinem Fahrrad einen Radfahrstreifen, der wegen Baumaßnahmen als Gehweg ausgeschildert ist. Auf diesem stand ein Fußgänger mit einem angeleinten Hund. Aufgrund dessen wich der Jugendliche nach links aus, streifte eine Absperrbake und stürzte gegen einen Bus, dessen Fahrer (35) auf der Karl-Liebknecht-Straße stadtauswärts fuhr. Der Radler verletzte sich leicht; es war keine ärztliche Versorgung notwendig. Am Rad entstand ein Schaden in Höhe von etwa 50 Euro.

Fahrradfahrer im Waldstraßenviertel übersehen

Ort: Leipzig, OT Zentrum-Nordwest, Feuerbachstraße, Zeit: 12.06.2018, 18:40 Uhr

Am Dienstagabend übersah der Fahrer (22) eines blauen Skoda Fabia auf der Feuerbachstraße einen entgegenkommenden Fahrradfahrer (46). Der 22-Jährige wollte an der Kreuzung zur Waldstraße nach links abbiegen, beachtete dabei die Vorfahrt des Radfahrers nicht, wodurch es zur Kollision kam. Der 46-Jährige wurde durch den Sturz leicht verletzt und kam zur ambulanten Behandlung in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 100 Euro geschätzt. Gegen den 22-Jährigen wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall ermittelt.

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Foto: Ralf Julke

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