2.6 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Die Erinnerung an Martin Luther lebendig halten

Mehr zum Thema

Mehr

    Im Traditionsgasthaus Auerbachskeller dreht sich auch 2018 vieles um den Reformator. Schon seit vielen Jahren pflegt Auerbachs Keller Leipzig intensiv die Erinnerung an Martin Luther. So gibt es mit dem Lutherstübchen ein kleines Museum für den Reformator, täglich werden 30-minütige Führungen angeboten, in denen man viel Wissenswertes über Luther erfährt. Außerdem steht an mehreren Terminen im Jahr das sehr erfolgreiche Theaterdinner „Die Luthers privat - Tafelfreuden und Tischreden beim Ehepaar Luther“ auf dem Veranstaltungs-Programm. Da wundert es nicht, dass der Auerbachs Keller vor fünf Jahren als erstes Restaurant Mitglied in der Lutherweg-Gesellschaft wurde.

    Nur ein Jahr später wurde das Traditionsgasthaus offizielle Pilgerstation des Lutherwegs und seit 2016 ist mit Mounir Bakhtari auch noch ein Mitarbeiter des Hauses Mitglied im Präsidium der Lutherweg-Gesellschaft. Auch nach dem Reformationsjubiläum dreht sich vieles in Auerbachs Keller um Martin Luther. Die Verbindung ist nämlich so alt wie das Gasthaus selbst: Sein Gründer, der Arzt Dr. Heinrich Stromer von Auerbach, verband eine Freundschaft mit Luther. Sie begann 1519, als Luther anlässlich eines theologischen Streitgesprächs („Leipziger Disputation“) mit dem katholischen Theologen Johannes Eck Leipzig besuchte.

    Stromer war damals bereit, den umstrittenen Luther bei sich zu bewirten. Ein nicht ungefährliches Angebot. Zwei Jahre später kehrte der Reformator heimlich bei Stromer ein, als er auf der Durchreise von der Wartburg nach Wittenberg war. Diese Szene zeigt auch ein Gemälde im Lutherzimmer. Nach Einführung der Reformation 1539 wohnte Luther während der Pfingstfeiertage in Leipzig bei Stromer. Die erste Predigt zur Reformation musste allerdings Justus Jonas in der Kapelle der Pleißenburg halten, weil Luther von einem schweren Migräneanfall daran gehindert wurde. Dass die Migräne vom Wein aus Stromers Keller ausgelöst wurde, ist reine Spekulation.

    Alle Angebote zum Thema Luther finden sich auf der Homepage www.auerbachs-keller-leipzig.de unter dem Button „Lutherweg“ und unter „Veranstaltungen“.

    „Leipzig hat während der Reformation eine bedeutende Rolle gespielt“, sagt Kellerwirt René Stoffregen. „Diese Erinnerung wollen wir auch über das Reformationsjubiläums hinaus am Leben erhalten.“

    Auerbachs Keller in der Mädler-Passage ist die berühmteste Traditionsgaststätte in Leipzig. Bereits 1525 wurde hier an Studenten Wein ausgeschenkt. Seinen Namen erhielt das Lokal von seinem Gründer, dem Mediziner und Universitätsprofessor Heinrich Stromer von Auerbach (Oberpfalz). 1625 ließ sein Urenkel Johann Vetzer den Fassritt Fausts auf zwei Tafeln im Kellergewölbe malen. Diese inspirierten später Johann Wolfgang von Goethe zur Faustdichtung und verhalfen der einstigen Studentenkneipe zu Weltruhm.

     

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ