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Deshalb so schweigsam

Leserbrief: Anmerkungen zum Gastkommentar von Herrn Wolff „Warum so schweigsam?“

Von Jakob Heuschmidt: Hier meine persönlichen Anmerkungen zum Gastkommentar des Herrn Wolff vom 28.11.2015. Darin habe ich versucht, unter Auslassung unkritischer Stellen, entsprechende kritische Stellen des Herrn Wolff richtigzustellen.

„Zum ersten Mal wird die Universitätsvesper, sonst mittwochs um 18:00 Uhr in der Thomaskirche gehalten, in der neuen Universitätskirche St. Pauli gefeiert. Diese ist zwar immer noch nicht ganz fertiggestellt, aber so weit nutzbar, dass dieses überaus erfreuliche Ereignis stattfinden kann.“

Falsch. Die Universitätskirche St. Pauli ist fertiggestellt, deshalb ist dieser Teil des Gebäudes ja bereits nutzbar. Lediglich im Bau befindlich ist noch die Aula des Gebäudes.

„Man sollte meinen, die Universität wird diese Vesper als einen Höhepunkt des „Dies academicus“ begehen. Doch weit gefehlt. Im Programm für diesen Tag fehlt jeder Hinweis auf die Universitätsvesper.“

Richtig. Denn was hätte die, ohnehin regelmäßig stattfindende, Universitätsvesper unter den einmalig angepriesenen Veranstaltungen des dies academicus verloren? Im Programm sind eben gerade die Veranstaltungen aufgenommen, die es nicht regelmäßig, sondern nur an diesem besonderen Tag gibt.

„Nur der Insider kann ahnen, dass am kommenden Mittwoch der Vespergottesdienst nicht in der Thomaskirche sondern in der neuen Universitätskirche gehalten wird.“

Falsch. Frei zugänglich wird die entsprechende Veranstaltung, sogar mit dem Hinweis auf den veränderten Ort, auf der Homepage der Universitätsgottesdienste beworben. (vgl.: http://www.uni-leipzig.de/unigottesdienst/Vesper/)

„Offizielle Lesart (aber auch nur intern kommuniziert): Es stünden nur 120 Plätze zur Verfügung; da müssten Eintrittskarten ausgegeben werden. Diese sind inzwischen intern irgendwie verteilt worden.“

Korrekt. Im bislang abgenommenen Teil des Paulinums, also der Universitätskirche, stehen nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung. Die Aula gilt noch als Baustelle.

„Nun droht die Wiederholung dieses peinlichen Vorgangs. Doch die Universitätsleitung könnte dies noch verhindern. Sie muss nur den Gesamtraum zugänglich machen.“

Falsch. Wie schon gesagt, ist die Aula noch eine Baustelle und die generelle Öffnung für BesucherInnen deshalb nicht praktizierbar. Es ist außerdem fraglich, ob eine derartige Öffnung in der Verantwortung der Universität oder des derzeitigen Bauherrn, dem SIB liegt.

„Dazu bedarf es nur eines Knopfdrucks – und die Glaswand verliert ihre trennende Wirkung zwischen Altarraum und Langhaus der neuen Universitätskirche.“

Falsch. Zumindest sehr vereinfacht dargestellt. Die Öffnung der Glaswand bedarf dann doch etwas mehr technischem Aufwand als nur die Betätigung eines Knopfes. Zudem trennt die Glaswand nicht Altarraum und Langhaus einer Kirche, sondern sie trennt die Universitätskirche St. Pauli von der Aula. Im Übrigen wird die Trennung von Wissenschaft und Glaube nicht durch die Öffnung der Glaswand aufgehoben. Die Trennung setzt sich nämlich mittels eines Luftraums zwischen beiden Gebäudeteilen im gesamten Paulinum fort.

„Außerdem wird sich die Universitätsleitung überlegen müssen, wie ihr Verhalten, wenn es bei der Winkelmesse-Aktion bleibt, mit der im Grundgesetz garantierten Religionsfreiheit in Einklang zu bringen ist. Denn die Vesper ist ein öffentlicher Gottesdienst – und muss jedermann und jederfrau zugänglich sein. Eine Abschottung wäre eine schwere Verletzung dieses Grundrechtes.“

Jetzt wird es absurd. Das Grundrecht der Religionsfreiheit beinhaltet die Freiheit seine Religion frei zu wählen und diese auszuüben. Es beinhaltet nicht, dass staatliche Stellen dafür Räume zur Verfügung zu stellen haben. Es steht der Bevölkerung frei, auch an diesem Mittwoch ihre Religion auszuüben. Für den Anteil der evangelischen Universitätsgemeinde an der Gesamtheit der Universitätsangehörigen, dürfte auch am dies academicus, der zur Verfügung stehende Platz in der Universitätskirche ausreichen.

„Im Übrigen sollten allmählich alle einsehen: Es wird alles so kommen, wie es der Geschichte dieser Universität entspricht: die neue Universitätskirche St. Pauli wird nicht nur so heißen, sondern sie wird auch als Gesamtraum in ihrer Dreifachnutzung – gottesdienstlich, akademisch, musikalisch – zu einem herausragenden geistigen und geistlichen Zentrum dieser Stadt.“

Völlig richtig. Die Universitätskirche heißt so wie beschrieben. Sie steht der Nutzung der evangelischen Universitätsgemeinde zur Verfügung. Auch die Dreifachnutzung ist korrekt beschrieben. Sobald die Bauarbeiten beendet sind, wird auch die Aula für den Rest der Universitätsangehörigen für akademische und musikalische Veranstaltungen nutzbar sein.

„Denn wir brauchen die Orte, an denen an die Grundwerte eines demokratischen, multireligiösen, menschenwürdigen Zusammenlebens erinnert wird und diese aus der Tradition erneuert und gestärkt werden.“

Schade. Die Forderung nach einem multireligiösem Veranstaltungsraum, anstatt eines einseitig evangelischen geprägten Kirchenraums, die zu Beginn des Neubaus seitens der Studierendenschaft gefordert wurde, ist dank einseitiger Blockade der Universitätsprediger, nicht umzusetzen gewesen.

„Schließlich könnte die Universitätsleitung den kommenden Mittwoch dazu nutzen, den Druck auf den Freistaat Sachsen zu erhöhen, dass nun endlich die neue Universitätskirche fertiggestellt wird.“

Falsch. Der Druck auf den Freistaat muss an dieser Stelle ausnahmsweise nicht erhöht werden. Erstens ist die Universitätskirche bereits fertiggestellt und Zweitens nützt auch jeglicher Druck nichts, wenn die Fertigstellung lediglich an industriellen Fertigungsprozessen hängt.

* Leserbrief *MelderUni LeipzigPaulinerkirche
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