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SC DHfK Leipzig mit fantastischem Deja vu

Die Männer des SC DHfK Leipzig mussten 100 Stunden nach dem fantastischen Heimsieg gegen die Füchse aus Berlin abermals in der Bundesliga ran. In diesem Auftaktspiel lagen sie bekanntlich 1:7 zurück, um letztendlich mit 24:23 Toren zu gewinnen.

Das ganze Geschehen konnte am Donnerstag in Minden wiederholt äääh übertroffen werden. Denn die körperkulturellen Handballer waren am Anfang durch zahllose Fehler mit 1:8 Treffern in Rückstand geraten, um abermals eine enorme Steigerung zu zeigen. Sie schafften schließlich mit 25:21 (9:12) Toren den ersten Auswärtssieg der neuen Saison.

Allerdings werden die Leipziger über die erste Viertelstunde reden müssen. In dieser Phase fehlte den grün-weißen Angriffen die Präzision, wurden die Bälle im Vorwärtsgang regelrecht weggeworfen, sodass Minden zu zahlreichen schnellen Gegenstößen und einfachen Toren kam. Außerdem trafen mit Marian Michalczik und Christopher Rambo ein deutscher beziehungsweise norwegischer Nationalspieler aus dem Rückraum in den sächsischen Kasten. 1:8. Coach André Haber musste – wie gegen die Berliner – erneut eine zeitige Auszeit nehmen, um seine Mannschaft zu sortieren und einen Neustart zu ermöglichen.

Er stellte den jungen Luca Witzke auf die mittlere Rückraumposition, der den grün-weißen Aktionen mehr Geschwindigkeit und Präzision gab, wovon vor allem Franz Semper profitierte, der insgesamt zehn Treffer markierte. Dank seiner Tore konnten die grün-weißen Handballer wieder aufschließen. 4:9, 6:10, 9:12, 12:13. Der immer noch junge Nationalspieler schaffte schließlich den ersten Ausgleichstreffer und die erste Führung der Leipziger eine Viertelstunde vor Schluss.

Doch die Leipziger hatten noch andere Helden zu bieten. Vorneweg Joel Birlehm. Der ehemalige Mindener, der aus dem Handballinternat der Ostwestfalen stammte, verhinderte die gegnerischen Chancen im Minutentakt. Einige Experten wollen 1966 Paraden für den starken Keeper der Sachsen gezählt haben. Er wurde – aus statistischer Sicht – einzig von Professor Jens Vortmann übertroffen, der lediglich zu den letzten drei Siebenmetern eingewechselt wurde und all »seine« Siebenmeter hielt.

Außerdem konnten sich Lukas Binder, Marko Mamic und Philipp Weber mit zunehmender Spielzeit steigern. So baute die Sachsen die erste Führung kontinuierlich aus. Sie lagen sechs Minuten vor dem Schlusspfiff mit 24:18 Toren siegessicher vorn. Selbst Abwehrchef Bastian Roscheck hatte in den gegnerischen Kasten getroffen.

Apropos Abwehr. Die Leipziger kriegten im Kollektiv die eingangs erwähnten Michalczik und Rambo zunehmend »in den Griff« und ließen keine entscheidenden Rückraumtreffer der Mindener Toptorschützen mehr zu. Sie konnten im Kollektiv die schwache Startviertelstunde, einige Abspielfehler und eine doppelte Unterzahl (durch einen unnötigen Wechselfehler) kompensieren. Sie gewannen schlussendlich mit 25:21 Toren völlig verdient.

Cheftrainer André Haber:

„Ich bin sehr glücklich, dass wir nach so einem Start noch gewonnen haben. Es ist uns jetzt schon das zweite Mal innerhalb weniger Tage passiert, dass wir so schlecht in die Partie starten und wir haben es zweimal geschafft, das zu reparieren. Nochmal können wir uns das in den kommenden Spielen aber nicht leisten.

Am Anfang haben wir uns mit der leidenschaftlichen Mindener Deckung sehr schwergetan. Nach der schlechten Anfangsphase haben wir aber viele gute Lösungen im Angriff gefunden und haben heute insgesamt sehr gut geworfen. Zudem hatten wir eine außergewöhnlich gute Torhüterleistung, sowohl von Joel Birlehm mit seinen 20 Paraden als auch von Jens Vortmann, der alle drei Siebenmeter hält.

Jetzt werden wir uns auf das Spiel gegen Stuttgart vorbereiten und ich freue mich ungemein, dass wir wieder zu Hause in der ARENA spielen dürfen und hoffentlich das nächste Handballfest mit unseren Zuschauern feiern können.“

Torschützen SC DHfK: Semper 10, Binder 4, Weber 3/1, Mamic 3, Witzke 2, Krzikalla 1, Milosevic 1, Roscheck 1

Info zum DHB-Pokal Achtelfinale:

Nach der Fußball Champions-League-Auslosung steht nun auch fest, dass das DHB-Pokal Achtelfinale zwischen dem SC DHfK Leipzig und der MT Melsungen am Dienstag, den 1. Oktober um 19 Uhr in der ARENA Leipzig angeworfen wird.

Mit einem enormen Aufwand hat die ZSL Betreibergesellschaft eine Verlegung des Pokalspiels auf den 1.10. ermöglicht, da am 2.10. in der benachbarten Red Bull Arena das ersten Champions-League-Heimspiel von RB Leipzig stattfindet. Damit werden Verkehrseinschränkungen für die Handballfans vermieden und den Sportfans in Leipzig der Besuch von beiden Spielen ermöglicht.

Die exklusive Vorverkaufsphase für Dauerkarteninhaber (ausschließlich am ARENA-Ticketschalter) startet am morgigen Freitag (30.08.19) um 10 Uhr und erstreckt sich bis zum Mittwoch (04.09.19). Der freie Vorverkauf für alle grün-weißen Handballfans startet dann am Donnerstag den 05.09.2019 um 10 Uhr im Ticketonlineshop sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Probefahrt, Reparaturbetrieb und die erstaunliche Frage nach der Mündigkeit in einem kontrollbesessenen System

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