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Verunsicherung und geringes Sicherheitsempfinden: Buch analysiert innere Sicherheit

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    Opfer schwerer Gewalttaten leiden oft dauerhaft unter Ängsten, einem niedrigen Sicherheitsempfinden und einem Verlust an Vertrauen. Sie und zahlreiche andere Menschen haben zunehmend das Gefühl, der Staat müsse mehr für die innere Sicherheit tun. Vor diesem Hintergrund ist die innere Sicherheit ein bedeutendes, allerdings wenig wissenschaftlich reflektiertes Politikfeld. Der Soziologe Dr. Alexander Yendell und der Religionssoziologe Prof. Dr. Gert Pickel von der Universität Leipzig haben jetzt in Zusammenarbeit mit der Kulturwissenschaftlerin und Journalistin Karolin Dörner ein Buch zu diesem Thema herausgegeben.

    „Viele Menschen fühlen sich in unserer komplexer gewordenen Welt verunsichert und sind sogar bereit zugunsten von Überwachung Freiheiten aufzugeben. Darüber sollten wir mehr diskutieren“, sagt der politische Kulturforscher Gert Pickel. In der Publikation werden aussagekräftige Daten zu verschiedenen Aspekten der inneren Sicherheit in Sachsen, auch im bundesdeutschen Vergleich, vorgelegt. „Das Thema innere Sicherheit ist vermutlich eines, wenn nicht sogar das politische Top-Thema der nächsten Jahre. Umso wichtiger ist es, sich damit wissenschaftlich fundiert auseinanderzusetzen“, betont Alexander Yendell.

    Zusammen mit Beiträgen ausgewiesener Experten auf dem Forschungsgebiet, sollen die vorgestellten Analysen helfen, das Phänomen innere Sicherheit für interessierte Leser verständlich greifbar zu machen.

    Dies umfasst unter anderem die Bestimmung dessen, was innere Sicherheit ist, wie sie sich zeitlich entwickelt hat, und welche Facetten sie heute umfasst. In dem Buch werden die Ursachen von Kriminalität, das Sicherheitsempfinden der Bürger in Sachsen und anderen Bundesländern, Gefühle von Angst und Bedrohung, Institutionen der inneren Sicherheit, extremistische Gewalt und Kriminalprävention diskutiert. Neben den wissenschaftlichen Beiträgen kommen in Berichten und Interviews von Karolin Dörner unterschiedliche Beteiligte wie eine Psychotherapeutin, drei Kriminalitätsopfer, ein Vertreter der Polizei, ein Jurist und ein Sozialpädagoge zu Wort. Sie alle haben verschiedene Bezüge zum Politikfeld „Innere Sicherheit“ und ergänzen das in den Aufsätzen zu Tage tretende Bild.

    Das Buch „Innere Sicherheit in Sachsen – Beiträge zu einer kontroversen Debatte“ wird am 27. November, um 19 Uhr, bei einer Diskussionsveranstaltung im Vortragssaal der Bibliotheca Albertina, Beethovenstr. 6, 04107 Leipzig, vorgestellt.

    Yendell, Alexander; Pickel, Gert; Dörner, Karolin (Hg.) (2017): Innere Sicherheit in Sachsen. Beiträge zu einer kontroversen Debatte. 1. Auflage. Leipzig: Edition Leipzig. ISBN 978-3-361-00726-0

    Die neue LZ Nr. 48 ist da: Zwischen Weiterso, Mut zum Wolf und der Frage nach der Zukunft der Demokratie

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