Sehnsucht nach St. Pauli! Die Rasenballer holen heute ihr Spiel in Hamburg nach, am Bayerischen Bahnhof kam es zu einer tätlichen Auseinandersetzung, die Stadtverwaltung startet den Verkauf der Winterferienpässe für Schülerinnen und Schüler. In Berlin wird am Mittag das Konzept zum Umbau des Sozialstaates vorgestellt, und Leipzig gedenkt mit verschiedenen Veranstaltungen der Opfer des Holocaust. Die LZ fasst fünf Meldungen zusammen, die heute wichtig sind.

Leipzig spielt auf Hamburger Rasen

Die Herren von RB Leipzig sind heute Abend in Hamburg zu Gast. Um 20:30 Uhr wird das Auswärtsspiel des 16. Spieltags beim FC St. Pauli nachgeholt. Eigentlich hätte diese Partie der Pflichtspielauftakt ins neue Jahr sein sollen, doch am ursprünglichen Termin hatte Sturmtief Elli das Millerntor-Stadion in eine unwirtliche Eiswüste verwandelt.

Für die Leipziger geht es zum einen um wichtige Punkte, um den wenig ruhmvollen fünften Tabellenplatz in obere Richtung verlassen zu können. Doch das Spiel bietet auch die Aussicht auf zwei Premieren! Das erste Tor und den ersten Sieg. Die bisherigen Pflichtspiele im Millerntor-Stadion endeten aus Leipziger Sicht 0:1, 0:1 und 0:0.

„Seit dem Drittligaaufstieg 2013 warten wir gegen keinen anderen Club so lange auf einen eigenen Treffer. Das soll sich am Dienstag ändern“, teilen die Rasenballer auf ihrer Website mit.

FC St. Pauli hatte kürzlich einräumen müssen, zuhause nicht unverwundbar zu sein. Zwar trennten sie sich im Stadtderby gegen den HSV mit 0:0, zeigten aber auch, dass sich Geduld im Millerntor-Stadion auszahlt und Torchancen ergibt. Damit nicht schon die Anreise über die winterliche Autobahn zur Zitterpartie wird, waren die Leipziger bereits am Montag nach Hamburg aufgebrochen. Per Flugzeug.

Mann am Bayerischen Bahnhof verletzt

Zu einer Auseinandersetzung kam es in der Nacht an der Haltestelle Bayerischer Bahnhof. In einer Straßenbahn waren zwei Männer auf einen 30-jährigen los gegangen und attackierten ihn mit einem „spitzen Gegenstand,“ wie ein Polizeisprecher am Morgen mitteilte. Genauere Angaben zu diesem Gegenstand wollte die Polizei aus Ermittlungsgründen zunächst nicht machen.

Beim Aussteigen erlitt das Opfer Verletzungen, die zum Glück nicht lebensbedrohlich sind. Durch das schnelle Eintreffen der Einsatzkräfte konnte ein Tatverdächtiger gestellt werden, der zweite ist flüchtig. Der verletzte Mann wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei befragt nun Zeugen und wertet die Videoüberwachung aus der Straßenbahn aus.

Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder dem anderen, noch unbekannten Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden.

So viel Spaß für wenig Geld

Diese Winterferien werden ganz sicher nicht langweilig! Denn ab heute gibt’s für die Leipziger Schülerinnen und Schüler wieder einen Ferienpass. Das vielseitige Programm hält für Kinder, Jugendliche und Familien jede Menge Möglichkeiten bereit, Neues zu entdecken und aktiv zu werden, ohne auf Reisen gehen zu müssen.

Ob gemeinsames Familienkonzert, Kinobesuche oder aktive Bewegung bei Square Dance, Kickboxen und auf dem Eis: Abwechslung ist jedenfalls garantiert. Jung-Gourmets kommen bei Kochkursen auf den Geschmack, und der Abstecher in den Zoo ist mit dem Ferienpass ebenfalls kostenlos.

Das Heftchen enthält erneut die praktische Ferienfahrkarte, eine Übersicht aller teilnehmenden Anbieter sowie mehr als 15 attraktive Gutscheine. Zudem Sammelfelder für vergünstigte Besuche im Schwimmbad. Der Ferienpass kostet 5 Euro, Kinder und Jugendliche mit Leipzig-Pass zahlen die Hälfte. Wer sich vor dem Kauf einen Überblick über die Angebote verschaffen will, wird online auf dem Serviceportal der Stadt fündig.

Zu haben ist der Schlüssel zum Ferienglück in den Bürgerbüros, der Bürgerinformation im Neuen Rathaus, in den städtischen Bibliotheken und an der Information des Amtes für Jugend und Familie (Naumburger Straße 26-26B).

Ab heute gibts den Ferienpass. Mit dem gehts z.B. kostenlos in den Zoo. Aber Mütze nicht vergessen! Foto: Zoo Leipzig

Konzept zur Sozialstaatsreform wird vorgestellt

Der Sozialstaat soll umgebaut, seine Strukturen schlanker werden. Um das zu erreichen haben Bund, Länder und Kommunen eine „Kommission zur Sozialstaatsreform“ gebildet, deren Empfehlungen heute Mittag in Berlin vorgestellt werden. Kern des Konzepts ist die Bündelung zentraler Leistungen. Das berichten am Morgen u.a. die Deutsche Presseagentur, Bild und die Süddeutsche Zeitung. Bürgergeld, Kinderzuschlag und Wohngeld sollen künftig in einem gemeinsamen Sozialleistungssystem zusammengeführt werden.

Für Betroffene soll das vor allem eines bedeuten: weniger Anträge, weniger Bürokratie und deutlich schnellere Verfahren. Der Zugang zu staatlicher Unterstützung soll einfacher und transparenter werden – unabhängig davon, welche Lebenslage gerade Unterstützung erfordert. Heißt: weg von parallelen Leistungen und komplizierten Zuständigkeiten, hin zu einem einheitlichen, bürgernahen System.

Zustimmung zu den bisher bekannt gewordenen Empfehlungen gibt es vom Arbeitnehmerflügel der CDU. Dessen Vorsitzender Dennis Radtke sagte gegenüber dem Tagesspiegel: „Schlanker, schneller und effektiver wäre genau das, was der Sozialstaat jetzt braucht.“ Und weiter führt er aus: „Gerade die Frage der Leistungen aus einer Hand und die beabsichtigte Digitalisierung wären ein riesen Schritt nach vorn.“

Leipzig gedenkt heute der Opfer des Holocaust

Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutschland gesetzlich als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus verankert. Auf internationaler Ebene wird das Datum seit 2005 als Holocaust-Gedenktag begangen.

Er erinnert an den 27. Januar 1945, als die Sowjetarmee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz befreite. Das Datum steht symbolisch für die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen und die Millionen Opfer.

Auch Leipzig begeht den Gedenktag mit mehreren Veranstaltungen. Die Stadt erinnert jährlich u.a. am Mahnmal Abtnaundorf an die Opfer des NS-Regimes.

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