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Neuauflage des Antiinfektiva-Leitfadens – Überarbeitete UKL-App berät zur Therapie bei Infektionen

Der Antiinfektiva-Leitfaden des Universitätsklinikums Leipzig ist vollständig überarbeitet worden und in der neuen erweiterten Form als Kitteltaschenbuch wie auch als komplett überarbeitete App erhältlich. Der erstmals im Jahr 2014 am UKL etablierte Kitteltaschen-Ratgeber gibt schnell und übersichtlich diagnostische Hinweise und Empfehlungen für die Therapie und Prophylaxe bei Infektionen. Als UKL-App ist der praktische Helfer in der dritten, aktualisierten Auflage auch direkt über Smartphone oder Tablet verfügbar.

Über die App können sich Ärzte das gut 140 Seiten starke Nachschlagewerk herunterladen und bei Fragen zu Infektionen schnell und unkompliziert direkt am Krankenbett oder in der Sprechstunde schnell und papierlos nachschlagen. Über konventionelle Kapitelmenüs oder nach Eingabe eines Stichwortes finden sich hier neben einem Überblick über die relevanten Erreger u.a. Empfehlungen zur Wahl antimikrobieller Substanzen, deren Dosierung, Verabreichung, Dauer der Therapie, Dosisanpassung an die Nierenfunktion sowie zur notwendigen Diagnostik und wichtigen Hygienestandards.

Neu hinzugekommen sind wichtige Informationen zu speziellen Virusinfektionen und eigene Kapitel zur Blutspiegelbestimmung von Antibiotika bzw. geeigneten mikrobiologischen/virologischen Untersuchungsmaterialien.

„Noch nie hat die Behandlung von Infektionen die Ärzte vor größere Probleme gestellt als heute“, erläutert dazu Professor Dr. Christoph Lübbert, Autor des Leitfadens. „Immer mehr Antibiotika verlieren ihre Wirkung, immer neue Resistenzen stellen uns täglich vor große Herausforderungen“, beschreibt der UKL-Infektiologe die aktuelle Situation.

Professor Dr. Christoph Lübbert ist der Autor des Antiinfektiva-Leitfadens. Foto: Stefan Straube / UKL

Professor Dr. Christoph Lübbert ist der Autor des Antiinfektiva-Leitfadens. Foto: Stefan Straube / UKL

Umso größere Bedeutung käme einem gezielten, auf den konkreten Fall zugeschnittenen Einsatz von Antiinfektiva zu. „Mit jedem neuen Erreger, jeder neuen Situation lernen wir etwas dazu“, so Lübbert. „Dieses Wissen möchten wir möglichst schnell und möglichst breit weitergeben.“ Hinzu käme das Problem, dass hochwertige nationale oder internationale Leitlinien für die Erstellung viele Jahre bräuchten und der Entwicklung im Krankenhaus hinterherhinken würden.

Zudem seien sie gerade in der Infektionsmedizin oftmals nicht Eins zu Eins auf lokaler Ebene anwendbar. Insofern sei die Situation am UKL eine besondere, sagt Lübbert, denn: „Ich kenne derzeit kein Klinikum in Deutschland, das sich so engmaschig wie wir mit der Situation vor Ort beschäftigt, um mit den internen Empfehlungen stets auf dem aktuellen Stand zu sein.“

Um allen Kollegen eine Hilfestellung für den Alltag in der Klinik oder Praxis geben zu können, werden in dem Leitfaden von einem Expertenteam die aktuellen Erkenntnisse zum Einsatz von Antiinfektiva zusammengefasst, mit der hauseigenen Erreger- und Resistenzstatistik sowie übergeordneten Leitlinien abgeglichen und fortlaufend aktualisiert.

Diese Aktualisierungen sind über die App sogar noch schneller verfügbar als bisher, so dass eine Anpassung an neue Entwicklungen umgehend möglich ist. Die App ist für alle Handys und Tablets mit Android- und IOS-Betriebssystem unter dem Stichwort „Antibiotika-Antiinfektiva“ über die App-Stores verfügbar. Dabei fallen Kosten in Höhe von einmalig 3,49 Euro an.

Zu finden ist die App für IOS-Geräte hier, für Android folgen Sie bitte diesem Link.

Eine Muntermacher-LZ Nr. 61 für aufmerksame Zeitgenossen

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Kassensturz. Foto: Ralf Julke

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War die Wirtschaftsentwicklung in Sachsen im Frühjahr ein „Einbruch“ oder eher der Anfang eines überfälligen Umdenkens?
BIP-Rückgang nach Bundesländern im 1. Halbjahr 2020. Grafik: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Grafik: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Für alle LeserFrüher, da habe ich mich immer wieder gefreut, dass Statistiker eigentlich nüchterne Leute sind. Sie veröffentlichten ihre Zahlen, erklärten die Trends, enthielten sich aber all der Kraftmeiereien, mit denen schlecht gelaunte Journalisten ihre Meldungen aufblasen, wenn eigentlich gar nichts passiert ist. Es ist ja egal, welche Zeitungswebsite man heutzutage aufschlägt: Es wird dramatisiert, dass einem schlecht werden kann. Das schleicht sich nun leider auch in Meldungen der Statistiker ein.