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Bodenseeverhältnisse am Werbeliner See

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    Der Werbeliner See zwischen Leipzig und Delitzsch ist für die Vogelwelt in ganz Deutschland ein bedeutsames Gewässer. Auf Rad- und Wanderwegen entlang der neuen Seen können Besucher die Bergbaufolgelandschaft erkunden. Auch der Leipziger Hobbyornithologe Michael Schulz ist viel am Werbeliner See im Norden Leipzigs unterwegs. In dem ehemaligen Tagebaugelände beobachtet er die Vogelwelt. Seine jüngsten Erfassungen sind eine kleine Sensation – sagenhafte 1.800 rastende Kolbenenten zählte er an einem Tag. Das ist deutschlandweit betrachtet ein Spitzenergebnis. Nur am Bodensee, der ja nur teilweise in Deutschland liegt, lassen sich ähnlich viele Kolbenenten beobachten.

    Die Männchen der Kolbenenten sind in ihrem Prachtkleid durch einen dicken, fuchsroten Kopf und den karminroten Schnabel sehr auffällig. Derzeit befindet sich die Art in der Mauser und ist somit flugunfähig. Aufgrund der bisher wenigen Ansiedlungen in Sachsen verdient die in der Roten Liste Sachsens als extrem selten erfasste Art besondere Aufmerksamkeit. So wurde im Zeitraum von 2004 bis 2007 der Brutbestand in Sachsen auf 6 bis 12 Brutpaare geschätzt. Schulz gelang am Werbeliner See am 20. August 2006 der Nachweis des größten bis dahin in Sachsen festgestellten Kolbenenten-Familienverbandes mit 10 Dunenjungen.

    Die Zählung anderer Arten auf dem Gewässer ergab 1.800 Reiherenten, 500 Tafelenten und mehr als 1.000 Blässrallen. Auch das Seeadlerpaar zog erfolgreich zwei Junge groß. Bruterfolge bei den Rothalstauchern waren hingegen stark rückläufig. Eine der Ursachen sind durch Menschen bzw. deren vierbeinige Begleiter verursachte Störungen der sehr scheuen Vögel. „Durch die Unterschutzstellung des Werbeliner Sees nebst Umgebung als Naturschutzgebiet ist es uns möglich, Anwohner und Gäste besser auf die große Bedeutung für die Vogelwelt aufmerksam zu machen. Unser Ziel ist es, dass in der Region eine Naturschutzstation entsteht, regionale Akteure zusammenarbeiten und eine professionelle Gebietsbetreuung abgesichert werden kann“, so Joachim Schruth vom NABU Sachsen.

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