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Begleitung für Kinder und Jugendliche aus Suchtfamilien – Projekt Trampolin wird weitergehen

Der kommunale Haushalt für 2017/18 ist vom Stadtrat mit Anträgen gestaltet und am 1. Februar beschlossen worden. Eine Vielzahl von erfolgreichen Antragsinitiativen werden nun finanziert und umgesetzt. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat unter vielen anderen mit dem Haushaltsantrag „Projekt Trampolin – Personalkosten“ dazu beigetragen ein wichtiges Projekt abzusichern. Mit dem Beschluss des Stadtrats können zwei Personalstellen für dieses Projekt beim Zentrum für Drogenhilfe gesichert werden.

Dr. Judith Künstler, Stadträtin und gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen begründet ihre Freude über den erfolgreichen Antrag: „Ich freue mich sehr über die Sicherung von zwei Personalstellen im Projekt Trampolin, die wir als Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erreichen konnten. Trampolin ist ein Projekt das mit Kindern und Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien arbeitet. Diese Kinder und Jugendlichen sind vielen Belastungen ausgesetzt. Beginnend mit der Erfahrung des Versagens verlässlicher Begleitung durch die Eltern, der aus der Suchtkrankheit herrührende alltägliche psychische Stress und finanzielle Not bis hin zu einer schlechten Startperspektive für die eigene Zukunft. Die Kinder und Jugendlichen haben eine bedeutende Gefährdung früher oder später selbst den Ausweg im Drogenkonsum und dem Nachahmungsverhalten zu suchen. Dieser Entwicklung arbeitet das Trampolin-Projekt intensiv präventiv entgegen.“

Judith Künstler weiter: „Hier steht – gerade wegen der gegebenen belastenden, widrigen Grundbedingungen – die Stärkung der kindlichen Persönlichkeit und die stabile, gesunde Entwicklung im Mittelpunkt der Angebote und des Prozesses. Zwar wird das Projekt auch von den Krankenkassen finanziert, aber die Zuverlässigkeit der regelmäßigen Teilnahme ist als Bedingung für die Auszahlung der Fördergelder ein zu großes Wagnis. Der Träger bekommt nun aus dem städtischen Haushalt die Absicherung seines Personals, um das Projekt und geschulte Mitarbeiter*innen stabil zu halten, zudem derzeit weiter steigende Fälle von Suchterkrankungen (v.a. auch Spielsucht) in Familien zu erleben sind. Das Projekt Trampolin – ein Angebot, welches dringend der Weiterführung bedarf.“

Der Suchtbericht 2016 stellt einen Bedarf bei Angeboten für von Sucht belasteten Familien fest:

„Sowohl im Bereich der Hilfen zur Erziehung als auch im Bereich der Suchtberatung besteht aus Sicht des ASD die Notwendigkeit des weiteren Ausbaus spezifischer Angebote für die Zielgruppe drogenkonsumierender Eltern, Schwangerer und junger Mütter sowie drogenkonsumierender Jugendlicher. Parallel sollte der Blick weiter verstärkt auf Prävention gelenkt werden, um in Zusammenarbeit von Eltern, Schule, Helfern im Rahmen HzE und Eingliederungshilfe sowie im Netzwerk die Kinder und Jugendlichen besser zu stärken.“
(Stadt Leipzig, Suchtbericht 2016, 3.1.3 Allgemeiner Sozialdienst, Zitat S. 22)

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