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Warnstreik am Uniklinikum Leipzig wird ausgeweitet

Von ver.di-Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

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    Seit Januar verhandeln die Gewerkschaft ver.di und das Universitätsklinikum Leipzig die Entgelte für die 3.900 Beschäftigten sowie für die Auszubildenden in der Krankenpflege. ver.di fordert für die Beschäftigten eine 7,5 %ige Lohnerhöhung für 12 Monate sowie 100 € für die Auszubildenden. Nachdem das Klinikum nach der 2. Verhandlungsrunde noch kein Angebot zur Lohnsteigerung für die Beschäftigten vorgelegt hatte, rief die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten am 8. März 2017 für ca. 4 Stunden in den Warnstreik. Dem Streikaufruf folgten 350 Beschäftigte, um der Forderung zur Lohnerhöhung Nachdruck zu verleihen.

    In der Tarifverhandlung am 15.03.2017 legte der Vorstand des Klinikums ein Angebot vor.

    Danach sollen die Beschäftigten ab Juni 2017 eine Lohnsteigerung von 2 % und ab Dezember 2017 weitere 1 % erhalten. Im Gegenzug soll die variable Jahressonderzahlung von 20 % gestrichen werden. Erst im Juli 2018 soll es eine Steigerung von weiteren 2 % geben. Dieses Angebot entspricht einer Lohnerhöhung für die ersten 12 Monate (01.02.2017 bis 31.01.2018) von 1,5 % und für das zweite Jahr (14 Monate) 01.02.2018 bis 31.03.2019 von 1 %. Das bedeutet monatlich 1,66 % weniger.

    Damit würden die Beschäftigten quasi ihre Lohnerhöhung selbst finanzieren. Für die Auszubildenden soll es 30 Euro mehr jährlich geben.

    „Das Angebot der Arbeitgeber ist nicht verhandlungsfähig. Die Beschäftigten sollen ihre Lohnsteigerung durch Verzicht an anderer Stelle selbst finanzieren“ erklärt ver.di Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. „Damit fordert der Arbeitgeber die Beschäftigten praktisch selbst zum Streik auf“ so Pieper weiter.

    Im Vergleich zu anderen Unikliniken sind die Einkommen in Leipzig im Durchschnitt 7,5 % niedriger. Selbst innerhalb von Sachsen gibt es deutliche Unterschiede. So zum Beispiel hat eine Pflegefachkraft mit Fachweiterbildung an der Uniklinik Dresden 18, 5 % mehr als in Leipzig.

    „Die Beschäftigten leisten täglich100 %, damit haben sie auch einen Anspruch auf 100 % Vergütung. Der Wettbewerb um qualifiziertes Personal im Gesundheitswesen verschärft sich. Das Uniklinikum muss zur Bindung und zur Gewinnung von qualifiziertem Personal gute Arbeits- und Einkommensbedingungen bieten. Nur so wird das Klinikum seinen Ansprüchen an eine gute Versorgung der Menschen gerecht“ so Verhandlungsführer Pieper.

    Die Gewerkschaft ver.di wird die Beschäftigten am 30.03.2017 in der Zeit von 6:00 Uhr bis 21:00 Uhr zum Warnstreik aufrufen. Zur Absicherung der Notversorgung hat ver.di eine Notdienstvereinbarung angeboten.

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    https://www.l-iz.de/bildung/medien/2017/03/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

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