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Verhandlungen gescheitert: IG Metall leitet Urabstimmung bei Neue Halberg Guss Leipzig und Saarbrücken

Die IG Metall hat am Mittwoch das Scheitern der Verhandlungen mit der Neue Halberg Guss verkündet. In Saarbrücken wurde am Mittwoch bereits zum zweiten Mal verhandelt. Die betrieblichen Tarifkommissionen der IG Metall beschlossen in Leipzig und Saarbrücken am frühen Mittwochnachmittag, die Urabstimmungen einzuleiten. Die Abstimmungen laufen zur Stunde.

Eine sehr hohe Beteiligung zeichnet sich ab. Wenn sich mindestens 75 Prozent der in der IG Metall organisierten Beschäftigten für einen Arbeitskampf aussprechen, kann es im Nachgang unmittelbar zu Streiks kommen. Das Ergebnis der Urabstimmung in Leipzig wird am späten Mittwochabend ab 23 Uhr erwartet.

IG Metall und Halberg verhandeln über einen Sozialtarifvertrag. Die IG Metall fordert eine Qualifizierungsgesellschaft sowie einen arbeitgeberfinanzierten Treuhandfonds, aus dem beispielsweise Abfindungen oder Maßnahmen zur Vermittlung in neue Jobs bezahlt werden, sollten Arbeitsplätze verloren gehen.

Hintergrund der Auseinandersetzung sind anhaltende Vertragsstreitigkeiten zwischen dem Autobauer Volkswagen und einem seiner größten Zulieferer, der Prevent-Gruppe, deren Tochterunternehmen die Neue Halberg Guss GmbH ist. Nachdem Volkswagen angekündigt hatte, weniger Waren von Halberg anzunehmen, hatte die Geschäftsleitung ihrerseits angekündigt, das Werk in Leipzig mit rund 610 Stammbeschäftigten und rund 90 Leiharbeitern zu schließen und in Saarbrücken 300 der rund 1700 Stellen abzubauen.

Halberg war am späten Vormittag vor dem Arbeitsgericht Leipzig mit einem Antrag auf Einstweiligen Verfügung gescheitert, weitere Warnstreiks und die Urabstimmung zu verhindern.

Bernd Kruppa, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Leipzig sagte: „Wir verschärfen jetzt die Gangart. Prevent und Volkswagen bekommen jetzt die Auseinandersetzung, die sie verdienen.“

Die IG Metall hatte im Vorfeld scharf kritisiert, dass die beiden Konzerne ihre Auseinandersetzung vor den Gerichten austragen, ohne dass ihre Beschäftigten darin vorkommen.

 

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