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„Gespensterfelder“: Internationale Tagung am Leipziger Institut für Theaterwissenschaft

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    Das Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig veranstaltet unter der Leitung von Prof. Dr. Gerda Baumbach in Kooperation mit dem Westflügel Leipzig die Tagung "Visible - Invisible: 'Gespensterfelder' oder: Vom Wissen kultureller Praktiken", die vom 21. bis 24. Oktober in der Bibliotheca Albertina und im Westflügel stattfindet.

    Die Tagung hat die Öffnung der Leipziger Theaterforschung in andere Fächerkulturen, in die Theaterpraxis und in eine interessierte Öffentlichkeit zum Ziel. Der Austausch mit Experten aus anderen Fächern (Musikwissenschaft, Translatologie, Wissenschaftsgeschichte der Naturwissenschaften, Philosophie, Religionsgeschichte/Historische Anthropologie) und mit den theaterwissenschaftlichen Kooperationspartnern aus Mailand, Rom, Turin und Wien dient der Verständigung über Erkenntniswege und Arten des Wissens. Die Tagung richtet sich ebenso an Wissenschaftler wie an Theaterpraktiker, Studierende und ein breiteres Publikum. Es werden über 100 Teilnehmer erwartet.

    Was hat Theater mit Quantenphysik zu tun? Die Antwort scheint einfach: Nichts. Doch ebenso wie das Gebaren „gespenstischer“ (Theater-)Figuren die Gesetze des logischen Denkens erschüttert, schockiert die Quantenphysik den „gesunden“ Menschenverstand. Einstein sprach von sogenannten Gespensterfeldern, weil er ein Verwischen der Grenze zwischen der physikalischen Realität und der Welt des Traums befürchtete. Die Tagung wagt sich an das Faszinierende wie Erschreckende solcher Grenzverletzungen. „Wir treffen uns, um zu ’stillem‘ Wissen zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem vorzudringen. Denn zu Erkenntniswegen gehören auch Ausübungen: Praktiken, kulturelle und speziell künstlerische, die imstande sind, zwischen dem Offenkundigen und dem Verborgenen zu vermitteln“, sagt Prof. Dr. Gerda Baumbach.

    Nachwuchswissenschaftler wirken ebenso aktiv an der Tagung mit wie die Künstler Samira Lehmann und Stefan Wenzel, Leipzig, sowie Christoph Bochdansky, Wien, die sich mit praktischen Experimenten an der Begegnung von Theorie und Praxis beteiligen. Und in den Vorstellungen Zaches und Der Dämon, die „Lehmann und Wenzel“ und Christoph Bochdansky am Beginn und Ende der Tagung spielen, begegnen dem Publikum ein wundertätig-hässlicher Zwerg und ein boshaft-liebevoller Dämon.

    Die Tagung ist auch ein Beitrag zur Weiterentwicklung der Theaterwissenschaften an der Universität Leipzig durch die sich in Planung befindende Einführung weiterentwickelter Studiengänge und die feste Verankerung der Kooperationen mit Theatern im Rahmen eines Center of Competence for Theatre (CCT).

    „Augenmerk auf verborgenes Wissen zu legen, das berührt nicht allein Tanz und Theaterspiel in Gegenwart und Geschichte, Musik, Bildkunst, Sprache und Übersetzung, sondern zuallererst das äußerst prekäre Gleichgewicht der Lebenswirklichkeit, im Großen wie im Kleinen, in dieser Welt. Kulturelle Praktiken der Vermittlung von Gegensätzen binden Wissen vom jeweils Anderen in die Fülle des Lebens zurück“, sagte Baumbach.

    Das Programm der Tagung: http://www.uni-leipzig.de/~thea/fileadmin/website/media/veranstaltungen/Visible_-_Invisible/Programm_VisibleInvisible.pdf.

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