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Gedenkveranstaltungen für die Opfer des 17. Juni 1953

Von Bürgerkomitee Leipzig e. V. und die Stadt Leipzig
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    Seit 1945 gab es Widerstand gegen die Errichtung einer kommunistischen Diktatur im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands, der seinen ersten Höhepunkt vor 65 Jahren fand. Vom 16. bis 21. Juni 1953 kam es in fast 700 Städten und Gemeinden der damaligen DDR zu Demonstrationen und Streiks von insgesamt mehr als einer Million Menschen. In Leipzig begannen die Arbeitsniederlegungen in einzelnen Betrieben – wie in Berlin – bereits am 16. Juni.

    Am Morgen des 17. Juni marschierten Belegschaften von einigen Baustellen und Industriebetrieben ins Stadtzentrum. Wenige Stunden später zogen bereits mehrere zehntausend Menschen durch die Innenstadt. Nach friedlichem Beginn der Demonstrationen änderte sich das Bild im Verlauf des Tages. Mit dem Einsatz von Schusswaffen und der Verhängung des Ausnahmezustandes durch sowjetische Militärkommandanten wurden alle Hoffnungen auf Veränderungen zerstört. Neun Tote und mindestens 95 Verletzte waren im Bezirk Leipzig zu beklagen.

    Anlässlich des 65. Jahrestages des Volksaufstandes lädt die Stadt Leipzig gemeinsam mit der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) und dem Bund der Stalinistisch Verfolgten (BSV) am 17. Juni zu einer mehrteiligen Gedenkfeier ein. Zwischen den einzelnen Veranstaltungen ist ein kostenloser Bustransfer eingerichtet.

    10:30 Uhr Gedenkfeier mit Kranzniederlegung, Straße des 17. Juni
    Ansprache: Oberbürgermeister Burkhard Jung
    Ansprache: Tobias Hollitzer, Leiter der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
    Musikalische Umrahmung – Leipziger Blechbläsersolisten

    11:30 Uhr Grab- und Gedenkanlage „Opfer der Gewaltherrschaft 1945-1989“, Südfriedhof
    Einführung zur Grabanlage: Oberbürgermeister Burkhard Jung
    Erinnerung an Leipziger Opfer: Dr. Günther Schmidt, Stellv. Vorsitzender des Stadtverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräbervorsorge e. V.

    12:30 Uhr Denkmal „Panzerspuren“, Salzgässchen
    Ansprache: Burkhard Jung
    Gedenkrede: Rainer Eppelmann, DDR-Bürgerrechtler und Vorsitzender des
    Stiftungsvorstandes der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
    Musikalische Umrahmung – Leipziger Blechbläsersolisten

    Um 15 Uhr schließt sich eine Aufführung des Improvisationstheaters „Adolf Südknecht“ in der Straße des 17. Juni an. In ihrer Episode „Der Schuss“ thematisieren die Künstler die dramatischen Ereignisse vor 65 Jahren am historischen Ereignisort.

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