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Jörg Widmann schrieb für das Leipziger Gesangsquintett den Zyklus „Kinderreime und Nonsensverse“

amarcord und das Gewandhausorchester führen Auftragswerk von Jörg Widmann auf

Zwei international gefeierte Repräsentanten der Musikstadt Leipzig sind am 12. und 13. April, 20 Uhr, im Großen Saal des Gewandhauses gemeinsam zu erleben: Das Vokalensemble amarcord interpretiert mit den Musikern des Gewandhausorchesters unter der Leitung von Michał Nesterowicz den Zyklus „Kinderreime und Nonsensverse“ von Jörg Widmann. Entstanden ist das Werk für amarcord anlässlich des 25-jährigen Ensemblejubiläums.

Mit einer gehörigen Portion Humor und kompositorischer Raffinesse bringt er bitter-süße Texte u. a. von Joachim Ringelnatz, Clemens Brentano, Heinrich Heine und Erich Kästner zum Klingen. Hinter den pointierten, teilweise absurd erscheinenden Versen verbergen sich tiefe Abgründe, die Widmann in einem klanglichen Spagat einfängt. „In meinem Schaffen gibt es seit jeher auch den Hang zum Humoristischen, neben dem Todernsten. Das passt zu meinem Naturell: Mir ist beides gleich wichtig“, so der Komponist und Klarinettist.

Für die Sänger von amarcord war der Entstehungsprozess der Komposition besonders beeindruckend: Daniel Knauft erzählt über das erste Kennenlernen im Probenraum des Quintetts: „Jörg Widmann wollte uns mit Vokalwerke unterschiedlicher Stilepochen hören, von Machaut, Gesualdo bis hin zu Richard Strauss, probierte verschiedene Klangfarben aus und fragte nach technischen Details. Er hörte uns auf so eine emphatische Art und Weise zu, erspürte jede stimmliche Feinheit wie wir es in unserer 25-jährigen Karriere noch nicht erlebt hatten.“ (Daniel Knauft, Bass).

Bereits im Oktober 2017 waren amarcord und das Münchner Kammerorchester, für die Widmann den Zyklus gemeinsam schrieb, in München, Ravensburg und zur Eröffnung des Schwäbischen Klassikherbstes zu hören. So ist in der Südwestpresse über die Uraufführung zu lesen: „‚Kinderreime und Nonsensverse‘ lautet der Titel – und wahrlich, es hielt, was es versprach. Die Reime und Verse von Ringelnatz, Erich Kästner, Karl Valentin & Co. setzten die Musiker lust- und kunstvoll in Szene. Auch ein raffiniert-naives ‚Wunderhorn‘ (ja, Gustav Mahler hatte hier Pate gestanden) wurde über die begeisterten Zuhörer ausgeschüttet.“

Das international geschätzte Vokalensemble amarcord gilt als eines der wichtigsten Repräsentanten der Musikstadt Leipzig im In- und Ausland. Mit Konzerten in über 50 Ländern der Welt und zahlreichen CD- und Rundfunkproduktionen blickt das Quintett auf eine einzigartige Karriere, die u.a. mit einem International Classical Music Award („Zu S. Thomas“ RK ap 10112), zwei ECHO Klassik-Preisen und sechs Contemporary A Cappella Recording Awards, den „A-cappella-Oscars“ belegt ist.

Zu den herausragenden Produktionen zählen u.a. „Die Motetten von J.S. Bach“ (dhm/Sony) mit der Lautten Compagney, „Rastlose Liebe – ein Spaziergang durch das romantische Leipzig“, „The Book of Madrigals“ und „ARMARIUM – aus dem Notenschrank der Thomaner“. Im November 2016 veröffentlichte amarcord das Album „Schubert“ gemeinsam mit dem Pianisten Eric Schneider. Ende 2017 erschien die neue CD „Tenebrae“ (edition apollon/Raumklang RK ap 10117). Das Quintett wirft damit einen besinnlichen Blick auf die Weiten seines Repertoires und schlägt einen spannungsgeladenen Bogen von früher Ein- und Mehrstimmigkeit über die Renaissancepolyphonie bis hin zu zeitgenössischen Stücken von Sydney Boquiren, Ivan Moody und dem Leipziger Marcus Ludwig, die für amarcord geschrieben wurden.

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Hohe Gewaltbereitschaft ist ein Grundmerkmal des Rechtsextremismus. Foto: Ralf Julke

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Der Tag: Alle blicken auf Samstag
Dieser Polizeihubschrauber darf sich möglicherweise auf seinen nächsten Einsatz freuen. Foto: L-IZ.de

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