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Ich bin das Tier | 25. Juli | 19.30 Uhr | Cammerspiele Leipzig

Am Mittwoch, 25. Juli, 19.30 Uhr, hat unser Sommertheater „Ich bin das Tier“ (nach William Goldings „Herr der Fliegen“) Premiere in der Galerie KUB (Kantstraße 18, 04275 Leipzig). Antje Cordes & Tim Kahn nehmen uns in ihrer Inszenierung mit auf eine einsame Insel. Urlaubs-Gefühle werden sich allerdings eher nicht einstellen.

PREMIERE: Mittwoch, 25. Juli 2018 | 19:30 Uhr
galerie KUB (Kantstraße 18, 04275 Leipzig)

Weitere Termine:
26. bis 28. Juli + 1. bis 4. & 8. bis 11. August | jeweils 19:30 Uhr

Eine Gruppe Jugendlicher soll vor einem drohenden Atomkrieg in Sicherheit gebracht werden. Über einer unbewohnten Insel im Pazifik stürzt ihr Flugzeug ab. Von nun an sind die Gestrandeten auf sich allein gestellt und müssen selbst entscheiden, nach welchen Regeln und Werten sie leben wollen.

Über dieser Frage zerbricht die Gemeinschaft. Während Ralph ein System von Recht und Ordnung aufbauen möchte, steht Jack für Abenteuer, wilde Exzesse und das Recht des Stärkeren. Der Machtkampf zwischen den verfeindeten Lagern spitzt sich immer mehr zu. Aus pubertärem Spiel wird blutiger Ernst und am Ende steht auch das vermeintliche Idyll der Kinder in Flammen.

Auch 2018 ist das Gefühl stärker denn je, dass das Ende unserer vermeintlich zivilisierten Gesellschaft naht, ein dritter Weltkrieg nicht weit. Eine Generation, aufgewachsen ohne Krieg im eigenen Land, sieht sich erheblichen Vorwürfen (unpolitisch, faul) ausgesetzt, während eine alte Riege von Politiker*innen in den Parlamenten eigene Sache macht.

Der EU wird monatlich das Ende vorhergesagt, Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und politische Willkür werden weltweit wieder salonfähig. Es entsteht eine Gesellschaft, überlagert von Aggressionen, die zur Lust am Töten und totalem Führungsanspruch eskaliert und die stets latente Gefahr der Faschisierung der bürgerlichen Demokratie warnend nahelegt.

Mit den Konsequenzen müssen vor allem die jungen Erwachsenen zukünftig auskommen und umgehen. Die Inszenierung stellt die Frage, inwiefern infantile Tendenzen für ein derartiges gesellschaftliches System mitverantwortlich sind. Wie kommt es, dass vernunftbegabte Menschen von sich selbst deklassiert werden und faschistoide Tendenzen entwickeln? Wie gehen wir heute mit Schuld, Unschuld, Recht und Gerechtigkeit um.

Darsteller: Nicolaj Gnirss, Karoline Günst, Elisa Ludwig, Tom Lux, Damian Reuter, Henriette Seier
Regie: Antje Cordes & Tim Kahn
Bühne: Felix Lindner & Lorenz Stöger
Kostüme: Carlotta Schuhmann
Musik: Gerrit Netzlaff
Video: Alexander Bach
Dramaturgie Lukas Schmelmer
Assistenz: Lindsay Ansell
Hospitanz: Lena Kolle & Jenny Pohle

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

MelderTheaterCammerspieleHerr der Fliegen
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Das Positionspapier "Wer schon viel hat, dem wird noch mehr gegeben?" Grafik: Berlin Institut

Grafik: Berlin Institut

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